27. Oktober 2012, 11:23 Uhr

Müllers in Wetzlar vor dem Absprung?

Die heile Welt gerät ins Wanken. Nach dem ernüchternden Pokal-Aus beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau droht dem Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar nach dem tollen Saisonstart nun der nächste Rückschlag. Offenbar stehen die Zwillinge Philipp und Michael Müller vor dem Absprung.
27. Oktober 2012, 11:23 Uhr
Der Verbleib von Philipp und Michael Müller bei der HSG Wetzlar über die Saison 2012/13 hinaus ist fraglich. (Foto: Pfliegensdörfer)

Obwohl die beiden Rückraumspieler einen Vertrag bis zum Juli 2014 besitzen, steht ein vorzeitiger Wechsel im Raum. Möglich macht das eine Klausel, die bis zum 31. Dezember 2012 gültig ist und den beiden Müllers einen Abschied nach dem Saisonende 2012/13 ermöglicht. Neuer Arbeitgeber der beiden Leistungsträger der HSG Wetzlar, die heute um 19 Uhr in der Rittal-Arena den VfL Gummersbach erwartet, wird dem Vernehmen nach wohl Hessenrivale MT Melsungen. Aber auch der HSV Hamburg soll Interesse an einer Verpflichtung haben.

Ein Wechsel des Brüderpaares nach Nordhessen stand schon vor der Saison im Raum, scheiterte damals aber unter anderem daran, dass diese Positionen im Kader von MT-Trainer Michael Roth, der mit den Brüdern Müller bereits beim TV Großwallstadt zusammenarbeitete, besetzt waren und die Nordhessen dafür keine schnelle Lösung präsentieren konnten. Nun laufen in Melsungen nach der Saison aber die Verträge von Gregorios Sanikis und Alexandros Vasilakis aus, sodass der Weg für die Verpflichtung der Müllers frei geworden ist. Nationalspieler Michael Müller soll Nachfolger von Vasilakis im rechten Rückraum werden, Philipp Müller würde dann Sanikis ersetzen. Auch für den dritten Griechen der Nordhessen, den ehemaligen Wetzlarer Savas Karipidis, sollen die Melsungener schon nach Ersatz suchen und haben offenbar die Fühler nach Michael Spatz vom TV Großwallstadt ausgestreckt.

Zugelassen hat die Klausel in den Verträgen der ehemalige Aufsichtsratssprecher der HSG Wetzlar, Manfred Thielmann, der seinerzeit die Kontrakte mit Spielerberater Wolfgang Gütschow verhandelt hat. Dass die beiden Spieler diese Option nun nutzen könnten, ist nicht verwerflich. Es ist kein Geheimnis, dass sowohl die sportlichen Perspektiven als auch die finanziellen Möglichkeiten der Nordhessen weitaus besser sind als die der HSG.

Dass der tolle Saisonauftakt der Wetzlarer bei den anderen Vereinen der Liga Begehrlichkeiten wecken würde, war abzusehen. Daher wären die Verantwortlichen der HSG gut beraten, schnell an den Vertragsverlängerungen mit den Keepern Niko Weber und Nikolai Marinovic, Kreisläufer Kari K. Kristjansson, Linksaußen Christian Rompf sowie den beiden Spielmachern Adnan Harmandic und Fannar Fridgeirsson zu arbeiten, sofern ihnen an einem Verbleib dieser Spieler, deren Kontrakte nach der Saison auslaufen, gelegen ist. Diesmal am besten ohne Optionen, die die Aufbauarbeit von Trainer Kai Wandschneider einreißen und die gesamte Statik der Mannschaft gefährden. Marc Schäfer

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