20. Dezember 2012, 18:13 Uhr

Für HSG Wetzlar beginnt die Rückrunde in Hamburg

(mac) »Das war die Klatsche, die ich eigentlich schon viel früher erwartet hatte. Nicht erst am 17. Spieltag«, sagt Kai Wandschneider, der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, nach dem 26:35 zum Vorrundenabschluss bei Aufsteiger GWD Minden am Mittwoch. Bereits am Samstag tritt Wetzlar um 19 Uhr beim HSV Hamburg an.
20. Dezember 2012, 18:13 Uhr
NICHT IN WM-FORM war der Wetzlarer Steffen Fäth im Auswärtsspiel bei GWD Minden. (Foto: Eibner)

Am zweiten Weihnachtstag ist dann HBW Balingen/Weilstetten in der Rittal-Arena zu Gast (15 Uhr).

»Minden hat absolut verdient gewonnen. Unser Hauptproblem lag im Positionsangriff. Fast alle Rückraumspieler waren ein Totalausfall.« So hatte Wandschneider die Partie bereits am Mittwochabend nach dem Abpfiff analysiert. Ohne den erkrankten Alois Mraz und den gesperrten Philipp Müller fehlten nicht nur die etatmäßigen Innenblockspieler der 6:0-Deckung, sondern auch zwei Akteure, die im Angriff von großer Bedeutung für das Positionsspiel der Wetzlarer sind und immer wieder für Durchschlagskraft sorgen. Ihre Kollegen im Aufbau konnten die Aufgaben der GWD-Deckung nicht lösen. Spielmacher Adnan Harmandic blieb einmal mehr nach seiner Vertragsverlängerung blass, Shooter Steffen Fäth merkte man die körperliche Belastung aus dem Kiel-Spiel an und der bis dato eine überzeugende Saison spielende Michael Müller hatte sein überraschendes WM-Aus, über das ihn Bundestrainer Martin Heuberger am Dienstagabend informiert hatte, offensichtlich bis zum Abpfiff nicht weggesteckt, sein Positionskollege Daniel Valo konnte in Ostwestfalen nicht für ihn in die Bresche springen. Während auf der rechten Außenbahn Tobias Hahn seinen ersten Treffer nach seiner Verletzung erzielte, blieb auch Tobias Reichmann wirkungslos. »Ich glaube, wir sind mittlerweile einfach etwas platt«, hatte Wandschneider aber Verständnis, dass einzig Kevin Schmidt und Fannar Fridgeirsson im zweiten Durchgang Normalform hatten. Ein Doppelschlag von Schmidt war es auch, der die Gäste beim 19:20 herangebracht hatte, doch nach Fäths 20:21 (41.) war es mit der Aufholjagd nach dem Pausen 11:17, die durch die nun praktizierte 3:3-Deckung begünstigt wurde, schon wieder vorbei. Der Rest ist bekannt.

»Auch diese Niederlage ändert nichts daran, dass wir eine fantastische Hinrunde gespielt haben. 22:12 Punkte sind sensationell. Wir sind Siebter, punktgleich mit dem HSV und nur zwei Zähler hinter Berlin. Das ist überragend. Hut ab vor dieser Mannschaft«, lobt der Coach das Überraschungsteam der Vorrunde.

Am Samstag beginnt für die Grün-Weißen nun mit dem Auswärtsspiel in Hamburg die Rückrunde. Im bisherigen Rundenverlauf ist es der Truppe stets gelungen, nach einem schwachen Spiel wie gegen Hannover oder gegen Essen ein sehr gutes folgen zu lassen wie in Magdeburg oder in Berlin. Der HSV wird die Wandschneider-Truppe nicht unterschätzen, will man doch mit Sicherheit für das 26:33 zum Saisonauftakt in Wetzlar Revanche nehmen. Dieses Spiel war damals die Initialzündung für den Wetzlarer Höhenflug und stürzte die Hanseaten in eine Krise. »Diese Schwächeperiode haben sie überstanden und sind gegen uns klar favorisiert«, sagt Wandschneider, dem Philipp Müller zur Verfügung steht.

Beim HSV, der in der Hinrunde nur sechs Heimspiele ausgetragen hat, gab am Mittwoch Keeper Johannes Bitter nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback und hatte gleich großen Anteil am 38:27-Erfolg gegen MT Melsungen, nach dem man in Hamburg in Anlehnung an den Sieg von MT in Kiel den HSV als »Meis-terbesiegerbesieger« bezeichnete. Für das Wetzlar-Spiel ist auch das Comeback von »Toto« Jansen möglich, der gegen die Nordhessen nach seiner Fußverletzung hinter der Bank saß.

Ansonsten sind beim HSV alle Mann an Bord. Mit Domagoj Duvnjak, Hans Lindberg, Igor Vori und Pascal Hens, um nur einige zu nennen, verfügt Martin Schwalb über eine Reihe Akteure, die das Prädikat Weltklasse verdienen. Das sieht auch Wandschneider so. »Wir müssen besser spielen als in Minden. Beherzter und konzentrierter. Und wir müssen das Feuer weiter brennen lassen. Wenn nicht, wird es in Hamburg nicht gut für uns ausgehen.«

HSG unterliegt in MInden

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