20. April 2018, 09:10 Uhr

Brisanz zur Primetime

TV Hüttenberg will gegen HC Erlangen nachlegen

Der TV 05/07 Hüttenberg erwartet am Samstagabend in der Handball-Bundesliga den HC Erlangen – und bei dem sitzt ein im Mittelhessischen lange Zeit gerne gesehener Trainer auf der Bank.
20. April 2018, 09:10 Uhr
Nach ihrem Auswärtscoup bei MT Melsungen wollen Dominik Mappes (22) und der TV Hüttenberg am Samstagabend im Heimspiel gegen den HC Erlangen zwei weitere Pluspunkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Die Vorzeichen scheinen wie gemacht für einen großen Handballabend. Endlich wieder einmal ein Heimspiel am Samstag, den ersten Auswärtssieg als – wenn überhaupt möglich – weiteren emotionalen Kick und einen mehr als interessanten Gegner. Die Begegnung des 29. Spieltages der DKB-Handball-Bundesliga zwischen dem TV 05/07 Hüttenberg und dem HC Erlangen, die um 20.30 Uhr in der Gießener Sporthalle Ost angepfiffen wird, birgt einiges an Brisanz zur Primetime.

Die besonderen Personalien: Von denen gibt es einige. An erster Stelle natürlich das Wiedersehen mit Ex-Trainer Adalstein Eyjolfsson. Der Isländer hatte den TVH aus der dritten in die erste Liga geführt. Sein überraschender Wechsel zum fränkischen Ligakonkurrenten, der Dank Ausstiegsklausel und Zahlung einer Ablösesumme Knall auf Fall über die Bühne ging, hat natürlich in und um Hüttenberg für einige Verärgerung gesorgt – aber auch die Mannschaft in einer wichtigen Phase irritiert, sodass zwei vermeidbare Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten aus Stuttgart und Gummersbach folgten. Zudem wird das Hüttenberger Eigengewächs Dominik Mappes im Sommer seinem Ex-Trainer in die Metropolregion folgen. Dass der Weggang des 23-Jährigen ein schwerer sportlicher Verlust für die Mittelhessen sein wird, steht außer Frage. Der Rückraumspieler könnte auf Dauer der verlängerte Arm von Eyjolfsson in Franken werden. So wie es Tomáš Sklenák in insgesamt acht gemeinsamen Jahren mit dem Trainer in Eisenach und Hüttenberg war.

Der TV Hüttenberg geht in der Bundesliga in kein Spiel als Favorit. Man muss eine gute Leistung bringen, dann geht etwas

Trainer Emir Kurtagic

Die Formkurven: Beim TVH musste man – nach drei Unentschieden in Lübbecke, gegen die HSG Wetzlar und in Stuttgart – bei den zwei hohen Heimniederlagen gegen die Spitzenteams aus Hannover und Meister Rhein-Neckar Löwen befürchten, dass sich der Substanzverlust durch den geschrumpften Kader bemerkbar macht. Mit dem 28:26-Auswärtscoup in Melsungen am vergangenen Sonntag hat man sich aber eindrucksvoll im Abstiegsendkampf zurückgemeldet; mit dem die Gäste nichts mehr zu tun haben sollten. Rang 13 entspricht zwar nicht unbedingt den Erwartungen beim HC, was auch zum frühen Trainerwechsel führte. Sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den aktuell der TVH innehat, sollten aber bei sechs noch ausstehenden Spielen ein sicheres Polster sein. Zumal der 34:28-Heimsieg gegen den Fünften Hannover-Burgdorf am letzten Wochenende ebenfalls ein starkes Signal war.

 

Ohne Stefan, Lipovina und Sicko

Die Ausfälle: Weiterhin muss TVH-Trainer Emir Kurtagic auf dir Rückraumakteure Tim Stefan, Vladan Lipovina und Szymon Sicko verzichten, für die wohl wieder die Nachwuchsspieler Johannes Klein und Tim Lauer im Kader stehen werden. »Wir haben noch ein paar Blessuren aus dem Melsungen-Spiel, aber das sollte bis Samstag kein Problem sein.« Bei Erlangen fällt erneut Rechtsaußen Johannes Sellin aus. Der Europameister hat sich einen Sehnenabriss im linken Oberschenkel zugezogen, sodass für ihn die Saison beendet ist. Zudem fehlt Kreisläufer Jan Schäffer wegen einer langwierigen Schulterverletzung.

Die Erwartung: »Die zwei Punkte in Melsungen waren sehr, sehr wichtig. Die waren nicht eingeplant, nehmen uns etwas den Druck. Jeder spricht bei den kommenden Partien von Muss-Spielen. Aber das kann man sich nicht aussuchen: Es gibt im Handball keine Spiele, die man garantiert gewinnt oder verliert. Und der TV Hüttenberg geht in der Bundesliga in kein Spiel als Favorit. Man muss eine gute Leistung bringen, dann geht etwas«, will Kurtagic die vielen Hochrechnungen für die letzten sechs Spiele nicht mitmachen. Zudem hat das Erlangen-Spiel für ihn, »und ich denke auch für meine Spieler«, keine besondere Brisanz. »Es ist ein halbes Jahr her, seit der ehemalige Trainer gegangen ist. Beide Mannschaften haben mittlerweile unterschiedliche Voraussetzungen. Ich gehe davon aus dass es ein hart umkämpftes Spiel wird, denn der ehemalige Trainer wird sich sicherlich gut präsentieren wollen.«

 

Hoffen auf Fan-Unterstützung

Unterstützung: Mitte der Woche waren bereits über 2000 Tickets verkauft, auch die Gäste werden etliche Fans mitbringen. Eine hoffentlich ausverkaufte Osthalle wäre eine wichtige Unterstützung für die Blau-Weiß-Roten beim Unterfangen, die nächsten Punkte für den Klassenerhalt zu verbuchen.

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