26. August 2018, 21:39 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Heimpremiere von Trainer Christof Kreutzer geglückt

Es war der erste Heimauftritt von Trainer Christof Kreutzer. Zur Saisoneröffnung sorgte der EC Bad Nauheim beim 7:2 gegen den Herne für versöhnliche Töne – doch der Coach hat noch viel Arbeit.
26. August 2018, 21:39 Uhr
Der neue EC-Trainer Christof Kreutzer versucht seine Mannschaft nach einem furiosen Anfangsdrittel zu beruhigen – mit Erfolg: In den restlichen 40 Minuten fängt die Mannschaft kein weiteres Gegentor und gewinnt am Ende verdient mit 7:2. (Foto: Nici Merz)

EC Bad Nauheim


Die Heimpremiere ist geglückt. Der EC Bad Nauheim und sein neuer Trainer Christof Kreutzer haben beim ersten Heimspiel in der Vorbereitung auf die DEL 2-Saison den Kooperationspartner und Eishockey-Oberligisten Herner EV deutlich mit 7:2 (4:2, 1:0, 2:0) geschlagen. Das freute nicht nur den Trainer und die Mannschaft, die am Freitagabend in beim Vorbereitungsspiel beim EHC Olten in der Schweiz noch ein 0:10-Debakel erlebt hatten, sondern auch die Fans, die trotz eines phasenweise eher mäßigen Spiels für ordentlich Stimmung im gut gefüllten Colonel-Knight-Stadion sorgten.

 
Fotostrecke: EC Bad Nauheim - Herner EV

Ihre Roten Teufel hatten vor allem in der Anfangsphase für ordentlich Stimmung gesorgt: Der erste Torschuss saß bereits. James Livingston fiel ein Abpraller nach Maximilan Brandls Schuss vor der Füße – 1:0 (2.). Zwei Minuten später zeigte Cody Sylvester auf Vorlage seines Bruders Dustin und des jungen Nicolas Strodel, der in der ersten Reihe ein gutes Spiel zeigte, warum er ein wichtiger Neuzugang sein wird. Nur wenige Sekunden danach dasselbe Spiel: Der EC-Sturm hatte sich mustergültig eine Überzahl vor dem gegnerischen Tor erspielt – 3:0.

EC Bad Nauheim: Fluch und Segen durch die frühe Führung

Rein das Ding! James Livingston sorgt nach gut eineinhalb Minuten für den ersten Jubel bei den Anhängern des EC Bad Nauheim. Er trifft per Abstauber zum 1:0 gegen den Herner EV. (Foto: Nici Merz)
Rein das Ding! James Livingston sorgt nach gut eineinhalb Minuten für den ersten Jubel bei...

»Die schnelle 3:0-Führung war Fluch und Segen, denn dann verfällt man darin, nicht den letzten Schritt zu machen oder den schnellen Pass zu spielen und durch ein paar kleine Fehler stand es plötzlich nur noch 3:2. So haben wir uns schwerer getan, als es nötig gewesen wäre, weil wir nicht ein Tempo durchspielen konnte. Wir sind dann aber wieder gut reingekommen. Das Spiel war insgesamt sehr aufschlussreich, aber wir haben in den nächsten Tagen noch viel zu tun«, sagte Trainer Kreutzer hinterher.

Doch der Kreutzer-Truppe gelang es in der Folge nicht, diese Form zu bewahren. Zunächst passte Torhüter Jonathan Boutin noch auf, als Jannik Woidtke den Puck vertändelt hatte (6.), doch dann war Abwehrchef Mike Dalhuisen zu unaufmerksam und der Gast kam durch Marcus Marsall in Überzahl zum Anschluss (10.). Louis Spitzner sorgte gar für das 2:3 aus Herner Sicht (15.). Umso besser, dass Dalhuisen von der blauen Linie kurz vor der ersten Pause zumindest den Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte und damit etwas Ruhe rein brachte.



EC Bad Nauheim: Kompakte Defensive sorgt für mehr Ruhe im Spiel

»Ich habe in der Pause gesagt, dass wir kompakter stehen müssen und eine bessere Ordnung haben müssen. Es darf nicht passieren, dass ein Alleingang von Herne drin ist. Da brauche ich kein Risiko eingehen. Aber das 0:10 hat den Jungs nicht geschmeckt, deshalb wollten sie natürlich heute den Gegner weghauen, aber da hat dann die Ordnung gefehlt. Das haben wir hinterher besser gespielt«, sagte Kreutzer.

Und genau so war es: Beide Teams wirkten defensiv in der Folge gefestigter, was Großchancen Mangelware werden ließ. Erst das 5:2 durch Radek Krestan (38.) war wirklich erwähnenswert, nachdem Dennis Reimer kurz zuvor mit einem Alleingang noch an Micael Weidekamp im Herner Tor gescheitert war (35.). Nico Kolb (43.) und Marcel Kahle (48.) erhöhten schließlich zum 7:2-Endstand.

EC Bad Nauheim: Das Spiel auf einen Blick

Herne: Weidekamp; Klingsporn, Ackers, Schmidt, Suchomer, Dörner, Bauermeister, Esch; Liesegang, Zuravlev, Schug, Marsall, Krämer, Kuhnekath, Fominych, Spitzner, Thielsch, Schitz, Mieszkowski, Arnold.

Bad Nauheim: Boutin; Dalhuisen, Pruden, Ketter, Woidtke, Slaton, Stiefenhofer, Mund, Wächtershäuser; Cody Sylvester, Dustin Sylvester, Strodel, Krestan, Brandl, Livingston, Ratmann, Bires, Hadraschek, Kahle, Kolb, Reimer.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Brill/Hertrich. – Zuschauer: 2446. – Tore: 1:0 (2.) Livingston (Krestan – Brandl), 2:0 (4.) Cody Sylvester (Dustin Sylvester – Strodel), 3:0 (4.) Cody Sylvester (Dustin Sylvester – Strodel), 3:1 (10.) Marsall (Kuhnekath – Suchomer – 4-5), 3:2 (15.) Spitzner (Schmidt – Fominych – 5-4), 4:2 (20.) Dalhuisen (Cody Sylvester – Dustin Sylvester), 5:2 (38.) Krestan (Livingston – Stiefenhofer), 6:2 (43.) Kolb (Kahle – Reimer), 7:2 (48.) Kahle (Kolb – Reimer). – Strafen: 12:12 Minuten.

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