11. August 2016, 23:33 Uhr

Wie Watzenborn-Steinberg bekannte Spieler anzieht

(sno) Die Teutonia aus Watzenborn-Steinberg hat mit der Verpflichtung von Francis Adomah (ehemals HSV) und Jonatan Kotzke (früher zweite Liga) den nächsten Schritt gemacht. Der neue Fußball-Regionalligist punktet vor allem mit Seriosität.
11. August 2016, 23:33 Uhr
(Foto: Imago Sportfotodienst GmbH)

Vor drei Monaten wäre eine Verpflichtung von Francis Adomah und Jonatan Kotzke für die Teutonia aus Watzenborn-Steinberg noch undenkbar gewesen. Der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga Südwest aber hat die Pohlheimer auf ein neues Niveau gehoben. So wechselten in dieser Woche ein Spieler, der 19 Zweitligapartien absolvierte (Kotzke) und ein Akteur, der beim Hamburger SV schon mit Hakan Calhanoglu kickte (Adomah), zur Teutonia.

Der 24-jährige Verteidiger Francis Adomah war in der Rückrunde als gestandener Innenverteidiger beim TSV Steinbach Teil einer der besten Defensivreihen der Regionalliga, der 26-jährige Mittelfeldpsieler Jonatan Kotzke befand sich in Verhandlungen mit dem FSV Frankfurt. Nun spielen beide in Watzenborn-Steinberg. Wie ist das möglich? »Viele konnten sich unter dem langen Vereinsnamen und dem kleineren Ort nichts vorstellen«, räumt Vorsitzender Dominik Fischer ein. »Das hat sich geändert, mittlerweile sind wir bekannter. « Geschäftsführer Jörg Fischer sagt: »Wir können diese Spieler nicht in erster Linie durch Geld gewinnen.« Das stimmt zum Teil – die Verantwortlichen haben sich einen Ruf erarbeitet, der von Seriösität geprägt ist. Das Projekt ist langfristig angelegt, verlässlich und bislang konstant erfolgreich. Die Pohlheimer haben mittlerweile aber auch schon dem einen oder anderen Regionalligisten finanziell den Rang abgelaufen. Der Etat in Nöttingen oder Pirmasens, den finanziell schwächsten Teams der Liga, wird auf 350.000 Euro taxiert – alleine das jährliche Gehaltsvolumen in Watzenborn-Steinberg überschreitet Schätzungen zufolge 350.000 Euro deutlich.

Sowohl Kotzke als auch Adomah bekommen einen Zweijahresvertrag plus ein Jahr Option. Beide wohnen zunächst in der Gaststätte »Zur Krone« in Watzenborn-Steinberg und fahren gemeinsam zum Training. »Das sind absolute Wunschspieler«, bekräftigt Dominik Fischer. Der Vorsitzende, führender Kaderplaner bei den Teutonen, erklärt: »Jetzt beobachten wir nur noch den Markt. Wir sehen uns gut aufgestellt für die Saison.« Auch neutrale Beobachter trauen diesem Teutonen-Kader zu, den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest zu schaffen.

Welche Ausmaße die Entwicklung der Pohlheimer angenommen hat, wird noch an einem anderen Aspekt deutlich: »Mittlerweile werden uns Spieler angeboten, die vor zwei Jahren noch Bundesliga gespielt haben«, erklärt Fischer. »In den Fällen, die uns vorlagen, war das aber nichts für uns. Wir wollen weiter seriös arbeiten.« Trotz aller Seriosität sind gewisse Rückschläge nicht zu vermeiden: Im Mittwochstraining verletzte sich der 29-jährige Abdenour Amachaibou. Diagnose: Riss des Innen- und Außenbandes. Er wird vorraussichtlich den gesamten August ausfallen. Zuletzt kam Amachaibou immer besser in Fahrt, erzielte am ersten Spieltag zwei Tore.

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