28. Dezember 2018, 07:05 Uhr

Gießen 46ers

Trotz des Ausfalls von Bryant halten die Gießen 46ers lange in Berlin mit

Die Überraschung blieb aus: Die Gießen 46ers verloren bei Alba Berlin mit 96:108. Der Freyer-Mannschaft gebührt aber ein ganz dickes Lob, denn sie kompensierte den Ausfall von John Bryant.
28. Dezember 2018, 07:05 Uhr
Kampf um jeden Ball: Die Gießener Eigengewächse Alen Pjanic (l.) und Bjarne Kraushaar haben den Berliner Johannes Thiemann bei der 96:108-Niederlage in Berlin im Visier. (Foto: Hübner)

Gießen 46ers


Schon in den letzten Trainingstagen hatte Gießens Kapitän Probleme. Dennoch stand er gestern beim Auswärtsauftritt in der Basketball-Bundesliga auf dem Spielberichtsbogen und war umgezogen. »Die Achillessehne von John tut weh. Es scheint eine kleine Reizung zu sein. Wir wollten kein Risiko eingehen«, erklärte 46ers-Headcoach Ingo Freyer und fügte an: »Wir müssen nun von Tag zu Tag schauen, wann es wieder geht.« Umso höher ist die Leistung der Gießener in Berlin einzustufen, die sich ohne den besten Scorer und den besten Rebounder der Liga erst in den Schlusssekunden geschlagen geben mussten.

Freyer nicht unzufrieden

»Am Ende war unsere Defense nicht ganz so gut. Wenn du 108 Punkte kassierst, ist es schwer, zu gewinnen. Wir können trotzdem stolz auf uns sein«, konstatierte Gießens Center Mahir Agva auf Telekom-Sport. Und Freyer ergänzte: »Wir sind die Intensität und die Schnelligkeit von Berlin gut mitgegangen. Das hat mich gefreut und zudem, dass wir uns auf den Ausfall von John so schnell eingestellt haben, sodass wir in Berlin konkurrenzfähig waren.« Es war der 25. Heimspielsieg der Berliner in Folge gegen Gießen.

Die Lahnstädter hatten sich akribisch auf Alba vorbereitet. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag war der Tross aus der Lahnstadt an der Spree angekommen und nahm sein Domizil im Hotel am Ostbahnhof ein. Natürlich stand gleich eine Übungseinheit an und das übliche Wurftraining am Spieltag selbst. Gestärkt wurde sich bei Nudeln, Fleisch und Gemüse, ehe es in die Mercedes-Benz-Arena ging.

Beide Teams geben Gas

Dort zeigten von Beginn an beide Teams ihren gefürchteten Tempobasketball. Wer den Ball in den Händen hielt, fackelte nicht lange. Die vor Selbstbewusstsein strotzenden Albatrosse scorten hochprozentig. Fast jeder Wurf landete im Netz. Ein 9:0-Lauf zum 14:4 war die Folge, den Gießen nach einem Dreier von Larry Gordon zum 12:14-Anschluss beantwortete. Es war klar, dass die 46ers ohne ihren »Big John« von außen treffen mussten, um eine Gewinnchance zu haben, wobei Mahir Agva, Benjamin Lischka und Larry Gordon unter den Körben ebenfalls einen guten Job verrichteten. Dennoch lag Alba zum Viertelende mit 27:18 in Front.

Berlin startete erneut furios in die zweiten zehn Minuten. Nach einem 5:0-Run hatte Freyer die Nase voll und nahm eine Auszeit, die sich bezahlt machte. Nach Dreiern von David Bell und Max Landis waren die Mittelhessen beim 33:39 wieder auf Schlagdistanz. In den letzten 180 Sekunden des zweiten Durchgangs drehten die drei Gießener Eigengewächse auf. Spielmacher Bjarne Kraushaar mit erfolgreichen Freiwürfen, Alen Pjanic (er verletzte sich später, sonst hätte Freyer ihn noch einmal gebracht) mit Dunk und einem Zweier sowie Lischka mit dem finalen Dreier zum 49:54 aus Sicht der Gäste. Fazit der ersten Hälfte: hohes Tempo von beiden, wobei die Berliner ein wenig kontrollierter agierten – und sich die 46ers von Rückständen nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Am Sonntag in Ludwigsburg

Das muntere Körbewerfen ging weiter. War es bei den Berlinern der eiskalte Isländer Martin Hermannsson, der letztlich mit 19 Punkten zum Topscorer avancierte, trumpften bei den 46ers Bell (18 Zähler insgesamt) und Gordon (17) auf, die ihr Händchen von weit draußen fanden. So blieb es bis in die Crunchtime spannend (103:96), ehe die favorisierten Berliner mit einem Tick mehr Körperpräsenz den Sieg eintüteten.

Eine Verschnaufpause gibt es nicht für die 46ers. Bereits am Sonntag steht die nächste schwere Aufgabe in der Fremde für sie an. Bei den Riesen aus Ludwigsburg, die sich gestern Abend bei Science City Jena knapp mit 91:89 durchsetzten, müssen sie gewinnen, um wieder auf einen Playoff-Platz zu kommen. Zwei Tage später kommt es in der Sporthalle Ost zum Jahresabschluss für die Freyer-Mannschaft – um 20.30 Uhr gastieren die Telekom-Männer aus Bonn mit den Ex-Gießenern TJ. DiLeo und Yorman Polas Bartolo in Gießens »Gudd Stubb«.

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