09. April 2008, 10:04 Uhr

Gespräch mit Claus-Peter Zick

(se) Das ging aber schnell. Nachdem Peter Cestonaro, Trainer des Fußball-Oberligisten Eintracht Wetzlar, in der vergangenen Woche angekündigt hatte, für die neue Saison nicht mehr zur Verfügung zu stehen, trennten sich die Wetzlarer am Montag von ihrem Trainer. Im Zuge dieser Trennung muss auch Co-Trainer Frank Dapper seinen Hut nehmen. Neuer Trainer bei der Eintracht ist Claus-Peter Zick, der bis zum 2. November 2005 bei FSV Steinbach als Trainer tätig war und die Fernwälder in die Oberliga geführt hatte.
09. April 2008, 10:04 Uhr
Claus-Peter Zick steht seit gestern bei Eintracht Wetzlar auf der Kommandobrücke. (Foto: Archiv)
Ursprünglich sollte der 49-jährige Zick erst zur neuen Saison sein Amt bei der Eintracht antreten, doch die Ereignisse der vergangenen Tage haben dann dazu geführt, dass der »Dienstantritt« um rund zweieinhalb Monate nach vorn verlegt wurde. Zick hat mit den Wetzlarern eine Zusammenarbeit für den Rest dieser und die kommende Saison vereinbart, wobei die Klassenzugehörigkeit keine Rolle spielt.

Die Wetzlarer Eintracht war unter Cestonaro nach 36-jähriger Abwesenheit in die Fußball-Oberliga Hessen zurückgekehrt und startete recht erfolgreich in die neue Runde. In den vergangenen elf Spielen blieb die Eintracht ohne Erfolgserlebnis und holte dabei lediglich zwei Punkte. Am vergangenen Wochenende erreichte Wetzlar beim KSV Klein-Karben zwar ein 1:1, kassierte aber in dreifacher Überzahl den Ausgleichstreffer der Karbener.

Mit 28 Punkten auf dem Konto bekleiden die Wetzlarer derzeit den zwölften Platz und befinden sich in akuter Abstiegsgefahr. Das gilt aber auch für sieben andere Mannschaften dieser Klasse. Am Ende dieser Saison werden drei Mannschaften in die Landesliga absteigen. Der Drittletzte bestreitet die Relegation »nach unten«.

Claus Peter Zick hatte großen Anteil am Oberliga-Aufstieg des FSV Steinbach vor knapp drei Jahren. Als Spieler war der Steinbacher beim VfB 1900 Gießen, Eintracht Haiger und dem FC80 Herborn aktiv, bevor er sich dem FSV Steinbach anschloss. Zick bestritt auch mehrere Bundesliga-Spiele im Trikot der Frankfurter Eintracht. Als A-Schein-Inhaber besitzt Claus-Peter Zick auch die entsprechende Qualifikation für die Fußball-Oberliga.

Gespräch mit Claus-Peter Zick

Nach fast zweieinhalbjähriger Abwesenheit kehrt der Steinbacher Claus-Peter Zick auf die Bühne Fußball-Oberliga Hessen zurück. Als Nachfolger von Peter Cestonaro hat Zick die sicherlich nicht leichte Aufgabe, Aufsteiger Eintracht Wetzlar vor dem Abstieg in die Landesliga Mitte zu bewahren. Wenige Stunden vor der ersten Trainingseinheit am Wetzlarer Klosterwald am gestrigen Abend stellte sich Claus-Peter Zick den Fragen der AZ.

Sie waren und sind ständiger Beobachter der Oberliga-Spiele. Wie hat sich die Klasse Ihrer Meinung nach in den vergangenen Jahren entwickelt?

Claus-Peter Zick: »Die Klasse ist ein wenig schlechter geworden. Ich glaube, die Oberliga hat nach dem Regionalliga-Aufstieg des KSV Hessen Kassel und des FSV Frankfurt an Qualität eingebüßt. Allerdings habe ich auch etliche Spiele gesehen, die mir von der Qualität her gut gefallen haben.«

Sie haben die Wetzlarer nicht nur einmal beobachtet. Was erwartet Sie in Wetzlar?

Claus-Peter Zick: »Eigentlich sollte ich am 1. Juli anfangen und für die neue Saison eine Mannschaft aufbauen. Mein Credo ist, mit jungen Spielern zu arbeiten, und das will ich auch in Wetzlar umsetzen.«

In den vergangenen Spielen wirkte Eintracht Wetzlar stark verunsichert. Wie können Sie die Mannschaft wieder aufbauen?

Claus-Peter Zick: »Wenn man aus den letzten elf Spielen von 33 möglichen Punkten lediglich zwei geholt hat, dann geht das an den Spielern sicherlich nicht spurlos vorüber. Meine Aufgabe wird es auch sein, die vielleicht verborgenen Qualitäten ans Tageslicht zu bringen.«

Sind Sie bei der Suche nach jungen Spielern für die neue Saison schon fündig geworden?

Claus-Peter Zick: »Es ist schon ziemlich spät. So hat sich der SC Waldgirmes bei einigen Spielern aus den A-Junioren des VfB bedient.«

Die Frage nach dem Co-Trainer in Wetzlar ist bislang noch nicht beantwortet. Ein Job für Oliver Pistauer, Ihren »Co« beim FSV Steinbach?

Claus-Peter Zick: »Oliver Pistauer ist aus beruflichen Gründen viel unterwegs und steht diesmal nicht zur Verfügung.« (se)

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