04. April 2016, 09:53 Uhr

SG Kleenheim machen den Aufstieg perfekt!

(vk) Die SG Kleenheim hat es geschafft. Elf Jahre nach dem Abstieg aus der 2. Handball-Bundesliga Süd steigt die Mannschaft wieder in die nun eingleisige 2. Liga auf.
04. April 2016, 09:53 Uhr
Einfach nur glücklich: Die Kleenheimer Aufstiegsträume haben sich erfüllt. (Foto: Rainer Schmidt)

Dabei war das Kleenheimer Meisterstück am viertletzten Spieltag in der 3. Liga West der Frauen beim 29:26 (18:12)-Heimsieg gegen eine stark auftrumpfende HSG Gedern/Nidda etwas holprig, denn die Vogelsberger Spielgemeinschaft spielte zeitweise auf Augenhöhe mit. Allerdings hätte den Kleenheimerinnen dann auch schon ein Unentschieden gereicht, weil der einzige Verfolger 1. FC Köln eine Stunde zuvor beim Dritten TuS Lintfort mit 25:30 gepatzt hatte. Kleenheim geht mit 35:3 Punkten vor den letzten drei Spielen durch das Ziel und kann vom 1.FC Köln (27:11) nicht mehr eingeholt werden.

»Man hat die Nervosität bei uns gemerkt, wir wussten, dass wir alles klarmachen konnten, manche Spielerinnen haben teilweise gegen sich selbst gespielt«, erklärte Kleenheims Trainer Lazar Cojocar, der auf die erkrankte Spielmacherin Olivia Reeh (Infekt) verzichten musste. Das Fehlen von »Oli« Reeh merkte man der Mannschaft in Abwehr und Angriff an. »Es war sicher auch das erste Mal, das wir zu Hause oder überhaupt vor 550 Zuschauern gespielt haben«, zeigte Cojocar Verständnis.

Der Kleenheimer Coach hatte seinen Spielerinnen auch zur Halbzeit – da war das Spiel Köln in Lintfort schon gelaufen – Handy-Verbot erteilt. Tanja Schorradt und Lisa Tietböhl von Rechtsaußen sorgten für eine 2:0-Führung (4.) des Tabellenführers, der sich aber nicht entscheidend absetzen konnte, auch weil Gederns Torhüterinnen Sabine Otto vor und Sandra Stroh nach dem Wechsel zahlreiche 100-prozentige Kleenheimer Chancen zunichte machten. Beim 7:7 (10./Johanna Schmidt) und 8:8 (13.) durch die Ex-Dutenhofenerin Leonie Nowak konnte der Gast sogar ausgeglichen. Das gelang Isabell Schüler, die Gästetrainer Christian Breiler erstmals auch auf der Rückraum-Mitte probierte, beim 9:9 (14.) erneut, ehe sich Kleenheim mit einer starken Viertelstunde über 15:10 (25./Jensen-Siebenmeter) auf den 18:12-Pausenstand absetzte, wobei der Ex-Kleenheimerin Johanna Schmidt mit einem statten Wurf, der vom Pfosten ins Tor klatschte, mit dem Pausenpfiff das 12:18 aus Gästesicht gelang.

Nach dem Wechsel hatten die Gäste den besseren Start und schafften beim 18:19 (38.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Nadin Patz wieder den Anschlusstreffer. Tanja Schorradt traf dann zum 20:18 (39.), aber der Gast blieb weiter dran. Beim 20:21 (43.) gelang Isabell Schüler wieder der Anschlusstreffer. Drei Tore von Routinier Katharina Leib aus dem Rückraum sorgten für die Kleenheimer 24:20-Führung (46.) und damit wieder für etwas mehr Luft. Neun Minuten vor Ende traf Anna-Lena Leib zum wichtigen 27:22 (51.), das die Kleenheimerinnen dann mit Fehlern und Nervosität über die Runden brachten. Nach dem 28:23 (56.) durch Andrea Schulz ließ die SGK-Defensive Gedern/Niddas Torjägern Sabine Eisenacher zu viel Raum und diese bedankte sich mit drei Treffern in Folge zum 26:28 (60.) aus Sicht des Gastes, ehe Sina Rühl den Endstand herstellte.

Dann brachen nahezu alle Dämme, Sektfontänen spritzen, Siegesgesänge und der obligatorische Kreis mit »Aufsteiger, Aufsteiger«-Rufen signalisierten den vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft der SG Kleenheim in der 3. Liga Süd. »Nimm 2. Liga« hatten die Kleenheimerinnen auf ihren Meister-Shirts stehen. »Glückwunsch zur Meisterschaft und alles Gute«, sagte Gästetrainer Christian Breiter.

SG Kleenheim: Sölva, Tornow; Katharina Leib (4), Tietböhl (4/1), Andrea Schulz (4), Schorradt (6), Naumann, Rühl (2), Anna-Lena Leib (2), Reeh (n.e.), Schuch, Jensen (7/4).

HSG Gedern/Nidda: Otto, Stroh; Patz (3/3), Hess (1), Berit Thun, Thiele, Schmeißer Jordanic (1), Eisenacher (8), Johanna Schmidt (6), Schindler (1), Nagy.

Stenogramm / Schiedsrichter: Becker/Nickel (Pfungstadt). - Zus.: 550. - Zeitstrafen: 6:10 Minuten. - Siebenmeter: 6/5:3/3.

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