31. Juli 2018, 12:00 Uhr

Waldstadion

Wie das Waldstadion wiederbelebt wurde

Der FC Gießen kann sich bei der Herrichtung des Waldstadions bei den Ehrenamtlichen bedanken. Ein Überblick der wichtigsten Posten, die das Stadion aufschmückten.
31. Juli 2018, 12:00 Uhr
Erstmals seit Jahren herrschte am Waldstadion wieder großer Andrang. (Foto: Friedrich)

Dass weit über 2000 Zuschauer ins Waldstadion kamen und die Traditionsspielstätte erstmals seit Jahren wieder zum Leben erwachte, ist der Leidenschaft der FC-Verantwortlichen und dem großen Engagement der Ehrenamtlichen zu verdanken. »Wir hatten rund 20 freiwillige Helfer, die auch unter der Woche regelmäßig kamen«, erklärt Andreas Heller, führend in der Organisation rund um das Waldstadion.

Viele seien selbstständig ohne Aufruf zum Arbeitseinsatz gekommen und hätten ihren Teil dazu beigetragen, das Stadion wieder aufzuhübschen. Als leuchtendes Beispiel kann hier der Ruheständler Horst Viehl genannt werden, der alleine in der Woche des ersten Hessenligaspiels gegen Waldgirmes (1:0) dreimal den Rasen mähte.

Mit Leidenschaft engagieren sich die Ehrenamtlichen für den FC Gießen. (Foto: Friedrich)
Mit Leidenschaft engagieren sich die Ehrenamtlichen für den FC Gießen. (Foto: Friedrich)

Schon am Montag saßen die Verantwortlichen in Linden wieder zusammen, um zu analysieren, was gut lief und was an den kommenden Spieltagen besser gemacht werden kann. Am Samstag geht’s gegen Viktoria Griesheim (15 Uhr) weiter, danach folgen die Knallerspiele gegen die Hauptkonkurrenten aus Fulda und Kassel. Ein Ergebnis der Diskussion: »Wir möchten die Außendarstellung weiter verbessern, uns in der Stadt Gießen als FC mehr präsentieren«, sagt Heller.

Mit einmal fegen ist es auf der Stehplatztribüne nicht getan

Andreas Heller

In und um das Stadion herum seien »Kleinigkeiten« besprochen worden, wie künftig Plastikbecher statt Glasflaschen nutzen zu wollen. »Die Johanniter werden bei höheren Zuschauerzahlen, wie wir sie nun häufiger erwarten, immer da sein müssen.«

Alles Wissenswerte zum Auftaktspiel des FC Gießen gegen den SC Waldgirmes

Dank diesem Esprit konnte das Waldstadion innerhalb eines Monats wieder in einen vorzeigbaren Zustand gebracht werden.

Streichen, Rasen, Sitplatztribüne, Catering, Stadionmagazin - ein Überblick

Am 1. Juli übernahm der FC Gießen den Nutzungsvertrag, machte sich von da an daran, die Gegebenheiten für den Auftakt zu schaffen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Posten, die zu erledigen waren.

Streichen und Aufräumen des Stadionareals: »Wir waren schon überrascht, wie viel Unkraut und Müll zu entfernen war«, räumte Heller vom Organisationsteam ein. Die Stehtribünen mussten von Moos befreit werden, bislang wurde sich dabei auf die große Stehplatztribüne gegenüber der Sitzplatztribüne konzentriert. »Das ist mit einmal fegen nicht getan, da waren wir mit einem Hochdruckreiniger dran.« Einen für die Optik wichtigen Posten nahm auch das Streichen ein. »Uns war wichtig, dass die neuen Vereinsfarben Rot und Weiß im Stadion vertreten sind.«

Rasen: Horst Viehl nutzte seine jahrzehntelange Erfahrung vom Sportstättenbau und erkannte das Hauptproblem: Das richtige Bewässern. Für das Gartenamt war es schwer darstellbar, am frühen Morgen und am späten Abend zu bewässern. Viehl nahm sich dieser Sache an, war auch zu ungewöhnlichen Zeiten im Waldstadion, mähte den Platz regelmäßig. In der Woche des Spieltags sogar am Dienstag, Donnerstag und Freitag. So gewann der Rasen an Dichte.

2325 Zuschauer kamen am Samstagnachmittag ins Gießener Waldstadion. (Foto: Friedrich)
2325 Zuschauer kamen am Samstagnachmittag ins Gießener Waldstadion. (Foto: Friedrich)

Sitzplatztribüne: »Ziel war von Anfang an, dass wir bis zum Auftakt gegen Waldgirmes alle Sitzschalen anbringen«, sagt Heller. Grundvoraussetzung war die rechtzeitige Lieferung. Da alles zeitnah ankam und die Ehrenamtlichen bei Arbeitseinsätzen kräftig mithalfen, wurden rund 150 Sitzschalen bis Mitte letzter Woche angebracht. Im Endspurt half eine externe Firma, die roten Sitzschalen im Eilverfahren zu montieren und so 645 Zuschauern eine Sitzplatzmöglichkeit zu bieten. Die bisherigen grünen Bänke wurden entsorgt.

Catering: Das VIP-Zelt von der Firma Bill wurde vom bisherigen Standort in Watzenborn-Steinberg schon in der Vorwoche nach Gießen verfrachtet. Trotz der hohen Zuschauerzahl von über 2000 Besuchern klappte beim Essens- und Getränkeverkauf alles reibungslos. »Der Partyservice Seller hat das gut gemacht«, lobte Heller.

Stadionmagazin »Schwätzer«: Medienpartner »Medialis« übernahm die Konzeption, gemeinsam einigte man sich in Anlehnung an die drei Schwätzer im Seltersweg auf den Magazinnamen »Schwätzer«. Die Broschüre wird vor dem Fulda-Spiel (18. 8.) erneuert, mit Sponsoren und Infos zur Jugend ergänzt. Einmal im Quartal erscheint eine neue Auflage, für jeden Spieltag gibt’s ein zusätzliches Blatt mit Rückblick zur letzten Partie und Ausblick auf den kommenden Gegner.
Mit diesen Maßnahmen und kleinen Verbesserungen hoffen die Verantwortlichen des FC auf weitere Unterstützung von Gießens Einwohnern in Form vom Stadionbesuch. Heller abschließend: »Wenn gegen Griesheim 500, 600 Leute kommen, dann ist das für uns auch absolut okay. Aber vielleicht schaffen wir ja die 1000.«

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