08. September 2016, 21:53 Uhr

Coup gegen Kiel versilbern

(ra) 2:2 Punke aus den Heimspielen gegen die Füchse Berlin und den THW Kiel. Handball-Bundesligist HSG Wetzlar kann vor dem Hintergrund der kurzfristigen personellen Ausfälle und daraus folgenden Umbesetzungen mit dem Saisonstart gut leben. Nach dem Kiel-Coup geht es nun nach Balingen.
08. September 2016, 21:53 Uhr
Die Freude muss raus: Wetzlars Betreuer Stefan Rühl machte nach dem sensationellen Triumph über Kiel völlig losgelassen den Harting. (Foto: Vogler)

Am Samstag bei HBW Balingen/Weilstetten (19 Uhr, Sparkassen-Arena) soll der Dienstag-Coup gegen den Rekordmeister, der auch zwei Tage später noch Gesprächsthema war, versilbert werden. Geht das gestärkte Team von Trainer Kai Wandschneider in den beiden folgenden Auswärtsspielen in Balingen und Hannover punktemäßig nicht leer aus, ist vor dem nächsten Heimspiel am 24. September gegen den Bergischen HC der ganz große Druck erst einmal weg.

Wie ist die Form der Kontrahenten? Wetzlar hat gegen Kiel bewiesen, dass die Vorbereitung trotz der kurzfristigen Ausfälle dem Team ein starkes Gerüst mitgegeben hat. Gegen den Rekordmeister spielten alle HSG-Akteure auf einem überraschend hohen Level. Diesen gilt es auf der Schwäbischen Alb zu halten. Balingen/Weilstetten hat ersatzgeschwächt beim VfL Gummersbach zum Auftakt glatt verloren, setzt aber natürlich – wie in den Vorjahren – auf seine Heimstärke in der »Hölle Süd« der Sparkassen-Arena.

Welche Personalien gilt es zu hinterfragen? Die Schwaben plagen noch einige Verletzungssorgen. Felix König und Tobias Wagner stehen auf der Liste der Langzeitverletzten, in Gummersbach fehlten mit Neuzugang Pascal Hens und Sascha Illitsch zudem zwei Halblinke. Bis Samstag hofft Neu-Trainer Runar Sigtryssson auf die Einsatzfähigkeit von Pascal Hens, dem namhaftesten Neuzugang aus der »Konkursmasse« des HSV. Bei der HSG Wetzlar sind alle Akteure heil aus der Partie gegen Kiel gekommen und hoffen, die Tage zwischen den Partien entsprechend zur Regeneration genutzt zu haben. Filip Mirkulovski ist trotz seiner starken Vorstellungen gegen Berlin und Kiel noch am Sprunggelenk gehandicapt.

Wo sehen sich die Kontrahenten im Ligavergleich? Balingen/Weilstetten hat mit Fabian Böhm, Christoph Theuerkauf, Olivier Nyokas und Alexandros Vasilakis vier Stammkräfte verloren und steht vor einem ähnlichen Umbruch wie Wetzlar. Für das Team und Neu-Trainer Sigtrysson lautet das Ziel ohnehin Saison für Saison Klassenerhalt. Diese Formulierung gibt es in Wetzlar schon seit drei Spielzeiten nicht mehr. Die hohe personelle Rotation vor der Saison und ausfallbedingt am Ende der Vorbereitung lässt bei insgesamt acht Zu- und Abgängen aber zunächst nichts anderes zu. Daran ändert auch der Triumph über den Rekordmeister vom Dienstag nichts.

Wer sind die Stars? Bei Gastgeber Balingen/Weilstetten ragen ganz klar Ex-Nationalspieler Pascal Hens auf Halblinks, der tschechische Keeper Tomas Mrkva und Nationalmannschafts-Mittelmann Martin Strobel heraus. Läuft es bei diesem Trio, wird es auf der Schwäbischen Alb für jeden Kontrahenten schwer. Bei Wetzlar ist der Star – unwidersprochen – die Mannschaft. Wenn namentlich ein Akteur herausragt, so ist das Europameister Jannik Kohlbacher am Kreis, dessen Formkurve weiter rasant nach oben geht.

Die Aussichten: Das Team von Trainer Kai Wandschneider hat, aufbauend auf einer stabilen 6:0-Deckung, team- und spieltaktisch einige Varianten drauf. Hält die Form von Filip Mirkulovski als Regisseur, fällt der Pöter-Ausfall weniger schwer ins Gewicht als befürchtet. Gleiches gilt für Linksaußen, wo Kapser Kvist physisch stark, wurftechnisch sicher und abwehrerprobt ist, sodass auch das Holst-Aus weniger schwerwiegende Folgen haben dürfte. Auch das Team von der Alb muss Jahr für Jahr neu zusammengestellt werden. Spielmacher Martin Strobel als »Lebensversicherung« ist noch immer an Bord, aber diesmal dürften im Gegensatz zur Vorsaison 15 Punkte nicht zum Ligaerhalt reichen. Ein paar Punkte mehr müssen es schon sein im Ringen mit sieben, acht anderen Mannschaften.

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