04. November 2018, 21:36 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Immenser Aufwand, kein Ertrag

Ein Tor am Freitag. Nur zwei Treffer am Sonntag. So lässt sich in der Deutschen Eishockey-Liga 2 eben nur schwer punkten. Im Heimspiel gegen Freiburg unterlag der EC Bad Nauheim mit 2:5.
04. November 2018, 21:36 Uhr
Wie vernagelt! Max Hadraschek, Andrej Bires und Dennis Reimer vom EC Bad Nauheim suchen die Lücke. Matthias Nemec im Tor der Wölfe Freiburg ist am Sonntag nur zweimal zu bezwingen. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim


Mit einem Null-Zähler-Wochenende hat sich der EC Bad Nauheim in die Länderspiel-Pause verabschiedet. Bei der Niederlage gegen die Wölfe Freiburg haben sich die Roten Teufel vor 1803 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion dabei in erster Linie selbst im Weg gestanden. Zum einen durch dämliche Zeitstrafen, die zu zwei Gegentoren führten (inzwischen schon fast traditionell leisteten sich die Hessen einen Wechselfehler). Und zum anderen durch das Auslassen bester Möglichkeiten, wobei Gäste-Torwart Matthias Nemec sicherlich auch einen starken Tag erwischt hatte.

EC Bad Nauheim: 38:22 Torschüss, aber 2:5 Tore

Die Statistiker hatten ein Schussverhältnis von 38:22 für Bad Nauheim notiert. Die Treffer allerdings erzielten die Gäste aus dem Schwarzwald. »Wir haben viel Druck gemacht. Doch das allein ist keine Garantie für einen Sieg. Wenn wir früh eine unserer Chancen nutzen, dann läuft die Partie vielleicht in eine andere Richtung«, sagte EC-Trainer Christof Kreutzer, während Leos Sulak, sein Kollege auf Freiburger Seite, resümierte: »Meine Mannschaft hat sich an die Vorgaben gehalten. Gerade im zweiten Drittel war sicher auch ein bisschen Glück dabei.«

Huba Sekesi am Montag beim MRT

Tryout-Spieler Huba Sekesi - am Freitag schon frühzeitig ausgeschieden - fehlte am Sonntag. Eine MRT-Aufnahme soll am Montag Aufschluss über die Schwere seiner Schulterverletzung geben. Mit den Sylvester-Brüdern stürmte diesmal Marvin Ratmann.

Das Duell mit Freiburg entwickelte sich zu einer durchaus flotten und unterhaltsamen Angelegenheit. Bad Nauheim war gegenüber dem Freitag-Auftritt in puncto Bereitschaft und Körpersprache nicht wiederzuerkennen. Was nach 20 Minuten fehlte, war einzig ein Treffer. Dieser lag in der Luft. Die Roten Teufel waren aber nicht in der Lage, sich für ihren immensen Aufwand zu belohnen. Wahrscheinlich - so war zu vermuten - sei ein Treffer einfach nur eine Frage der Zeit.

Cody Sylvester lässt sich von Alex Miner-Barron nicht aufhalten.	(Foto: Chuc)
Cody Sylvester lässt sich von Alex Miner-Barron nicht aufhalten. (Foto: Chuc)

Das erste Tor fiel in der 28. Minute - allerdings auf der anderen Seite. Jan Guryca hatte einen der ganz wenigen Schüsse auf sein Tor nicht festhalten können, und Tobias Kunz traf zur Führung der Gäste, die wohl selbst nicht wussten, wie ihnen geschah. Fünf Minuten später - Bires saß auf der Strafbank - erhöhte Kunz mit einem trockenen Schuss auf 2:0 für Freiburg. In der 37. Minuten platzte schließlich der Knoten bei den Hausherren. Dustin Sylvester hatte auf engstem Raum die Scheibe behauptet und die Lücke gefunden. Als unmittelbar im Anschluss die Roten Teufel einen Mann zu viel auf dem Eis hatten, dauerte es gerade einmal 13 Sekunden, ehe Jannik Herm den alten Abstand wieder hergestellt hatte.

LESEN SIE AUCH: EC Bad Nauheim: Spiel und Spieler verloren

Mit dem Schlussabschnitt kam Hendrik Hane für Guryca, der zuvor den Puck an den Kopf bekommen hatte und angeschlagen wirkte. Einen Konter schloss Sergej Stas für Freiburg mit dem vierten Treffer ab. Die Entscheidung? Ja! Zwar verkürzte Andrej Bires neun Minuten vor Schluss auf 2:4 und gab der Mannschaft wie dem Publikum erkennbar und hörbar neue Hoffnung, doch schien Nemec das Wölfe-Tor irgendwie vernagelt zu haben. Der Schlusspunkt, ein Empty-Net-Treffer durch Herm: reine Statistik.

Im Stenogramm: EC Bad Nauheim - Wölfe Freiburg

EC Bad Nauheim: Guryca (ab 41. Hane) - Ketter, Shevyrin, Pruden, Stiefenhofer, Slaton, Geitner, Mannes - Ratmann, Cody Sylvester, Dustin Sylvester, Livingston, Bires, Krestan, Kahle, Brandl, Reimer, Strodel, Hadraschek.

Wölfe Freiburg: Nemec - Meyer, Brückmann, Miner Baron, Havel, Rießle, Neher, Bauhof - Moser, Linsenmaier, Kunz, Herm, Wittfoth, Stas, Neuert, Baptista, Saccomani, Seeger, Bräuner, Cihak.

Steno: Tore: 0:1 (28.) Kunz (Moser, Linsenmaier), 0:2 (33.) Kunz (Neuert, Brückmann - 5-4), 1:2 (38.) Dustin Sylvester (Cody Sylvester), 1:3 (44.) Herm (Wittfoth - 5-4), 1:4 (44.) Stas (Moser), 2:4 (51.) Bires (Krestan, Pruden), 2:5 (60.) Herm (Stas, Wittfoth - Empty-Net). - Schiedsrichter: Apel/Naust. - Strafminuten: Bad Nauheim 8, Freiburg 4. - Zuschauer: 1803.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Deutsche Eishockey-Liga
  • EC Bad Nauheim
  • Eishockey
  • Wölfe
  • Michael Nickolaus
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.