13. Juni 2018, 07:15 Uhr

Medaillenglanz

Viermal Gold als glänzende Bilanz

Ein heimisches Quartett hat bei den hessischen Leichtathletik-Meisterschaften in Fulda groß aufgetrumpft und vier Goldmedaillen nach Mittelhessen geholt. Dazu gab es weitere Podestplätze.
13. Juni 2018, 07:15 Uhr
Tobias Kretzschmar vom LAZ Gießen gewinnt mit der Männerkugel nach dem hessischen Leichtathletik-Titel in der Halle nun auch in Fulda. (Foto: ras)

Durch Tobias Kretzschmar vom LAZ Gießen mit der Männerkugel, dem eigentlich erst in der U 20 angekommenen Dominik Müller von der LG Langgöns-Oberkleen über 5000 m und Theresa Pohl im Frauenspeerwurf gingen drei Siege in Fulda an heimische Aktive. In der U 18 trumpfte Arne Diwisch vom LAZ Gießen mit seinem letzten Speerwurfversuch groß auf und wurde zudem Weitsprungdritter. Zusätzlich gab es bei den zweitägigen hessischen Titelkämpfen der Männer, Frauen und U 18 eine Reihe weiterer Silber- und Bronzeplatzierungen, von denen in einem hochklassigen 100- m-Finale die 10,99 Sekunden des drittplatzierten Samuel Miro Breithaupt (TSG Alten-Buseck) herausragten.

Im Januar in der Halle gewann Tobias Kretzschmar vom LAZ Gießen erstmals den Kugelstoß bei den Männern. Nun in Fulda meldete der LAZ-Athlet mit seinem ersten Versuch von 15,31 m erneut Ansprüche auf den Titel an. Kretzschmar wurde zwar kurzzeitig durch den Zehnkämpfer Jan Felix Knobel (Königssteiner LV/15,73) von der Spitze verdrängt, aber im fünften Durchgang gelang dem Gießener die Siegesweite von 15,78 Metern.

Die Abwesenheit der schnellsten hessischen Langstreckler nutzte der noch 17-jährige Dominik Müller bei den 5000 m der Männer, lief lange klug im Sog des führenden Gaststarters Moritz Sparbrod (Erfurt/15:47,73) und übernahm erst in den letzten Runden die Führung. Mit 15:29,77 gewann Müller souverän mit persönlicher Bestzeit und unterbot deutlich die Norm (15:45,20) der U 20 für die Jugend-DM in Rostock.

In seinem ersten Jahr in der Männerklasse bot Julius Grau (LAZ Gießen) starke Wettkämpfe im Weitsprung und über die 110 m Hürden. In der Sprunggrube landete Grau nach Sprüngen ausnahmslos über 6,60 m mit 6,81 m auf dem Bronzerang, und nach flotten 15,56 s im Hürdenvorlauf beendete Grau mit 15,67 s das Finale als Vierter. Platz fünf über die Hürden ging mit 16,45 s an seinen Mannschaftskameraden Raphael Tremmel. Jonathan Seidel (LGLO/58,83) erntete über die 400 m Hürden Rang vier.

Fast schon Tradition sind Podestplätze bei hessischen Titelkämpfen durch Speerwerfer der TSF Heuchelheim. Auch diesmal erreichte durch Moritz Bender (54,09) als Drittplatziertem ein Heuchelheimer eine Spitzenplatzierung, Manuel Kretzschmar (LGLO/50,89) wurde Fünfter.

Nach fünf eher mäßigen Versuchen gelang Theresa Pohl (LG Wettenberg) im sechsten und letzten Durchgang der ganz große Wurf. Mit 48,10 m überbot die Wettenbergerin knapp die bis dahin klar führende Christina Kiffe (Darmstadt/48,05) und gewann wie in den beiden Vorjahren den Hessentitel im Speerwurf der Frauen.

Einmal mehr stellte sich Anna Schwarz (LGLO/66,13) den 400 m Hürden und wurde bei der gewohnt geringen Beteiligung auf der strapaziösen Distanz Zweite. Beim Hochsprung der Frauen musste sich Lara-Sophie Schwarz (TSG Wieseck), eigentlich der U 20 angehörend, nach im dritten Versuch übersprungenen 1,60 m, mit Platz fünf begnügen.

In der männlichen U 18 zeigte Arne Diwisch (LAZ Gießen) im letzten Versuch einen herausragenden Speerwurf, der mit 54,52 m den obersten Podestplatz bedeutete. Hinter Diwisch und Jonathan Pflüger (Kassel/51,51) eroberte Tim Schneider (LG Wettenberg/51,53) den dritten Rang. Im Weitsprung fehlten Diwisch mit 6,53 m drei Zentimeter zu Bronze und er wurde so Vierter, wie schon bei den Hallenmeisterschaften.

Beim Dreisprung bot Julius Franzen (TSG Wieseck) zwar eine beeindruckend gute Serie. Die Bestmarke von 12,87 m bedeutete hinter Nico Hildebrand (LG Alheimer/Rotenburg-Bebra, 13,14) jedoch den Silberrang.

Samuel Miro Breithaupt (TSG Alten-Buseck) gelang im Finale mit 10,99 erstmals ein regulärer 100-m-Sprint unter elf Sekunden. Nach einem lockeren Vorlaufsieg in 11,10 s beeinflusste bei der Gluthitze in Fulda eine mehr als halbstündige technische Verzögerung die Zwischenlaufzeiten, die Breithaupt erneut als Laufsieger (11,12) abschloss. Im Finale setzte dann Philip Hennemuth (Bad Sooden-Allendorf/10,80) vor Constantin Derzbach (Seligenstadt/10,96) und dem drittplatzierten Breithaupt die Maßstäbe.

Nicht ganz die Höhen der letzten Wochen erreichte Simon Keiner (LG Wettenberg/1,82) als Hochsprungfünfter, und Jean Arisa (LAZ Gießen) lief auf der 400-m-Flachstrecke mit 54,49 s die siebtschnellste Zeit.

In der Halle noch Fünfte, stieß Lena Reuschling (LG Wettenberg) die Kugel mit 12,24 m in Fulda als Drittbeste wieder auf einen Medaillenplatz. Zwar gelang Jana Schneider (LAZ Gießen) nach 12,62 s im 100-m-Vorlauf mit den 12,72 im Zwischenlauf nicht die Finalteilnahme. Aber über die 200 m qualifizierte sich Schneider mit 26,02 s für den Endlauf und sprintete dort wie zuvor im Zeitlauf mit 26,16 s die fünftschnellste U 18-Zeit. Der zweite Speerwurf von Marlene Bender (TSF Heuchelheim) bedeutete mit 31,69 m die Finalteilnahme und letztlich den siebten Platz.

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