12. April 2018, 21:37 Uhr

»Wir gehen blind ins Spiel«

12. April 2018, 21:37 Uhr
Der TV 05/07 Hüttenberg um Moritz Zörb ist am Sonntag im Hessenderby der Bundesliga in Melsungen gefordert. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Nach dem Länderspiel-Wochenende geht die Handball-Bundesliga auf die Zielgerade. Für den Tabellenvorletzten TV 05/07 Hüttenberg steht am siebtletzten Spieltag die Auswärtsbegegnung beim Rangsiebten MT Melsungen an. Anpfiff des Sky-Topspiels ist am Sonntag um 15 Uhr in der Rothenbach-Halle in Kassel. Das Hessenderby wird zudem live im HR-Fernsehen übertragen.

Wie ist die Form beim TVH? Nach drei Unentschieden waren die Spitzenteams TSV Hannover-Burgdorf und Rhein-Neckar Löwen zuletzt dann doch mindestens eine Nummer zu groß. Auch Melsungen ist von der personellen Besetzung nicht die Kragenweite des Aufsteigers. Vor den folgenden richtungsweisenden Spielen gegen Erlangen und Lemgo sowie in Ludwigshafen wäre aber zumindest ein kleines Erfolgserlebnis sicherlich noch einmal eine zusätzliche Motivation. Im Hinspiel am dritten Spieltag, gleichzeitig dem Debüt in der Gießener Osthalle, schrammten die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim beim 27:28 denkbar knapp am ersten Bundesligapunkt vorbei. Den man dann vier Tage später im Derby bei der HSG Wetzlar nachholte. Mit mächtig Selbstvertrauen dürfte am Sonntag Ragnar Jóhannsson auflaufen. Der 27-jährige Linkshänder debütierte nämlich am letzten Wochenende in der isländischen Nationalmannschaft. »Das hat er sich verdient. Das ist eine positive Auszeichnung für ihn, aber auch für unsere Arbeit im Verein«, freut sich TVH-Trainer Emir Kurtagic. »Aber er muss weiter Vollgas geben, damit er sich auch dort etabliert.«

Und bei der MT Melsungen? Da gab es in der Länderspielpause ein kleines Beben. Trainer Michael Roth wurde nach fast achtjähriger Tätigkeit beurlaubt und durch den erst im Januar als Co-Trainer verpflichteten Heiko Grimm ersetzt. Der 40-Jährige, ebenfalls Ex-Nationalspieler, sollte eigentlich erst 2020 Roth beerben. Der in Dutenhofen wohnende MT-Manager Axel Geerken sprach in der HNA von einem Neuanfang. »Ich weiß, dass Heiko viele eigene Ideen hat. Er wird punktuell einiges verändern, und darauf bin ich gespannt.« Die Entlassung von Roth bezeichnet der Ex-Torwart als »alternativlos«. Zwar weiß er auch, dass das Team durch personelle Engpässe in dieser Spielzeit wiederholt arg geschwächt war, stellt aber klar: »Trotzdem hätten wir aussichtsreiche Spiele nicht verlieren müssen. Das war nicht immer erklärbar.« Offenbar befürchtet man in Melsungen, trotz der Sommertransfers mit den drei Europameistern Tobias Reichmann, Finn Lemke und Julius Kühn wie im Vorjahr den Europapokal zu verpassen. Es wird also am Sonntag interessant sein, zu beobachten, wie die Melsunger Mannschaft, in der viele Spieler einen sehr engen Draht zu Michael Roth hatten, auf diese überraschende Veränderung reagieren wird.

Das erwartet Emir Kurtagic: »Der Trainerwechsel ist für uns schon ein bisschen blöd. Zu dem, was man bisher von Melsungen gesehen hat, kommen sicher ein paar Veränderungen. Von daher gehen wir blind ins Spiel. Aber sicherlich werden sie den Handball auch nicht neu erfinden«, ist der 37-Jährige ein bisschen gespannt, was seine Mannschaft erwartet. »Wichtig ist aber primär, dass wir unsere Aufgaben erledigen. Das heißt, in der Abwehr gut stehen, und im Angriff müssen wir auf alle Fälle disziplinierter sein als in den letzten beiden Spielen, sonst laufen Reichmann und Allendorf ihre Tempogegenstöße.« Er hofft zudem auf den Einsatz von Linksaußen Jannik Hofmann, den zuletzt eine Grippe plagte.

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