21. Dezember 2017, 23:32 Uhr

Hüttenberg

TV Hüttenberg ohne Punkte zum Fest

Der TV 05/07 Hüttenberg konnte sich gestern Abend nicht vorzeitig beschenken. Zum Rückrundenauftakt gab’s eine 20:24 (8:13)-Heimniederlage gegen den SC DHfK Leipzig.
21. Dezember 2017, 23:32 Uhr
Ausgebremst: Hüttenbergs Tomàs Sklènak (am Ball) kommt gegen Leipzigs Bastian Roscheck nicht durch und verliert mit seinem TVH in der Osthalle letztlich auch die Partie. (Foto: Friedrich)

TV 05/07 Hüttenberg


Der erste Schock erreichte den TVH schon vor dem Anpfiff mit der Kunde des deutlichen Sieges des TuS N-Lübbecke gegen GWD Minden, mit dem man vor dem Anpfiff wieder auf einem Abstiegs-platz abgerutscht war. Und dieser wirkte offenbar nach. Die Hausherren fanden überhaupt nicht ins Spiel. Im Angriff wurde der Ball zwar mit Tempo gespielt. Dies reichte aber nicht gegen eine kompakte und enorm bewegliche Leipziger Deckung. Hinter der zudem der Ex-Hüttenberger Milos Putera gleich die ersten beiden Hüttenberger Versuche entschärfte.

Leipzig dagegen nahm von Anfang an seine Favoritenrolle an und zeigte warum man mit 23:11 Punkten die Vorrunde auf Tabellen-platz sechs abgeschlossen hat. Da das Hüttenberger Angriffsspiel zudem zu hektisch und wenig zielgerichtet war, hatte der SC keine Mühe, schnell mit 4:0 in Front zu gehen. Getroffen hatte Mittelmann Niclas Pieczkowski, der zum Kreis aufgelöst hatte. »Wir werfen in der Anfangsphase zum wiederholten Mal zu naiv«, war Emir Kurtagic ein wenig ratlos. »Das Polster von 1:7 ist dann natürlich schwer zu drehen. Das ärgert mich ein wenig.«


Erster Treffer nach neun Minuten

Erst in der neunten Minute konnte Sebastian Roth endlich den ersten TVH-Treffer erzielen. Doch auch danach blieb es im Angriff zäh und so konnte Kreisläufer Mario Fernandes erst nach einer Viertelstunde den zweiten Treffer zum 2:7 anbringen. Kurz zuvor versuchte Emir Kurtagic mit der Hereinnahme des zuletzt wegen einer Handverletzung fehlenden Regisseurs Dominik Mappes mehr Struktur ins eigene Angriffsspiel zu bringen. Da Kapitän Matthias Ritschel neben einer Strafwurf-Parade gegen Yves Kunkel nun auch weitere Leipziger Geschosse entschärfte, konnten die Blau-Roten in der 21. Minute auf 5:9 verkürzen.
 

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Doch die Gäste konterten sofort mit einem 3:0-Lauf. Dominik Mappes per Siebenmeter und mit einem Rückraumtreffer konnte dann aber wenigstens noch zum 8:13-Pausenstand verkürzen.

Nach Wiederanpfiff nutzte der im zweiten Abschnitt mehr Torgefahr ausstrahlende Vladan Lipovina eine Überzahl um weiter auf 9:13 zu verkürzen. Doch Leipzig konnte sich offensiv weiter auf Pieczkowski verlassen, der nicht nur das Spiel seiner Mannschaft steuerte, sondern auch zum 15:10 mit einem satten Wurf in den Winkel traf. Da danach Christian Rompf für zwei Minuten auf das Sünderbänkchen musste, konnte Leipzig seine Überzahl aber sofort konsequent nutzen und der Halblinks Aivis Jurdzs erhöhte in der 41. Minute auf 18:11.


Premiere des neuen Maskottchens Rollo

Weiter gelang es den Gastgebern bei der Premiere des neuen Maskottchens Rollo nicht im Angriff zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. »Die Leipziger Abwehr hat uns immer unter Druck gesetzt und unsere Fehler provoziert«, musste Emir Kurtagic nach Spielende anerkennen.



Dennoch versuchten die Hüttenberger noch einmal das Spiel zu drehen und nötigten Gäste-Trainer André Haber nach dem 15:19 durch Lipovina in der 48. Minute zur Auszeit. Doch erneut Pieczkowski und Linkshänder Andreas Rojewski nach einer starken Körpertäuschung verschafften Leipzig Luft mit dem 21:15. Beim Treffer zum 17:21 konnte Dominik Mappes dann endlich einmal einen mit Druck durchgespielten Angriff abschließen. Doch es sollte trotzdem nicht reichen für die Gastgeber. Nach weiteren Toren von Lipovina und Moritz Lambrecht setzte Lucas Krzikalla den Schlusspunkt zum 24:20-Auswärtssieg der Leipziger.

Niclas Pieczkowski, Man of the Match, fasste nach dem Spiel den Sieg trefflich zusammen. »Wir haben das Spiel von Anfang bis Ende kontrolliert. In der ersten Halbzeit im Angriff und nach dem Wechsel in der Deckung.«

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan, Sklenák (2) , Lambrecht (1), Wernig, Rompf (1), Zörb (1), Fernandes (1), Jóhannsson, Sicko, Roth (1), Mappes (6/3), Hofmann (1), Hahn, Lipovina (6).

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Putera; Semper (2), Rojewski (3), Jurdzs (4), Krzikalla (3), Binder, Pieczkowski (6), Kunkel (5/2), Roschek, Rivesjö, Strosack, Meschke, Milosevic (1).

Steno: SR: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen) – Zuschauer: 2103 – Zeitstrafen: 4 – 10 (Strafminuten) – Siebenmeter: 5/3 – 3/2.

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