10. Mai 2018, 10:00 Uhr

Tischtennis

Starkes Climbacher Finish zur Meisterschaft

Die SG Climbach hat sich den Aufstieg in die Bezirksliga gesichert - und dankt auch der »Bersroder Hälfte«. Wichtig waren beide Siege gegen den unmittelbaren Verfolger.
10. Mai 2018, 10:00 Uhr
SG Climbach, Meister der Tischtennis-Bezirksklasse 1 und Aufsteiger in die Bezirksliga (hintere Reihe, v. l.): Marcel Mattern, Alexander Stroh, Wolfgang Frick, Stefan Wagner, Nils Zimmer; vorn (v. l.): Max Höfliger, Artur Muchametgariev, Tristan Kutscher. (Foto: se)

»Wir sind ganz überraschend Meister geworden«, muss Marcel Mattern feststellen. Das klingt ein wenig nach Unterstatement des Mannschaftsführers, denn die SG Climbach hatte aufgrund ihres starken Abschneidens in der Vorsaison durchaus zum Kreis der Favoriten in der Tischtennis-Bezirksklasse 1 gehört. Allerdings war die Konkurrenz diesmal recht zahlreich. Da waren zum Beispiel die beiden starken Aufsteiger TTC Gießen-Rödgen, der sich mit Christian Langer verstärkt hatte, und TSF Heuchelheim II. Oder der ambitionierte Bezirksliga-Absteiger TSV Allendorf/Lda. II. Dazukam noch der TSV Beuern, der in der Winterpause mit Peter Waldhardt aus dem Ebsdorfergrund einen spielstarken Neuzugang präsentierte. Die Zahl der Mitbewerber war also nicht klein. Dass die SG Climbach dennoch als Meister der Tischtennis-Bezirksklasse 1 in die Bezirksliga einzieht, spricht für die Qualität der Mannschaft.

Höfliger als starker Neuzugang

Allerdings hatten auch die Climbacher vor Saisonbeginn ihren Kader verbessert. »Mit Max Höfliger hatten wir einen klasse Neuzugang«, erklärt Marcel Mattern, »aber auch mit ihm waren wir kein Favorit auf den Meistertitel.« Dennoch lief es zeitweise prächtig für die SG, die nach der Hinrunde mit einem Punkt Vorsprung auf dem ersten Platz stand. Dabei musste die SG eine 3:9-Heimniederlage gegen Heuchelheim II hinnehmen und büßte mit dem 8:8 in Beuern ebenfalls einen Punkt ein. Mit 21:3 Punkten und als Tabellenführer startete die SG in die zweite Saisonhälfte. »Allerdings sind wir mit 1:5 Punkten verheerend in die Rückrunde gestartet«, berichtete Mattern, »hatten aber zum Glück Schützenhilfe.« Einem 8:8 in Rödgen folgte eine ernüchternde 5:9-Niederlage in Lich und etwas später eine 7:9-Niederlage in eigener Halle gegen den TSV Beuern. »Dann haben wir uns auch wieder gefangen und im weiteren Verlauf der Rückrunde nur noch einen Punkt (8:8 in Heuchelheim) abgegeben.«

Die anderen Begegnungen entschieden die Climbacher mehr oder weniger deutlich für sich. »Das ist als Gejagter nicht immer leicht, insbesondere da wir in den einzelnen Begegnungen nicht immer Favorit waren.« Am Ende wies die SG Climbach bei 18 Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen 39:9 Punkte auf. »Ausschlaggebend war auch, dass wir gegen den Tabellenzweiten TSV Allendorf/Lda. II (38:10 Punkte) zweimal gewinnen konnten.« Am 15. September letzten Jahres siegte die SG in Allendorf/Lda. mit 9:3 und am 1. März in eigener Halle mit 9:5. Damit war, wie sich später herausstellen sollte, der Grundstein zum Titelgewinn gelegt.

Teamgeist herausgestrichen

»Meister wird man nur als Mannschaft«, sagt der Kapitän, »aber herausragend in unserem Team waren Nils Zimmer und Max Höfliger, die einen hohen Anteil am Titel haben.« Die SG Climbach wird auf jeden Fall das Aufstiegsrecht in die Bezirksliga wahrnehmen, wohl wissend, dass es ein recht großer Sprung in die neue Klasse ist. »Wir werden natürlich versuchen, wie vor fünf Jahren nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse, nicht abzusteigen.« Das erste sportliche Ziel für die neue Runde ist also gesteckt.

Die Aufstiegsmannschaft firmiert unter SG Climbach, doch so ganz wird das nicht den Gegebenheiten gerecht, wie Marcel Mattern erklärt: »Im Tischtennissport sind ›noch‹ keine Spielgemeinschaften zulässig, von daher laufen wir seit mittlerweile zehn Jahren als SG Climbach auf. Auf unseren Trikots steht ›TT Freunde Climbach – Bersrod‹. Unsere beiden Vereine – SG Climbach und VfL Bersrod – verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft. Es wurden in der Vergangenheit regelmäßig Freundschaftsspiele ausgetragen, und daraus hat sich das Ganze dann als (stille) Spielgemeinschaft zusammengefunden. Das funktioniert super«, freut sich der Kapitän.

Und so machte die SG Climbach am letzten Spieltag mit dem Sieg über Reiskirchen in der Sport- und Kulturhalle Bersrod ihr Meisterstück. Der Freude über den Titelgewinn hat das nicht ansatzweise geschadet. Die SG ist auch hier zu Hause.

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