30. August 2018, 07:00 Uhr

Handball

»Wir haben nix zu verlieren«

Für die Handballer der HSG Wetzlar geht es in der Bundesliga am Donnerstag mit dem zweiten Saisonspiel weiter. Das Team von Trainer Kai Wandschneider tritt um 19 Uhr beim TBV Lemgo Lippe an.
30. August 2018, 07:00 Uhr
Wetzlars Trainer Kai Wandschneider sieht im ersten Gastspiel seiner HSG beim TBV Lemgo Lippe einzig die Gastgeber in der Pflicht. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Der Klub wird in dieser Saison von Fachleuten hochgehandelt. Zum Saisonstart setzte es allerdings eine Niederlage, bei den Rhein-Neckar Löwen hatte man mit 21:28 das Nachsehen. Gegen Wetzlar will die Truppe von Trainer Florian Kehrmann im ersten Heimspiel der Saison zwei Punkte einfahren.

Welche Veränderungen gibt es beim TBV? Personell wenig. Mit Mark van den Beucken, Lukas Zerbe und Azat Valuillin verzeichnete Coach Kehrmann drei Abgänge. Dafür hat der TBV mit Jonathan Carlsbogard (Redbergslids IK/SWE) eine gezielte Verstärkung für den linken Rückraum geholt. »Er ist spielintelligent und verfügt über eine schnelle Auffassungsgabe«, war Kehrmann bereits beim Scouting begeistert. Carlsbogard soll im Rückraum in der Mitte und auf der linken Seite zum Einsatz kommen. Er hat bereits gezeigt, dass er auch im Innenblock seinen Mann steht und schnell ins Umschaltspiel kommt. Jugend-Nationaltorhüter Fynn Zecher startet als Nummer drei im Drittligateam, um Spielpraxis zu sammeln. »Lemgo hat eine eingespielte, routinierte Truppe, die überall doppelt stark besetzt ist und in den letzten Jahren sehr klug aufgebaut worden ist«, erklärt Wandschneider. Eine Veränderung haben die Verantwortlichen bei der Namensgebung des Klubs vorgenommen. Mit dem Doppelnamen TBV Lemgo Lippe will man die Regionalität stärken – im Sponsorenbereich und bei der Zuschauerakquise.

Die Ausgangspositionen: »Sie sind zu Recht letztes Jahr Neunter geworden und wurden auch für diese Saison von Stefan Kretzschmar klar vor uns gestellt. Lemgo ist favorisiert und muss uns schlagen«, meint Wandschneider. Die Auftaktniederlage bei den Löwen dürfte eingeplant gewesen sein. Kehrmanns Truppe leistete sich in der ersten Halbzeit zu viele Fehler und lag in der zweiten zwischenzeitlich mit 13 Toren zurück. Dennoch fand Kehrmann lobende Worte: »In der zweiten Hälfte haben wir die Abwehr umgestellt und sind deutlich besser ins Spiel gekommen. Jetzt freue ich mich auf das erste Heimspiel am Donnerstag gegen Wetzlar und auf ein Spiel auf Augenhöhe.«

Auch die HSG tat sich im ersten Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim schwer. Dennoch stand ein 24:21-Sieg zu Buche, bei dem vor allem drei Neuzugänge überzeugten. Torhüter Tibor Ivanisevic glänzte mit 15 Paraden und hielt seinen Vorderleuten vor allem in der Schlussphase den Rücken frei. Lenny Rubin feuerte aus dem linken Rückraum und steuerte acht Treffer zum Erfolg bei, und auch Emil Frend Öfors zeigte, dass er mit Maximilian Holst auf der linken Außenbahn ein gutes Gespann bildet.

Die erste Sieben des TBV: Lemgo hat mit Tim Hornke und Patrick Zieker eine der besten Flügelzangen der Liga. Tim Suton zieht in der Mitte die Fäden und ist mit seinen 22 Jahren ein ganz wichtiger Baustein im Lemgoer Spiel. »Er hat unter Kehrmann eine sehr gute Entwicklung genommen, ist von ihm richtig gut aufgebaut worden«, lobt Wandschneider. Fabian van Olphen und Isaias Guardiola sind zwei alte Haudegen im Rückraum. Der erfahrene Kreisläufer Christoph Theuerkauf ist in Lemgo richtig aufgeblüht. Im Tor hat Kehrmann die Qual der Wahl mit Peter Johannesson und Piotr Wyszomirski. »Das ist eine Truppe, die sich sicherlich intern sehr hohe Ziele gesetzt hat. Sie haben keinen Umbruch, sondern können auf Vorhandenes setzen und sich weiterentwickeln. Sie sind sehr heimstark, daher haben wir nix zu verlieren« so Wandschneider.

Die Wetzlarer Baustellen beim Spiel gegen Bietigheim: Keine Tore vom Kreis, auch von der rechten Seite kam von Joao Ferraz und Stefan Cavor nicht viel. »Vorher kam jede Menge, gegen Bietigheim haben sie das eben nicht hinbekommen«, so Wandschneider. Abgesehen von den Problemen im Angriff, haben beide auch in der Abwehr keine gute Figur gemacht. »Wir müssen uns taktisch ein paar Sachen einfallen lassen, wenn die gegnerische Deckung Pressing spielt. Die anderen Teams wissen, dass sie Probleme haben, wenn sie in die Entscheidung gezwungen werden. Die beiden können das aber, und daran werden wir gezielt arbeiten.«

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