24. August 2018, 23:16 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg nimmt Favoritenrolle an

24. August 2018, 23:16 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg


Doch noch Handball-Bundesliga? Wenn am heutigen Samstag zur einst gewohnten Anwurfzeit um 19.30 Uhr der TV 05/07 Hüttenberg den EHV Aue empfängt, könnte man es fast glauben. Denn die ersten drei Heimspiele werden die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim in der letztjährigen Heimstätte, der Sporthalle Ost in Gießen, austragen. Genauso wie auch drei der letzten vier Saison-Begegnungen. Dennoch ist es »nur« noch Liga zwei. Und somit werden die Sky-Kameras fehlen.

Fehlen werden aber hoffentlich nicht die Zuschauer, denn genau für die hat man diese Entscheidung im TVH-Management getroffen. »Wir haben es geschafft, in der letzten Saison innerhalb von nur wenigen Wochen eine absolute Heimspiel-Atmosphäre in einer doch fremden Halle zu schaffen. Dabei hat der TV Hüttenberg in und um Gießen viele neue Fans und Sponsoren gewinnen können. Diese Partnerschaften wollen wir jetzt unbedingt weiter ausbauen und daher auch in Zukunft am Handball-Standort Gießen festhalten«, begründet Hüttenbergs neuer Geschäftsführer Fabian Friedrich diese Maßnahme. Dessen Kollege Lothar Weber – aber nicht nur er – durch den Abstieg nun auch wieder in den Genuss von Samstagabend-Spielen kommt.

»Es wird Zeit, dass es losgeht.« spricht Emir Kurtagic, der seit Dienstag 38 Jahre alte TVH-Trainer, sicherlich vielen Fans aus dem Herzen. Und seinen Spielern bestimmt auch. »Ich bin relativ froh, dass die Vorbereitung rum ist.« Eine Zeit, die zwar jeder als notwendig ansieht, aber meist ungern bewältigt.

Beide Mannschaften konnten die Generalprobe am Pokalwochenende teilweise erfolgreich gestalten. Während der TVH das Halbfinale nach einer dominanten Dreiviertelstunde am Ende eigentlich zu knapp mit 29:26 gegen den Ligakonkurrenten HC Elbflorenz gewann, setzte sich der EHV zu Hause gegen Drittligist HSG Rodgau/Nieder-Roden mit 23:21 durch. Zum Weiterkommen reichte es aber für beide Teams nicht. Während Aue gegen die HSG Wetzlar beim 18:28 chancenlos war, musste Hüttenberg die Überlegenheit von Pokalver-teidiger Rhein-Neckar Löwen beim 29:38 anerkennen.

»Am Samstag habe ich vielleicht zum Ende hin auch ein wenig zu viel gewechselt«, gab sich TVH-Trainer Emir Kurtagic eine Mitschuld daran, dass das Spiel gegen Dresden knapper wurde als nötig. »Am Sonntag gegen die Löwen konnten wir sehen, dass wir auf einem hohen Niveau spielen können. Das war im Großen und Ganzen ein gutes Wochenende. Wir haben vieles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Nun wissen wir, wo wir stehen und was wir weiter verbessern müssen«, trat der Hüttenberger Coach am Sonntag doch durchaus zufrieden die Heimreise mit seinem Team an.

Nun heißt es, die guten Pokalauftritte mit in die Runde zu nehmen. Die Gäste aus dem Erzgebirge befinden sich im Umbruch und mussten im Sommer sieben gestandene Zweitligaspieler ziehen lassen. Ungewöhnlich war auf alle Fälle ein Teil der Vorbereitung des EHV, der zehn Tage in Japan verbrachte. »Aue hat einige erfahrene Spieler und spielt geduldig. Das wird kein Selbstläufer«, schätzt Kurtagic den Gegner ein.

Um aber die Favoritenrolle, die man dem Erstligaabsteiger natürlich zuweist, nicht von sich zu weisen. »Das ist eine schöne Sache und wir nehmen diese Rolle an. Aber wir müssen von Anfang an konzentriert auftreten und unsere Leistung abrufen. Nun gibt es keine Experimente mehr. Jetzt müssen wir unseren Matchplan umsetzen.« Zum Saisonstart wird auch der zuletzt krank fehlende Torwart Fabian Schomburg mit an Bord sein.

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