03. Juni 2018, 07:20 Uhr

Abschluss

Wetzlar will 30-Punkte-Grenze knacken

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar strebt positiven Saisonabschluss beim TVB Stuttgart an. Ohne Kohlbacher und Pöter.
03. Juni 2018, 07:20 Uhr
Für Filip Mirkulovski und die HSG Wetzlar endet die Bundesliga-Saison am Sonntag beim TVB Stuttgart. (Foto: Cherkow)

HSG Wetzlar


Der letzte Spieltag der Handball-Bundesliga in der Saison 2017/2018 steht an. Die HSG Wetzlar ist am Sonntag um 15 Uhr beim TVB 1898 Stuttgart zu Gast und will die letzte Chance nutzen, einen Sieg einzufahren. Die einzige Frage an diesem Tag lautet: Welches Team ist in der Lage, im letzten Spiel noch einmal alles in die Waagschale zu werfen?

Um was geht es? Tabellarisch gesehen, geht es um nichts mehr. Einzig die eigenen Ziele stehen zur Debatte. »Wir haben nach dem Final 4 in Hamburg noch mal ein klares Ziel ausgegeben: Die 30-Punkte-Marke knacken. Vielleicht schaffen wir das am Sonntag«, erklärt HSG-Trainer Kai Wandschneider. Noch lieber wäre ihm das im letzten Heimspiel gegen Lemgo gelungen. Doch eine schwache erste Halbzeit brachte Wetzlar um den positiv-emotionalen Abschied von den eigenen Fans. »Wir wollen diese Saison natürlich gut und ordentlich beenden. Vor allem zu Hause, nachdem wir gegen Göppingen nicht so gut gespielt haben«, hält TVB-Coach und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt dagegen. »Die Favoritenrolle ist an Wetzlar vergeben. Wir wollen so lange wie möglich dagegen halten und sehen was machbar ist.«

Die personellen Voraussetzungen - Wetzlar fährt am Sonntagmorgen mit vollem Kader nach Stuttgart, die verletzten Jannik Kohlbacher und Philipp Pöter sind zur Unterstützung im letzten Spiel mit von der Partie. Zudem nimmt Wandschneider Youngster Hendrik Schreiber mit, der gegen Lemgo bereits einen Kurzeinsatz am Kreis hatte. Beim TVB fallen Dominik Weiß, Johannes Bitter, Max Häfner und Sascha Pfattheicher aus. »Es fehlen uns daher schon sehr wichtige Spieler, das hat man gegen Göppingen gemerkt«, meinte Schweikardt. »Wir versuchen natürlich unsere Zuschauer zufrieden zu stellen. Ob das für den Erfolg reicht, weiß ich nicht. Aber es geht darum, uns gut zu verkaufen.«

Das sagen die Trainer über den Gegner - »Die Stuttgarter werden sich am Sonntag vor eigenem Publikum noch einmal mit einem Sieg verabschieden wollen«, ist sich Wandschneider sicher. »Sie haben noch mal so richtig am Kabel gezogen, solange es noch um etwas ging und hatten immer wieder Verletzungen zu beklagen.« Das Pokalspiel in Wetzlar war lange Zeit ausgeglichen und ging erst in der Schlussphase an die HSG. »Für die Mannschaften, für die es um nichts mehr geht, hängt es stark von der Tagesform ab und vom Willen.«

Schweikardt gefällt bei der HSG Wetzlar vor allem das strukturelle Spiel der Mannschaft als Ganzes. »Auf dem Feld möchte ich keinen Spieler herausheben, wobei ihnen mit Jannik Kohlbacher am Kreis natürlich eine Waffe fehlt. Wetzlar hat eine herausragende Qualität im Tor, mit Benjamin Buric einen der besten Torhüter der Liga. Auf so jemanden kann man sich kaum vorbereiten, sondern nur hoffen, dass er nicht den besten Tag hat. Die HSG hat eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, aber auch die taktischen Konzepte sind sehr strukturiert. Deshalb sind sie in den letzten Jahren auch konstant erfolgreich«, lobte TVB-Coach Schweikardt.

Wie will Wetzlar das Spiel angehen? - Die HSG will dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. »Ich hoffe, dass alle noch mal am Kabel ziehen«, sagt Wandschneider. Der Trainer will das Spiel dazu nutzen, Olle Forsell Schefvert auf der Mittelposition spielen zu lassen. Zudem soll sich Anton Lindskog am Kreis weiter einspielen, ins Konzept eingebunden werden. Der Schwede war im Verlauf der Saison überwiegend in der Abwehr gefordert. »Stefan Kneer hat gegen Lemgo gut gespielt und fängt in Stuttgart an«, so Wandschneider. Seine Mannschaft hatte die zweite Halbzeit gegen Lemgo klar gewonnen und phasenweise guten Handball gespielt. Allerdings kam in der ersten Hälfte nur eine Parade von seinen Keepern, sodass Wandschneider hier zu Beginn des zweiten Durchgangs reagiert hatte. »Wir haben dann Till Klimpke spielen lassen. Also man sieht, dass wir jetzt schon Dinge ausprobieren. Wir haben eine sehr gute Saison gespielt, die Mannschaft hat bis zum Final 4 alles aus sich herausgeholt.«

Und sie ist auch danach nicht völlig in sich zusammengebrochen, hat nach Schwächephasen gezeigt, dass sie zurückkommen kann. In Stuttgart will Trainer Wandschneider sehen, dass sich seine Männer »voll reinhängen. Der TVB ist eine gute Mannschaft, kein bisschen schlechter als wir. Nur wir haben eine bessere Saison gespielt.« Noch wichtig ist Wandschneider allerdings, dass sich in den verbleibenden Tagen kein Spieler mehr verletzt, dass alle gesund bleiben. »Damit wir nichts in die Vorbereitung zur nächsten Saison reinschleppen.« Die beginnt am 11. Juli.

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