14. September 2010, 20:16 Uhr

Tanz als gemeinsame Sprache verstehen

(svh) Unter dem Motto »Darf ich bitten«, waren Vereine, Clubs und Gruppen aus Gießen, die sich dem Tanzen widmen, zur 3. Auflage von »Sport in der City« geladen worden. Mehr als 300 Teilnehmer waren dem Ruf gefolgt und trippelten, stampften und hüpften am Sonntag durch die Gießener Kongresshalle. Mit »Gießen tanzt« hatten das Sportamt der Stadt sowie Gießen Marketing der Aktion »Sport in der City« eine neue Form gegeben. Farbenfroh, vielfältig und temperamentvoll präsentierten sich die Gießener Tänzer dem faszinierten Publikum.
14. September 2010, 20:16 Uhr
Die Tanzcompany des Gießener Stadtheaters brachte mit »C'est la vie - Chansons als Spiegel der Zeit« einen Auszug aus Tanzstücken von David Williams und Tarek Assam. (Foto: Friedrich)

»Der Gießener Tanzsport bietet so eine große Vielfalt, dass er einen ganzen Nachmittag füllen kann«, sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz in ihrer Eröffnungsrede und fügte hinzu: »Tanz ist an diesem Tag die gemeinsame Sprache, unabhängig von Alter, Herkunft oder Nationalität.« Grabe-Bolz dankte Organisator und Sportamtsleiter Tobias Erben und Initiator und Moderator Bernhard Zirkler. Dieser ließ es sich nicht nehmen, mit der Oberbürgermeisterin den Nachmittag zu eröffnen und legte mit ihr einen flotten Disco-Fox zu »The way I are« von Timbaland auf das Parkett.

Die Veranstaltung begann mit den Profitänzern des Stadttheaters Gießen, die Ausschnitte aus ihrem Programm »C’est la vie« zeigten. Tänzerisch zeigten sie zu französischen Chansons Facetten des Lebens wie Freude und Schmerz. Anschließend brachte die Gruppe Alma Gitana mit feurigen Flamenco-Schritten spanisches Temperament auf die Tanzfläche. Danach wurde es wieder ruhiger, der Senioren-Tanzkreis Nordstadt zeigte, dass Tanzen auch im Alter Freude bereitet, fit hält und ein gemeinschaftliches Ereignis ist. »Wenn man sich beweglich hält, macht Älterwerden richtig Spaß«, kommentierte Seniorentänzerin Therese Hausmann.

Als Publikumsliebling entpuppte sich schnell die Gruppe »Layali Oriental«, die mit einem Schleiertanz und heißen Hüftschwüngen orientalisches Flair verbreitete und das Publikum endgültig auftauen ließ. Leiterin Astrid Jäger: »Tanzen ist Lebensfreude. Es hat uns Spaß gemacht, das tolle Publikum zu unterhalten.«

Der CVJM Lützellinden zeigte einen christlichen Anbetungstanz, ehe Mitglieder der Tanzschule »Astaire’s« auftraten. Nachwuchs-Ballerinas tanzten zu »Summertime«, bevor Agilando und Zumba vorgeführt wurden. Das erste bietet tänzerische Sportübungen und das zweite ist ein intensives Training zu rhythmischen Klängen. Vor der Kaffeepause traten die Cheerleader der »Tornado Cheers« des MTV 1846 Gießen auf. Die »Junior Tornados« und die jüngeren »Gießen Stormies« wirbelten erstmals gemeinsam über die Bühne.

Der zweite Teil des Programms begann mit einer Hip-Hop-Darbietung von über 80 Kindern und Jugendlichen der TSG Blau-Gold Gießen, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss. Jazz und Modern Dance zeigte der Rot-Weiß-Club Gießen zu Michael Jacksons »Beat it«. Der Gießener Tanzclub 74 wartete mit Lukas Moos und Christina Bischoff auf, den amtierenden Meistern im Rock’n’Roll. Gespannt hielten die Zuschauer die Luft an, wenn Moos seine Partnerin durch die Luft warf und forderten schließlich mehrere Zugaben. »Das Publikum hat uns toll angefeuert«, strahlten Moos und Bischoff nach ihrem Auftritt. Die Tänzer des TC Nova Gießen zeigten nicht nur einen feurigen Salza, sondern animierten etwa 50 Besucher zum Mittanzen unter fachmännischer Anleitung. Zum Schluss heizten die »coolen Moves« der Breakdancer dem Saal noch einmal kräftig ein.

Tänzer und Besucher lobten die Ausstattung der Halle und die Atmosphäre. »Wenn es so etwas noch einmal gibt, sind wir sofort dabei«, verkündete das tanzbegeisterte Ehepaar Keil, das eigens für die Veranstaltung aus Darmstatdt kam. Der große Anklang beflügelte Erben: »Das muss auf jeden Fall wiederholt werden. Vielleicht als ›Sport in der City‹oder auch als eigene Veranstaltung. Da wird sich sicher ein Termin im nächsten Jahr finden lassen.« Bernhard Zirkler stellte sich für eine zweite Auflage zur Verfügung und freute sich, dass bereits weitere Clubs ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet hätten.

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