18. März 2014, 22:43 Uhr

Licher Zukunft ungewiss

(gae/mv) Die Zukunft der Licher BasketBären ist ungewiss. Der Basketball-Pro-B-Ligist befindet sich in einer finanziell angespannten Lage. Die Teilnahme an der Pro B in der kommenden Spielzeit ist fraglich.
18. März 2014, 22:43 Uhr
Die Licher BasketBären um Mathias Perl stehen vor einer ungewissen Zukunft. (Foto: Harald Friedrich)

(gae/mv) Die Zukunft der Licher BasketBären ist ungewiss. Der Basketball-Pro-B-Ligist befindet sich in einer finanziell angespannten Lage. Die Trägergesellschaft des Klubs, die Licher BasketBären GmbH (LBB), hat bereits den Vertrag von Manager Dirk Schäfer vorzeitig gekündigt, will zudem die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Igor Starcevic trotz eines Vertrages für die kommende Saison nicht fortsetzen. Die Teilnahme an der Pro B in der kommenden Spielzeit ist fraglich.

»Es ist seit vielen Jahren unser Ziel, ein Verein zu sein, der junge Spieler weiterentwickelt. Ein Ziel, dem wir zugegebenermaßen nicht besonders nahe gekommen sind«, so der geschäftsführende Gesellschafter der LBB, Harald Hungenberg. Ob man nächste Saison in der Pro B antreten würde, sei noch nicht entschieden: »Wir werden versuchen, in den nächsten Wochen bis zur Lizenzbeantragung eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Es gibt ermutigende Zeichen, aber Genaueres können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. « Bereits in den Vorjahren mussten die Gesellschafter, neben Hungenberg noch Jürgen Erll, Alexander Schlamp, Wolfgang Leutheuser, Christian Schieber und Hans-Jürgen Metzler, immer wieder Geld nachschießen, weswegen die Trägergesellschaft laut Aussage Hungenbergs schuldenfrei ist. Auch für die laufende Saison wird ein ausgeglichener Haushalt nur dank Finanzspritzen der Gesellschafter möglich sein.

Bei der Arbeit in den kommenden Wochen kann die LBB noch auf Dirk Schäfer setzen, doch der ehemalige 46ers-Manager bricht seine Zelte in der Bierstadt bald ab, wie Hungenberg auf AZ-Anfrage bestätigte: »Wir haben mit der Installation von Dirk als Manager eine Investition getätigt, doch müssen unsere Infrastruktur jetzt den Gegebenheiten anpassen. Kein anderes Pro-B-Team hat unseres Wissens nach einen hauptamtlichen Mitarbeiter. Dirk hat uns, auch dank seines großen Netzwerkes, eine Menge Professionalität gegeben und uns weitergebracht, doch an den Gegebenheiten kann er nichts ändern. Das sieht er genauso, es ist eine Trennung im beiderseitigen Einvernehmen – einem echten beiderseitigen Einvernehmen«, so Hungenberg, der zugleich davon sprach, dass die Trennung nichts mit der ungewissen Zukunft der BasketBären zu tun habe.

Die Zweitligalizenz wird offiziell vom Stammverein TV Lich gehalten, der sie an die LBB GmbH vermietet. Mit Basketball-Abteilungsleiter Christian Knaus, der zudem Trainer der Licher Regionalliga-Mannschaft ist, hat Hungenberg bereits vor einer Woche Kontakt aufgenommen und ihm die aktuelle Situation beschrieben. Sollte das Pro-B-Team vor Ende Mai seinen Rückzug bekannt geben, wäre Lich erster Absteiger in die Regionalliga Südwest. Doch so weit möchte Hungenberg noch nicht denken: »Wir haben über die Optionen für die kommende Saison noch nicht befunden.«

Die Verträge sämtlicher Spieler laufen nach den aktuellen Playoffs aus, einzig Trainer Starcevic erhielt vor der Spielzeit einen Zwei-Jahres-Vertrag, der nun nach AZ-Informationen ebenfalls aufgelöst werden soll. Die Zukunft des Zweitligabasketballs an der Wetter steht vorerst in den Sternen.

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