30. April 2018, 12:15 Uhr

Fit im Kopf

Wetzlar holt Punkt in Erlangen

Die HSG Wetzlar trotz allen Unwägbarkeiten und beweist beim 25:25 beim HC Erlangen einmal mehr ihre Klasse.
30. April 2018, 12:15 Uhr
Olle Forsell-Schefvert (25) setzte in der ersten Halbzeit auf Wetzlarer seite Akzente – hier gegen Nikolai Link (33) und Christoph Steinert (44)… (Foto Schönberger)

HSG Wetzlar


Die HSG Wetzlar hat sich eine Woche vor dem Saison-Höhepunkt beim DHB-Pokal-Final 4 in Hamburg fit im Kopf gemacht. Das 25:25 (12:12) am Sonntag beim in den letzten Wochen wiedererstarkten HC Erlangen war einmal mehr der Beleg dafür, mit welchen Widrigkeiten das grün-weiße Team im Oberhaus immer wieder fertig wird.

Das Handicap des wiederholten Fehlens von Abwehrspezialist Evars Klesniks bewältigt. Das Handicap des nach langer Verletzungspause erst langsam wieder in Tritt kommenden Halblinken Alexander Hermann weggesteckt. Das Handicap des kurzfristigen Ausfalls von Nationalmannschaftskreisläufer Jannik Kohlbacher einfach ingnoriert. Chapeau! Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider überrascht sich Woche für Woche selbst und hat mit dem Punktgewinn in Anbetracht der erwähnten Umstände das Selbstbewusstsein gestärkt.

Jannik Kohlbacher, den seit Wochen frei Gelenkkörper im Ellenbogen des Wurfarm beeinträchtigen, konnte auf Sky bezüglich seines Pokal-Einsatzes allerdings nur Teilentwarnung geben: »Im Abschlusstraining ist der Ellenbogen wieder durchgeschlagen, sodass ein Einsatz heute nicht möglich war. Ich denke aber, dass es bis Hamburg wieder gehen wird.«

Den Ausfall des künftigen »Löwen« kompensierte wie schon beim Sensationserfolg in Kiel der wuchtige Schwede Anton Lindskog, der in Abwehr und Angriff eine herausragende Leistung bot und mit sechs Treffern auch bester Wetzlarer Feldtorschütze war. Hinzu kam eine starke Fangquote von Torhüter Benjamin Buric, die bei 40 Prozent lag, zu der allein drei parierte Siebenmeter zählten. Zudem fanden die Grün-Weißen, abwechselnd auf der Mitte angeführt von Filip Mirkulovski und Philipp Pöter, immer wieder gute konzeptionelle Lösungen gegen die Erlanger 5:1-Deckung mit Michael Haaß oder Nico Büdel auf der Spitze. Vor dem Seitenwechsel konnte Olle Forsell-Schefvert gegen diese Akzente setzen, im zweiten Abschnitt Joao Ferraz auf Halbrechts.

Für HSG-Trainer Kai Wandschneider war es ein gewonnener Punkt: »Beide Teams waren gut eingestellt und mit ordentlich Power unterwegs. Ich bin zufrieden mit dem Punkt.« Auch sein gegenüber Aôalsteinn Eyjólfsson wollte sich nicht beklagen: »Es gab viele spieltaktische Maßnahmen von beiden Seiten. Das Ergebnis geht in Ordnung.«

In der zehnten Minute hatte Wetzlar durch eine Eins-gegen-eins-Aktion von Forsell-Schefvert beim 6:5 erstmals die Führung übernommen und diese bis zum 10:7 (21.) durch den sehenswert auf Linksaußen freigespielten Maximilian Holst ausgebaut. Zur Pause war dieser Drei-Tore-Vorsprung aber wieder aufgebraucht – 12:12.

Dieser Verlauf wiederholte sich im zweiten Abschnitt erneut. Über das 16:16 (39.) sowie das 18:18 (43.) des starken HC-Kreisläufers Jonas Thümmler lagen die Wetzlarer durch das 25:22 von Joao Ferraz in der 55. Minute wieder mit drei Toren vorne – beim 25:25 war aber auch dieser Vorsprung am Ende wieder aufgebraucht. »Wir müssen jetzt pressen und in den Gegenstoß kommen«, hatte Erlangen Coach Eyjolfsson in seiner letzten Auszeit gefordert und fand bei seinem Team Gehör.

Einziges Manko an diesem Sonntag im Wetzlarer Spiel war deshalb der Umstand, sich in den Endphasen beider Spielhälften jeweils noch einen Drei-Tore-Vorsprung aus der Hand nehmen zu lassen. Das darf diesen Samstag im DHB-Pokal-Halbfinale gegen TSV Hannover Burgdorf nicht passieren.

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