15. Februar 2018, 17:47 Uhr

Wiedersehen mit Bestwick

15. Februar 2018, 17:47 Uhr
Joe Bestwick, hier noch im RSV-Trikot, kehrt am Samstag mit Hannover an seine alte Wirkungsstätte zurück. (Archivfoto: Diekmann)

Drei Wochen nach dem letzten Liga-Heimspiel freut sich der RSV Lahn-Dill am Samstag um 16 Uhr auf den vorletzten Auftritt vor eigenem Publikum in der Hauptrunde der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Zu Gast in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle wird dann Aufsteiger Hannover United sein, der mit Joe Bestwick einen Akteur an Bord hat, der noch bis Sommer 2017 das Trikot der Mittelhessen trug.

Mit dem Team aus der niedersächsischen Landeshauptstadt steckt der britische Center aktuell im Abstiegskampf. Mit drei Siegen aus den ersten fünf Partien stark in die Spielzeit gestartet, schienen die Hannoveraner zunächst mit der Abstiegsfrage nichts zu tun zu haben. Doch der taktische Zuschnitt der eigenen Spielweise auf den physisch starken Brettspieler Bestwick, der im Schnitt bisher 24,0 Punkte pro Spiel beisteuerte, birgt die Gefahr der Ausrechenbarkeit. Und genau darauf haben sich die Konkurrenten im Laufe der Spielzeit immer besser eingestellt, so dass dem Aufsteiger seit Ende Oktober nur noch ein einziger weiterer Erfolg gelang. Inzwischen stehen die Niedersachsen nur noch auf dem letzten rettenden Rang, zwei Punkte vor den Köln 99ers, deren Tendenz nach oben zeigt.

Hinter Bestwick klafft offensiv eine große Lücke im United-Spiel. Nationalspieler Jan Sadler mit 9,7 Punkten pro Begegnung und Center Martin Kluck mit durchschnittlich 7,6 Zählern, belegen die Positionen zwei und drei im Team. Hinzu kam zum Jahresende 2017 der Abgang des Briten Lewis Edwards, der mit dem Australier Andrew Drewberry bisher nur bedingt aufgefangen werden konnte. Mit US-Paralympicssiegerin Vanessa Erskine, im Vorjahr noch in Thüringen oder den beiden deutschen Internationalen Oliver Jantz und Philipp Schorp, besitzt das Team dennoch genug Qualität, um den angestrebten Klassenerhalt stemmen zu können. Noch hat United im dritten Anlauf nach 2014 und 2016 alle Möglichkeiten, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Klassenerhalt im Oberhaus aus eigener Kraft zu schaffen.

Auf den Gegner möchte sich RSV-Trainer Ralf Neumann jedoch gar nicht so intensiv konzentrieren, vielmehr geht es dem 54-Jährigen aus Lahnau um eine deutliche Steigerung der Offensivleistung, die vor Wochenfrist in Zwickau zu wünschen übrig ließ. Vor eigenem Publikum sind Kapitän Michael Paye & Co. daher gefordert, an die guten Leistungen aus der Champions League wie aus dem gewonnenen Topspiel Ende Januar gegen Thüringen anzuknüpfen. »Um die Defensive müssen wir uns aktuell keine Sorgen machen, hier sind wir eingespielt und stark. Aber vorne müssen wir ein paar Schippen zum Zwickau-Spiel drauflegen«, so Neumann.

Die Spiele: Zwickau – Wiesbaden, Lahn-Dill – Hannover, München – Rahden, Trier – Köln (alle Sa.), Hamburg – Thuringia (So.).

Schlagworte in diesem Artikel

  • Basketball
  • Mittelhessen
  • RSV Lahn-Dill
  • Rollstuhlbasketball
  • Sommer
  • Andreas Joneck
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 - 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.