11. März 2018, 21:57 Uhr

Hüttenberger Darwinismus

Struggle for life

Handball-Bundesligist TV 05/07 Hüttenberg wächst im Kampf um den Klassenerhalt weiter über sich hinaus.
11. März 2018, 21:57 Uhr
Stark am Kreis: Mario Fernandes (17) beschäftigte permanent die Wetzlarer Abwehr um Joao Ferraz. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Was die Bundesliga-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg mit der Evolutionstheorie von Charles Darwin zu tun haben, belegten sie der ausverkaufen Sporthalle Ost und bundesweit dem TV-Publikum auf Sky mit den staunenden Handball-Ikonen Martin Schwalb und Stefan Kretzschmar. Der »Struggle for Life« um überlebenswichtige Bundesliga-Punkte ist für den Aufsteiger noch lange nicht zu Ende. Neun Punkte auf dem Konto – aktuell nur zwei hinter TuS N-Lübbecke und damit auf das rettende Ufer – und noch zehn Spiele vor der Brust, hat das Team von Trainer Kurtagic noch immer alle Chancen auf den Ligaerhalt.

Von der ersten Minute an suchten die Hüttenberger den Körperkontakt, das aggressive Eins-gegen-eins, versuchten Lauf- und Passwege der Wetzlarer zu (zer)stören. Vorne auf der Eins in der 3:2:1-Abwehrformation stellte sich Moritz Lambrecht wie ein Wikinger in den Wetzlarer Wind und verdiente sich Bestnoten; im eigenen Angriff investierte der TVH aufgrund der personell fehlenden Unterstützung aus der Distanz weit mehr als 100 Prozent. Als sich das Publikum sieben Minuten vor Schluss bereits von den Sitzen erhob und die Mappes und Co. nach dem 20:21-Anschluss nach vorne peitschte, durften sich die Gastgeber in diesem Derby bereits als »Sieger der Herzen« fühlen.

Angelehnt an Darwins »Survival of the Fittest« sind die Hüttenberger Hoffnungen auf den Ligaerhalt gar nicht so abwegig. Was die dezimierte Kurtagic-Truppe zuletzt in Lübbecke und nun gegen Wetzlar an »Moral, Kraft und Konzentration« ablieferte, überstieg bereits die Vorstellungskraft so mancher Handball-Experten. Wetzlars Trainer Kai Wandschneider rückte exakt diesen Aspekt in den Mittelpunkt: »Ich weiß nicht, wie Emir das TVH-Team konditionell so stark hinbekommt. Das war ein fantastischer Kampf von Hüttenberg. So muss man im Derby antreten, so muss Handball sein!«

Mit dem Hüttenberger Darwinismus zum Erstliga-Erhalt. Seit den vergangenen beiden Wochenende ist das keine blanke Theorie mehr.

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