03. Dezember 2009, 18:44 Uhr

Pflichtaufgabe beim SC Riesa

(jms) Eckhard Weber hat seine Zuversicht auch nach nunmehr fünf Niederlagen in Folge nicht verloren. Der Co-Trainer der Zweitligafrauen des TV 05 Mainzlar musste zuletzt mit ansehen, wie seine Handballerinnen zwei richtungweisende Heimspiele noch vergeigten. Schluss sein damit soll aus Sicht der Staufenbergerinnen bereits an diesem Samstag. Um 16 Uhr tritt das Team beim Aufsteiger und Tabellenvorletzten SC Riesa an.
03. Dezember 2009, 18:44 Uhr
MITTENDRIN, STATT NUR DABEI: Selbst Teammanager Mario Schrödel (Mitte) versucht die Mainzlarer Zweitliga-Handballerinnen zu motivieren. (Foto: Vogler)

(jms) »Irgendwann wird diese Niederlagenserie schon reißen.« Eckhard Weber hat seine Zuversicht auch nach nunmehr fünf Niederlagen in Folge nicht verloren. Der Co-Trainer der Zweitligafrauen des TV 05 Mainzlar musste zuletzt mit ansehen, wie seine Handballerinnen zwei richtungweisende Heimspiele nach einer komfortablen Ausgangsposition doch noch vergeigten. Irgendwann soll aus Sicht der Staufenbergerinnen bereits an diesem Samstag sein. Um 16 Uhr tritt das Team um das zuletzt starke Torfrauenduo Vilma Gainskyte/Ann-Cathrin Giegerich beim Aufsteiger und Tabellenvorletzten SC Riesa in der oft recht stimmungsvollen WM-Arena an.

Doch wie angeknackst das Selbstvertrauen des TVM dieser Tage ist, zeigt Webers Aussage zu den Chancen beim sächsischen Abstiegskandidaten: »Riesa ist nicht so schlecht. Die Mannschaft hat gegen starke Teams nur knapp verloren und spielt wesentlich besser, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. Wir sehen nicht nur die nackten Ergebnisse, sondern blicken auf die Leistungsfähigkeit der Mannschaft. Wir stehen vor einer sehr harten und unangenehmen Aufgabe.«

Zurückhaltung pur beim TVM, der nach einem furiosen Saisonstart mit 8:2 Punkten nur so vor Selbstvertrauen strotzte und nunmehr knallhart auf dem Boden der Realität gelandet ist. Die lösbare Aufgabe Riesa wird nach der Negativserie nun zur echten Standortbestimmung. Denn mit Siegen beim SC und in der darauf folgenden Woche in Ketsch könnte Mainzlar mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis in die rund vierwöchige Weihnachtspause gehen. In dieser Zeit könnte Trainer Dr. Jürgen Gerlach dann ausgiebig an dem konditionellen Zustand seiner Mannschaft arbeiten. Den hatte der Orthopäde zuletzt öffentlich an den Pranger gestellt.

Teammanager Mario Schrödel hält derweil einen Ersatz von der abgewanderten Rückraumspielerin Marina Budecevic vor dem Jahreswechsel für ausgeschlossen. »Ich denke nicht, dass sich bis dahin etwas tut«, meint Schrödel, der aber möglicherweise gemeinsam mit Geschäftsführer Horst Münch seinem Trainerduo einen Weihnachtswunsch erfüllt und zum Jahreswechsel eine neue Spielerin verpflichten wird. »Natürlich beobachten wir den Markt. Man muss aber immer schauen, was finanziell machbar ist. Wir geben nicht mehr aus, als wir haben«, meint der Geschäftsführer eines Autohauses. So werden in Riesa allen voran die Spielerinnen auf dem Prüfstand stehen, die zuletzt gegen Weibern und Bensheim/Auerbach über weite Strecken des Spiels ordentlich gespielt haben. Neben der unermüdlichen Antreiberin Nina Hess, hoffen die Verantwortlichen auch auf eine Leistungsexplosion von Ruta Latakaite, die zuletzt immer mal wieder ihr Potenzial andeutete. Konstant gute Leistungen konnte aber auch sie nicht zeigen.

Allerdings plagte sich die gegen Bensheim schwache Werferin unter der Woche mit einem grippalen Infekt herum. »Es muss uns wieder gelingen, über 60 Minuten gut zu spielen. Wenn ein Spiel 30 Minuten dauern würde, wären wir ganz oben dabei. Das nützt uns ja nichts«, sagt Gerlach.

Der hat beim Gegner vor allem Doreen Geheb im Visier. Die ehemalige Erstligaspielerin vom SC Leipzig kann optional auf der Kreisläuferposition oder auch im Rückraum eingesetzt werden. »Geheb hat einen guten Wurf und bringt die Erfahrung mit, die uns noch fehlt«, sagt Weber, der auch Respekt vor Ivana Vujica hat. Zudem kann sich der Aufsteiger, der vom wirtschaftlichen Aus des SC Markranstädt am Ende der vergangenen Saison profitieren konnte, auf die schussstarken Nicole Seiffert und Marzena Kot verlassen. Beide ragten zuletzt mit hohen Trefferquoten heraus. Doch in der Breite fehlt dem Team von Olympiasieger Lothar Döring die Qualität. »Wir müssen unsere Chancen diesmal konsequenter nutzen. Unsere hohe Fehlwurfquote hat uns zuletzt das Genick gebrochen. Zudem müssen die Mädchen die technischen Fehler abstellen. Das ist eine Grundvoraussetzung, um in Riesa zu bestehen. Das Publikum ist sehr fanatisch«, sagt Weber.

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