24. Mai 2018, 07:00 Uhr

Letztes Heimspiel

Tiefenentspannter Abschied in Wetzlar

Die HSG Wetzlar bestreitet heute gegen den TBV Lemgo (19 Uhr, Rittal-Arena) das letzte Heimspiel der Saison. Mit dem Abstiegskampf hatten die Grün-Weißen einmal mehr nichts zu tun.
24. Mai 2018, 07:00 Uhr
Die HSG Wetzlar verabschiedet sich heute gegen den TBV Lemgo für die Handball-Saison 2017/18 von ihrem Bundesliga-Heimpublikum in der Rittal-Arena. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Trotz der zuletzt mäßigeren Auftritte ist Partystimmung angesagt. Ab 17.30 Uhr ist der Biergarten vor der Arena geöffnet, für Kurzentschlossene gibt es noch 200 Stehplatztickets – und auch nach der Partie und der Verabschiedung von gleich sieben Bundesliga-Handballern (GAZ von Mittwoch) wird noch Zeit für das eine oder andere Resümee bleiben. Die HSG Wetzlar hat fernab aller Abstiegsplätze und mit dem Erreichen des DHB-Pokal-Final 4 abermals eine herausragende Spielzeit hinter sich und wiederholt den x-ten Umbruch erfolgreich bewältigt.

Die Ausgangslage: Mit einem Heimsieg können die Wandschneider-Schützlinge nach Punkten mit den Lipperländern gleichziehen. Im Hinspiel machten die Buric und Co. eine gute Figur, mussten sich kurz vor Weihnachten aber 26:28 geschlagen geben. Das Torverhältnis spricht für die HSG, der es im Falle eines Abschlusserfolges beim TVB Stuttgart sogar noch gelingen könnte, Lemgo in der Tabelle wieder zu überflügeln. Für Wetzlars Trainer Kai Wandschneider ist es indes »kein Zufall, das Lemgo da steht, wo es steht. Sie haben sich enorm weiterentwickelt«.

Die Ostwestfalen streben nach drei Spielzeiten im Tabellenkeller und der Konsolidierung unter Trainer Florian Kehrmann in dieser Spielzeit endlich wieder einen Platz unter den ersten Zehn an. Mit einem Sieg in Wetzlar und zum Abschluss gegen N-Lübbecke wäre das Ziel erreicht.

Das Personal: Jannik Kohlbacher am Kreis und Philipp Pöter auf der Rückraummitte stehen der HSG Wetzlar nach ihrer jeweiligen OP in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung. Damit Anton Lindskog nicht über 60 Minuten Abwehr/Angriff spielen muss, rückt Hendrik Schreiber in den Kader auf und könnte optional sowohl am Kreis als auch im Aufbau aushelfen. Taktisch würde Olle Forsell-Schefvert neben Filip Mirkulovski die Spielmacherposition besetzen.

Beim TBV Lemgo werden weiter der schwedische Torhüter Peter Johannesson sowie der junge Rückraumlinke Jari Lemke fehlen, für die verletzungsbedingt die Saison bereits beendet ist. Der Kader von Trainer Florian Kehrmann ist aber ausgeglichen genug besetzt, um diese Ausfälle zu kompensieren, wie das knappe 27:31 an Pfingstsonntag gegen Rekordmeister Kiel gezeigt hat.

Die tragenden Säulen: Bei der HSG Wetzlar ganz klar Torhüter Benjamin Buric, der Abwehr-Innenblock mit Anton Lindskog/Olle Forsell-Schefvert und das schnelle Umschalten über die Flügel mit Kasper Kvist und Kristian Björnsen sowie die wiedererlangte Siebenmeter-Effektivität von Maximilian Holst.

Beim TBV Lemgo haben die Neuverpflichtungen Fabian van Olphen und Isias Guardiola das Team an exakt den notwendigen Stellen stabilisiert. In der 6:0-Abwehr ist 2,02-m-Hüne Christian Klimek ein wesentlicher Faktor, dahinter steht mit Johannesson/Wyszormirski eines der stärksten Torhüter-Duos der Liga. Andrej Korgut und Goran Suton – gerade ins Nationalteam berufen – ziehen auf der Mitte die Fäden, Rückraum-Linkshänder Donat Bartok ist für die einfachen Treffer zuständig und auf den Außen sorgen Patrick Zieker und Tim Hornek für Gefahr – ganz abgesehen vom wiedererstarkten Kreisläufer Christoph Theuerkauf.

Das sagen die Klubs: »Wir benötigen auf den Halbpositionen eine Steigerung«, spricht Kai Wandschneider (HSG Wetzlar) die Schwachpunkte der letzten Wochen an, »wir brauchen einfach die Tore aus dem Rückraum, damit die gegnerische Deckung rauskommt.« Es war nicht alles schlecht im April und Mai, wie u. a. die Siege gegen Melsungen und Hannover-Burgdorf gezeigt haben, »aber uns fehlt einfach auch ein wenig die Cleverness in der Crunchtime«.

Kerstin Diekmann, Pressesprecherin des TBV Lemgo, bekräftigt, »dass wir natürlich gerne auf Platz neun abschließen würden. Das ist ganz klar im Hinterkopf, nachdem wir im Vorjahr ja erst fünf Minuten vor Zwölf den Klassenerhalt geschafft haben«. Allerdings verweist sie auf »die Heimstärke von Wetzlar und Taktikfuchs Kai Wandschneider, der sich bestimmt wieder was einfallen lassen wird«. Diekmann: »Die Tabellenkonstellation macht die Partie noch einmal reizvoll. Für alle Beteiligten.«

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