12. Februar 2015, 21:43 Uhr

Grünes Licht von Bliznac?

(ms) Kai Wandschneider raucht eine Zigarette vor der Geschäftstelle des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, die Anspannung ist zu spüren. Es geht wieder los, nach sechs Wochen Pause, bedingt durch die Weltmeisterschaft in Katar, steigt die HSG am Samstag (19 Uhr) wieder in das Punktspielgeschehen der Bundesliga ein.
12. Februar 2015, 21:43 Uhr
Der Einsatz von Kristian Bliznac wird sich erst kurzfristig weisen. (Foto: Vogler)

Und der Re-Start hat es in sich, denn in der Rittal-Arena in Wetzlar wird der HSV Hamburg vorstellig. »Wir haben schon Athletiktraining gemacht«, sagt der 54-Jährige über seinen Donnerstagvormittag, der nichts dem Zufall überlassen will. Akribisch habe man sich in den letzten Wochen vorbereitet, um einen Start nach Maß erwischen zu können. »Die Jungs haben super trainiert, sehr intensiv, sie alle brennen«, sagt Wandschneider. Mit dem HSV Hamburg stellt sich in Mittelhessen eine Mannschaft vor, die in der bisherigen Saison für einiges Licht, aber auch viel Schatten gesorgt hat. So beispielsweise am 13. September 2014, als die HSG Wetzlar mit 31:28 beim HSV triumphierte, was zur Folge hatte, dass der ehemalige Champions-League-Sieger damals auf den vorletzten Platz abrutschte. Wenig später musste dann Trainer Christian Gaudin seinen Hut nehmen, am 17. Dezember 2014 wurde er freigestellt. Seitdem hat Co-Trainer Jens Häusler das sportliche Sagen. Aber das scheint für »Macher« Andreas Rudolph nicht die Ideallösung, er soll auf der Suche nach einem starken Mann sein.

Das schert freilich die HSG Wetzlar nicht. »Das ist ein echter Hammergegner, die haben eine bärenstarke Mannschaft«, lobt Wandschneider den Gegner und führt zudem an: »Aber sie haben bisher enttäuscht in dieser Saison, und sie wollen zeigen, dass sie es besser können.« Was seine eigene Mannschaft angeht, ist er mit dem aktuellen Stand durchaus zufrieden. Sieht man davon ab, dass offen ist, ob Defensivkraft Kristian Bliznac mitwirken kann. »Er hat am Donnerstag schmerzfrei trainiert. Aber wir müssen abwarten, ob es am Samstag geht«, erklärt der HSG-Coach. Dagegen wird Neuzugang Dejan Manaskov sein Debüt geben. »Er hat die notwendigen Papiere«, sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp.

»Wir wissen nicht, wo wir stehen«, weiß Wandschneider derweil, dass Training hin oder her nicht den Pflichtspielbetrieb ersetzen kann. Zwar hat die HSG etliche Testspiele und Turniere absolviert, doch auch die ersetzen kein Punktspiel. Das könnte für den HSV Hamburg, der auf den Ex-Wetzlarer Kevin Schmidt verzichten muss, ein Vorteil sein, denn der war am Mittwoch bereits im Europapokal-Einsatz, kam dabei gegen Gorenje Velenje zu einem 33:28-Sieg. Erstmals wieder dabei war nach seinem Kreuzband-riss Petar Djordjic, der aber nicht zum Einsatz kam. Ob der Ex-Wetzlarer am Samstag nach neun Monaten Pause wieder spielt, bleibt abzuwarten.

»Wir setzen natürlich auf unser Heimpublikum«, sagt Wandschneider. Zu erwarten sind mehr als 4000 Zuschauer, für die Partie sind nur noch Stehplatzkarten erhältlich. Vor dem Spiel werden die Weltmeister geehrt werden. Guillaume Joli aufseiten der Wetzlarer und Kentin Mahé auf HSV-Seite. Danach aber wird es ernst, die ersten Punkte in diesem Jahr werden vergeben – und es ist der Auftakt der Abschieds-Tournee von Ivano Balic. Der Kroate hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, seine Karriere nach dieser Saison zu beenden. »Das Spiel wird zu 50 Prozent von den Torhütern entschieden werden«, blickt Wandschneider voraus. Wer nun die besseren Keeper in diesem Vergleich haben wird, das wird sich zeigen.

Kai Wandschneider blickt nur von Spiel zu Spiel, für ihn ist es wichtig, die 30-Punkte-Marke so schnell wie möglich zu knacken. Derzeit weisen seine Wetzlarer 20 Punkte auf, zehn sind also noch zu holen, um das Ziel zu erreichen. Und die ersten beiden Zähler sollen gegen den HSV Hamburg her. Am Samstag.

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