08. Februar 2011, 18:46 Uhr

Wetzlar beim HSV

Der Re-Start der Handball-Bundesliga der Männer nach der sechswöchigen WM-Pause wird von der Insolvenz von Schlusslicht DHC Rheinland überschattet. Zwar stehen die Dormagener damit als erster Absteiger fest, in der Liga hofft man aber, dass der Klub wenigstens die Saison 2010/2011 zu Ende spielen kann. Vor allem die HSG Wetzlar, MT Melsungen und die TSG Friesenheim, die aus dem Kreis der abstiegsbedrohten Teams bei einem vorzeitigen Rückzug des DHC Rheinland ihre gewonnenen Punkte abgezogen bekämen; die Mittelhessen hätten zudem ein Heimspiel weniger.
08. Februar 2011, 18:46 Uhr
VOR DEM MEISTERSTÜCK ? Wetzlars ehemaliger Trainer Martin Schwalb möchte vor seinem Wechsel auf den Posten des Sportdirektors mit dem HSV Hamburg deutscher Handball-Meister werden. Heute empfängt der Bundesliga-Spitzenreiter die Mittelhessen. (Archivfoto: Vogler)

(ra/mac/-) Der Re-Start der Handball-Bundesliga der Männer nach der sechswöchigen WM-Pause wird von der Insolvenz von Schlusslicht DHC Rheinland überschattet. Zwar stehen die Dormagener damit als erster Absteiger fest, in der Liga hofft man aber, dass der Klub wenigstens die Saison 2010/2011 zu Ende spielen kann. Vor allem die HSG Wetzlar, MT Melsungen und die TSG Friesenheim, die aus dem Kreis der abstiegsbedrohten Teams bei einem vorzeitigen Rückzug des DHC Rheinland ihre gewonnenen Punkte abgezogen bekämen; die Mittelhessen hätten zudem ein Heimspiel weniger.

Zunächst aber gilt die Konzentration der Mannschaft von Trainer Gennadij Chalepo, der in der vergangenen Woche seinen Vertrag bis 2013 verlängert und den Kader in der WM-Pause durch den Frankfurter Rechtsaußen Tobias Hahn sowie den bosnischen Spielmacher Adnan Harmandic verstärkt hat, der heutigen Partie beim HSV Hamburg (20.15 Uhr / O2 World). »Das ist ein anderer Wettkampf«, möchte Trainer Chalepo das Punktspiel im Norden nicht mit den Testpartien der letzten Wochen vergleichen, in denen »ich ohnehin verstärkt an der Fitness gearbeitet habe, um die Grundlagen für die nächsten vier Monate bis zum Saisonende zu legen«.

Heute Abend beim Titelanwärter Nummer eins, dem HSV Hamburg, sowie am kommenden Sonntag beim Champions-League-Kandidaten Rhein-Neckar-Löwen heißt es für die Wetzlarer Erstliga-Handballer wieder in den richtigen Spielrhythmus zu finden, um dann zur Heimspiel-Premiere 2011 am nächsten Dienstag gegen den VfL Gummersbach auf die Minute topfit zu sein. In Hamburg und Mannheim auf jeden Fall fehlen werden Torhüter Nikolai Weber und Steffen Fäth wegen ihrer Schulterverletzungen, auch der Grieche Giorgios Chalkidis droht wegen eine heftigen Magen-Darm-Grippe für beide Partien auszufallen. Trainer Chalepo gewinnt der personellen Schwächung allerdings noch etwas Gutes ab: »Dadurch gibt es für Adnan Harmandic und Tobias Hahn automatisch mehr Spielpraxis.«

Gastgeber HSV Hamburg strebt nach zwei vergeblichen Anläufen in dieser Spielzeit mit Vehemenz dem ersten DM-Titel seiner Handball-Geschichte entgegen. Die Ausgangsposition dafür ist bestens. Vor dem Heimspiel gegen Wetzlar belegt die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb mit 36:2 Punkten den ersten Tabellenplatz. Dahinter folgen die Füchse Berlin (33:5), Titelverteidiger THW Kiel (31:7) sowie die Rhein-Neckar Löwen und FA Göppingen (jeweils 28:10).

Vor dem Duell mit der HSG Wetzlar plagen sich allerdings gleich vier Hamburger Rückraumspieler mit größeren und kleineren Wehwehchen. Nahezu ausgeschlossen sind die Einsätze von Krzysztof Lijewski (Schulter) und Guillaume Gille (Muskelfaserriss). Neu auf der Patientenliste tauchen seit dem Wochenende aber auch die beiden Halblinken Blazenko Lackovic und Pascal Hens auf. Beide hatten am Wochenende das Allstar-Game absagen müssen. Lackovic hat Schulterprobleme, Hens war am Freitag in der letzten Aktion des Trainings umgeknickt.

Gennadij Chalepo sieht das unaufgeregt: »Hamburg hat 14, 15 Topspieler und kann Ausfälle besser verkraften als jedes andere Team der Liga.« Beleg dafür ist gerade der Rückraum, der selbst beim Ausfall aller vier vorgenannten Akteure noch in der Formation Marcin Lijewski, Domagoj Duvnjak und Michael Kraus auflaufen könnte, flankiert etwa von den Außen Torsten Jansen und Hans Lindberg, unterstützt am Kreis durch den frischgebackenen Weltmeister Bertrand Gille, abgesichert über Torhüter Johannes Bitter. Noch Fragen?

Zwar muss auch der HSV Hamburg bei zehn (!) WM-Fahrern wieder in den Rhythmus finden, aufgrund der individuellen Klasse seiner Akteure sollte es damit keine größeren Probleme geben. Das sieht auch Wetzlars Trainer so: »Das hat man am Montag schon bei Kiel gegen Ahlen-Hamm gesehen. Da liegt der THW zur Pause noch mit einem Treffer hinten und setzt sich am Ende mit elf Toren Unterschied wie erwartet deutlich durch.«

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