23. August 2018, 16:00 Uhr

Motorsport

Tradition trifft Moderne

Als 1989 der erste Schottenring Grand-Prix startete, hätte wohl kaum einer gedacht, dass diese Veranstaltung mal eine der größten für den historischen Motorradsport in Deutschland werden sollte.
23. August 2018, 16:00 Uhr
Die Gespanne begeistern die Zuschauer im Besonderen in Schotten. (Foto: awp)

Der veranstaltende MSC Rund um Schotten hat sich den Zeiten angepasst und über die Jahre immer wieder ein ansprechendes Programm auf die Räder gestellt – so auch bei der 30. Auflage. Große Namen des Motorrad-Rennsportes, traditionsreiche Hersteller und Highlights aus der jüngeren Vergangenheit bieten für jeden Geschmack etwas. So begrüßte der erste Vorsitzende Wolfgang Werner-Sachs die insgesamt 12 500 Zuschauer wieder unter dem Motto »Tradition trifft Moderne«.

Beim Gang durch das Fahrerlager kommt der Zuschauer aus dem Staunen nicht raus; überall bieten sich einmalige Eindrücke und es herrscht ein buntes internationales Treiben. Fans und Teams vermischen sich und es wird geschraubt, gefachsimpelt und gefeiert.

Den Auftakt zum Rennwochenende bildete wie in jedem Jahr am Freitagabend die Fahrerpräsentation in der sogenannten »Postkurve«. Eine besondere Ehre wurde hier Ewald Dahms aus Norderstedt zuteil. Der Gespannpilot hat bisher an allen Austragungen des Schottenring-Grand-Prix teilgenommen und wurde für seine 30. Teilnahme geehrt.

Die sogenannte Vintage/Postvintage-Klasse, in der Maschinen aus der Zeit von 1920 bis 1949 startberechtigt sind, gingen am Samstag als erste Kategorie auf den 1,4 km langen Stadtrundkurs. Darunter auch der Laubacher Bernd Alber mit seiner BMW R50 S von 1967 und der Gießener Klaus Jung mit seiner 62 Jahre alten BSA Goldstar.

Im Rahmen der deutschen historischen Meisterschaft (DHM) gehen die Fahrer der italienischen Marke Laverda in einem eigenen Cup an den Start. In diesem Jahr zählte auch Schotten zu den Austragungsorten, und so konnten die Zuschauer 13 Laverdas auf der Strecke bestaunen. Einen weiteren Sonderlauf gab es für die Marke MZ Maico. Mit 35 Startern bildeten die Clubsport-Klassen das größte Starterfeld. Getrennt nach Hubraum, starteten die Piloten auf der Vogelsbergstraße zu den jeweils 15-minütigen Rennen.

In der sogenannten Schnapsglas-Klasse gingen die in den 70er und 80er Jahren beliebten Maschinen mit nur 50 ccm Hubraum an den Start. Nachdem er im vergangenen Jahr wegen technischer Probleme nicht zum Fahren gekommen war, spulte Johannes Hensel aus Wölfersheim in diesem Jahr seine Runden ohne Probleme ab. Er ging in der Meisterklasse mit einer wunderschönen MV Agusta Ipotesi von 1968 auf die Piste. Der Langgönser Toni Schneider brachte mit seiner Ernst-MAG 500 S aus dem Jahre 1926 eine der ältesten Maschinen an den Schottenring. Für insgesamt über 200 Maschinen schwenkte Rennleiter Manfred Hirth, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum als Rennleiter feiern konnte, die Startflagge.

Ein besonderes Highlight sind immer die Rennen der Gespanne. Die Bandbreite war auch in diesem Jahr wieder groß. Zu den Artisten auf drei Rädern zählte auch der Laubacher Bernd Albert mit Jann Philipp Wagner aus Schotten, der im Beiwagen das Gefährt auf Kurs hielt. Mit Stephan und Jan Hilberg auf der BMW R69S begeisterte ein weiteres Vogelsberg-Duo die Fans. Mit einer sogenannten Haller-BMW drehten Ralf Becker und Sascha Pfeiffer aus Wetzlar ihre Runden im Sonderlauf Gespanne.

Die Königsklasse auf drei Rädern sind die Sidecars der Formel-1-Klasse. Die 200 PS starken und bis zu 290 km/h schnellen Geschosse präsentierten sich extrem lautstark und spektakulär den Zuschauern in einem eigenen Sonderlauf. Bei bestem Wetter schafften es die Verantwortlichen auch im Jubiläumsjahr, einen großen Bogen von den Anfängen des Motorradsports bis in die Moderne zu spannen.

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