21. September 2016, 22:33 Uhr

Teutonia mit Eigentor in der 93. Minute

(sno) Einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Die Verantwortlichen von Fußball-Regionalligist Teutonia Watzenborn-Steinberg waren sich nach dem Schlusspfiff in Pirmasens nicht ganz sicher. 1:1 heißt es am Mittwochabend, nachdem die Pohlheimer bis in die Nachspielzeit hinein geführt hatten.
21. September 2016, 22:33 Uhr
Der Ball und Markus Müller sind in dieser Saison noch keine Freunde – in der 93. Minute erzielt der Teutone sein zweites Tor in dieser Saison – dieses Mal leider ins falsche Gehäuse. So geht das Spiel in Pirmasens noch 1:1 aus. (Foto: Vogler)

Ist das bitter! Durch ein Eigentor von Markus Müller in der 93. Minute gibt die Teutonia aus Watzenborn-Steinberg sicher geglaubte drei Punkte in Pirmasens noch aus der Hand. Der Fußball-Regionalligist muss sich somit mit einem 1:1 (0:1) beim FK Pirmasens begnügen. Müller gelang erst am letzten Spieltag sein erster Saisontreffer – nun also der zweite, bloß ins falsche Gehäuse.

»Natürlich sind wir gerade alle etwas enttäuscht und gefrustet«, räumte Coach Francisco Copado ein. »Aber man kann Markus da keinen Vorwurf machen.« Kurz vor Abpfiff bekam Pirmasens den Ball noch einmal in den Teutonenstrafraum, »sie haben alles nach vorne geworfen«, erinnerte sich Teutonen-Vorsitzender Dominik Fischer. Bei einer Klärungsaktion rutschte Markus Müller dann der Ball über den Spann und ging als Bogenlampe ins eigene Tor – 1:1 in der dritten Minute der Nachspielzeit. »Bei neun von zehn Aktionen haut er den Ball raus, in diesem einen Fall geht der Ball eben unglücklich ins eigene Tor«, meinte Copado später.

Zwar war der Teutonen-Tross aufgrund des Spielverlaufs kurzzeitig enttäuscht – »wir haben es in dieser Saison auswärts aber auch schon anders erlebt und standen mit komplett leeren Händen da. Wer weiß wofür dieser Punkt noch gut ist«, sagte Dominik Fischer. Seine Mannschaft wurde von Trainer Copado im Vergleich zum Saarbrücken-Spiel vor allem im defensiven Bereich verändert. Kian Golafra rückte etwas überraschend in die Startelf, Christopher Spang fand gar keine Berücksichtigung im Kader. In der Viererkette verteidigten Viktor Talevski, Vaclav Koutny, Sebastian Bartel und Dennis Lemke. »In der Anfangsphase hatten wir gefühlt 90 Prozent Ballbesitz«, erinnert sich Fischer. »Pirmasens stand sehr defensiv.« Nach einem Freistoß von Jonatan Kotzke fiel dann das 1:0 für die Teutonia. Der Ball konnte im Strafraum nicht geklärt werden, Denis Weinecker war zur Stelle und traf ins kurze Eck zur Gästeführung (22.). Es war die vierte Torbeteiligung des Gießeners in dieser Saison.

Schon am Samstag zur TSG

Watzenborn-Steinberg konzentrierte sich in der Folge auf das Verwalten dieser Führung. Das gelang auch über weite Strecken. Die Gastgeber konnten den Druck nur spärlich erhöhen, wechselten in der 68. Minute schließlich Ex-Profi Benjamin Auer ein. »Wir haben dann einige gute Kontermöglichkeiten liegen gelassen und uns nicht belohnt«, monierte Copado. Er überraschte in der 63. Minute mit einem Wechsel: Kian Golafra, defensiver Mittelfeldspieler, ging runter, Abdenour Amachaibou, offensiver Mittelfeldspieler nach langer Verletzung, kam aufs Spielfeld. »Ich wollte auf das 2:0 gehen«, erklärte der Trainer. Bis zur 93. Minute schienen die Pohlheimer den ersten Auswärtssieg in der Regionalliga-Saison in der Tasche zu haben, dann folgte das unglückliche Eigentor durch Markus Müller. Am späten Abend ging es mit dem Bus aus Rheinland-Pfalz zurück nach Hessen. Schon übermorgen muss die Teutonia dann bei der TSG Hoffenheim II antreten. »Diese Mannschaft könnte uns gut liegen, weil sie das Spiel macht und sicherlich nicht nur hinten drin stehen wird«, meinte Dominik Fischer. Vermeintliche Favoriten lagen der Teutonia in der bisherigen Spielzeit. Ihre Siege fuhr sie gegen den Tabellenfünften TSV Steinbach, den Zweiten 1. FC Saarbrücken und die Kickers aus Offenbach ein.

In der Tabelle rangieren die Pohlheimer nach dem zweiten Auswärtszähler der Saison vorerst auf dem zwölften Platz. Da bis zu sechs Teams absteigen können, ist klar: Enger könnte es im Tabellenkeller kaum zugehen.

Pirmasens : Seitz – Heinze, Becker (68. Grimm), Freyer, Özer, Bouzid, Rugg (68. Auer), Grünnagel, Steil, Cisse, Bürger (75. Rohracker).

Watzenborn-Steinberg: Dauth – Talevski (46. Simon), Koutny, Bartel, Lemke – Golafra (63. Amachaibou), Kotzke – Ficara, Azaouaghi, Weinecker – Müller.

Im Stenogramm: Zuschauer: 603.– Schiedsrichter: Schmidt (Daun). – Tore: 0:1 (22.) Weinecker, 1:1 (93.) ET Markus Müller.

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