15. Februar 2019, 23:02 Uhr

TV Hüttenberg

TV Hüttenberg verliert erneut

Handball-Zweitligist TV Hüttenberg verliert am Freitagabend erneut. Trainer Emir Kurtagic findet klare Worte: "Ich habe meine Mannschaft gefragt, ob sie alles für den Verein tun."
15. Februar 2019, 23:02 Uhr
Christian Rompf und sein TVH verlieren auch in Dormagen. (Foto: Vogler)

TV 05/07 Hüttenberg


Der Restart in die 2. Handball-Bundesliga nach der WM-Pause ist missglückt. Nach der Niederlage am Vorwochenende gegen das Spitzenteam aus Nordhorn-Lingen ging der TV 05/07 Hüttenberg auch gestern Abend leer aus. Mit 21:20 (12:8) knüpfte Aufsteiger TSV Bayer Dormagen dem TVH, der nun wieder näher an die Abstiegsplätze rutscht, zum zweiten Mal in dieser Saison beide Punkte ab.

Die Zuschauer im TSV Bayer Sportcenter sahen eine torarme Begegnung. So dauerte es bis zur siebten Minute, ehe Tomás Sklenák mit dem ersten Gäste-Treffer zum 1:1 ausgleichen konnte. Bereits in dieser Anfangsphase deutete sich an, dass es nicht der Tag von Hüttenbergs Halblinken Markus Stegefelt werden sollte, der gleich zweimal an der Torumrandung des Dormagener Tores scheiterte. Zudem konnte er später auch einen Siebenmeter nicht am starken Sven Bartmann im Dormagener Kasten vorbeibringen, sodass der Schwede bei sechs Versuchen in der ersten Hälfte erfolglos blieb.

In der bereits zehnten Minute konnte Moritz Lambrecht zwar zum 3:2 für den TVH einwerfen, es sollte aber die einzige Führung bleiben. Denn nach dem 4:4 durch Rechtsaußen Tobias Hahn nach einer Viertelstunde, der genauso wie Christian Rompf nach Grippe einsatzfähig war, setzte sich Bayer schnell zum 7:4 durch Carl Lofström ab. Weiter agierten die Gäste im Angriff zu drucklos und fehlerbehaftet. Zudem wurden immer wieder beste Einwurfchancen – zum Teil fahrlässig – ausgelassen. Folglich mussten die Blau-Weiß-Roten mit einem 8:12-Rückstand in die Kabine.

Und es sollte auch nach dem Wechsel nicht besser werden. Hatte Dormagen im Hinspiel den TVH noch mit einer sehr offensiven 3:2:1-Deckung geärgert, fanden die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim dieses Mal nur wenige Lücken in der beweglichen 6:0-Deckung. Aber auch in der Abwehr war man, trotz nur 21 Gegentreffer, in einigen Situationen nicht aufmerksam genug. So erhöhte Bayer in der 43. Minute bereits auf 17:11 durch Nuno Rebelo. Nun erst wachten die Gäste so langsam auf. Nikolai Weber steigerte sich im Tor deutlich und der TSV wurde im Angriff etwas fahriger gegen die sich weiter öffnende TVH-Deckung.

Doch weiter ließ Hüttenberg in wichtigen Situationen beste Chancen ungenutzt. Zudem kassierte man in Überzahl das durchaus vermeidbare 20:17 durch Junioren-Nationalspieler Lukas Stutzke, der in der kommenden Saison Mannschaftskollege von Ragnar Jóhannsson beim Erstligisten Bergischer HC sein wird. Doch der TVH kämpfte nun und ein Doppelschlag von Tomás Sklenák stellte den 19:20-Anschluss in der 56. Minute her. Bayer wankte und musste die letzten beiden Spielminuten zudem in Unterzahl agieren. Doch ein technischer Fehler von Zintel brachte den Ball zurück zu den Gastgebern, die aber ebenso den Ball vertändelten und somit den 20:20-Ausgleich durch Tobias Hahn per Siebenmeter ermöglichten. Aber Bayer nutzte sieben Sekunden vor dem Ende den finalen Angriff zum 21:20-Siegtor durch Linksaußen Ian Hüter.

»Wir haben verdient verloren. Alleine in Überzahl sind wir vier Mal nicht in der Lage diese zu nutzen«, gestand ein tief enttäuschter TVH-Trainer Emir Kurtagic ein. »Wir haben leider gezeigt, dass wir nicht bereit sind für solche Spiele. Wir lassen die letzte Konsequenz in unseren Aktionen vermissen. Ich habe meiner Mannschaft in der Kabine gesagt, dass sie sich Gedanken machen sollen, ob sie alles für den Verein tun.« Klare Worte, die nach dieser Leistung auch angebracht waren.

TSV Bayer Dormagen: Broy, Bartmann; Reuland, Pyszora, Eggert (2), Thomas, Löfström (2), Ian Hüter (2), Köster, Rebelo (1), Richter, Patrick Hüter, Jagieniak, Morante Maldonado (3), Stutzke (3), Wieling (8/3).

TV Hüttenberg: Nass, Weber; Belter, Sklenák (5), Lambrecht (2), Rompf (3), Zörb (1), Fernandes, Jóhannsson (3), Stegefelt (1), Mubenzem, Hahn (5/3), Zintel, Klein.

SR: Krüger/Schmidt (Flensburg) – Zuschauer: 1432 – Zeitstrafen: 10 – 4 (Strafminuten) – Siebenmeter: 5/3 – 4/3.

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