07. September 2018, 12:00 Uhr

Im Interview

Chef der HSG Gedern/Nidda Martin Schindler hofft auf Klassenerhalt

Die HSG Gedern/Nidda spielt erstmals in ihrer Geschichte in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Vor dem Saisonstart am Wochenende äußert sich Martin Schindler, der Vater des Erfolges.
07. September 2018, 12:00 Uhr
M. Schindler

Martin Schindler ist so etwas wie der Vater des Erfolges bei der HSG Gedern/Nidda. Mit dem Aufstieg der Frauenmannschaft in die zweite Liga ist dem HSG-Chef der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gelungen. Grund genug also, ihn vor dem Saisonstart zum Interview über das neue sportliche Umfeld, die Stärke der eigenen Mannschaft und die Prognose zu fragen.

Herr Schindler, die HSG Gedern/Nidda befindet sich jetzt im Elitekreis des deutschen Handballs. Welche Gefühle löst das bei Ihnen aus?

Martin Schindler: Wir gehören jetzt zu den besten 30 Mannschaften in Deutschland. Ich glaube, da kann man als Vorsitzender stolz sein, was die Mannschaft mit Trainerteam, aber auch Vorstand und Förderteam in der vergangenen Saison geleistet haben. Über mangelnden Zuschauerzuspruch konnten wir uns auch in schlechteren Zeiten nie beschweren, aber der Run im Aufstiegsjahr war unbeschreiblich. Deshalb mache ich mir auch keine Sorgen um die Unterstützung. Die wird super werden, und unsere Heimspiele ein Event für die Region.

Was unterscheidet Sie von den anderen Mannschaften der Liga?

Schindler: Der große Unterschied ist die Vereinsstruktur. Wir sind ein Verein, der aus der Breite kommt und durch unser Miteinander lebt. Bereits in der 3. Liga gab es einige Teams die unter professionellen Bedingungen gearbeitet haben. Das ist hier nicht so. Wir müssen versuchen, Nischen für unsere Trainingszeiten finden, und die Vereinsarbeit in der Freizeit regeln.

Warum soll einem solchen Team kein Vertrauen schenken?

Martin Schindler

Wo sehen Sie nach dem derzeitigen Stand die größten Stärken aber auch die Schwächen der Mannschaft?

Schindler: Ich denke unsere große Schwäche ist zugleich unsere größte Stärke. Wie bereits in den vergangenen Jahren richtet sich unser Spiel nicht auf ein oder zwei Ausnahmespielerinnen aus, sondern wir können nur über die gesamte Mannschaft erfolgreich sein. Mal sehen, wie wir uns damit in der zweiten Liga verkaufen.

Sie schicken eine relativ junge Mannschaft mit nur zwei Spielerinnen, die über Zweitliga-Erfahrung verfügen, ins Rennen. Weshalb, ist der aktuelle Kader stark genug um in der Liga zu bestehen?

Schindler: Dieser junge Kader hat es geschafft, 21 Spieltage in der 3. Liga an der Tabellenspitze zu stehen. Warum soll einem solchen Team kein Vertrauen schenken? Verstärkt haben wir uns durch Spielerinnen aus der Region, die auch sicherlich längerfristig im Verein bleiben. Wir funktionieren als Team. Verpflichten wir routinierte Kräfte heißt es nicht, dass wir als Mannschaft stärker sind. Vor allem hilft uns das dauerhaft nicht weiter – weder Mannschaft noch Umfeld.

Zukunftsprognose: Auf welchem Tabellenplatz landet Ihre HSG am Ende?

Schindler: Wir als Verein haben die Herausforderung mit Mannschaft, Vorstand und Umfeld als Chance und Erlebnis angenommen. Natürlich sind wir in der Hoffnung aufgestiegen, die Klasse halten zu können, also sehe ich uns auf Platz 13.

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