09. März 2018, 18:03 Uhr

Sieben Sinne beisammen

09. März 2018, 18:03 Uhr

HSG Wetzlar


Die Anspannung vom Stuttgart-Spiel ist weg, die Niederlage in Flensburg verdaut. Nach drei Stunden Schlaf hat sich der Kapitän der HSG Wetzlar, Nikolai Weber, unseren Fragen zum Derby gestellt.

Das Derby zwischen dem TVH und der HSG ist für Sie zu einem ganz besonderen geworden. Sie treten mit ihrem jetzigen gegen ihren zukünftigen Club an. Mit welchen Gedanken geht man in so ein Spiel?

Weber: »Erst mal muss ich sagen, dass das letzte Derby in Gießen 2011 war. Das ist, verdammt nochmal, schon wieder sieben Jahre her. Das ist aufgrund unserer damaligen Situation, wir hatten großen Druck und einen Umbruch in der Vereinsführung, noch so präsent. Auch jetzt ist das eine spezielle Nummer, denn der TVH hat nicht mehr so viele Chancen, Punkte zu holen. Das ist für Hüttenberg ein weiteres Endspiel. Wer mich kennt, der weiß, ich bin sehr loyal gegenüber dem Verein, bei dem ich einen Vertrag habe. Daher gilt es Wiedergutmachung zu leisten. Den Punkt aus dem Hinspiel haben sie sich verdient. Insofern ist es ganz klar, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen.«

Wo sehen Sie die Knackpunkte?

Weber: »Ich glaube, die werden uns sehr nerven. Die große Problematik ist, dass man gegen so eine junge, schnelle Truppe, die extrem lange den Ball vorne hält und diszipliniert auf ihre Chancen wartet, dazu neigt, die Nerven zu verlieren. Die sind gut im Eins-gegen-Eins, da gilt es Geduld zu bewahren. Das wird ein Spiel, das wahrscheinlich doppelt so lange dauert, als man das eigentlich gewohnt ist. Da stehst du hinten im Tor, wanderst von links nach rechts und es ist schon wieder eine Minute rum und nichts passiert. Dann kommt plötzlich so ein Schlagwurf um die Ecke geballert und du denkst, wo kommt denn der jetzt her? Wir müssen uns unserer Stärken besinnen und konzentriert agieren. Deswegen bin ich guter Dinge, dass wir unsere sieben Sinne beisammen haben.«

Wie wichtig ist das Derby für die Region?

Weber: »Ich glaube, dass die allerwenigsten damit gerechnet haben, dass Hüttenberg in Wetzlar einen Punkt holt. Das belebt die Region. Es wäre blöd gewesen, wenn das Ding mit zehn Toren für uns ausgegangen wäre. Jetzt sind die Vorzeichen so, dass keiner weiß, wie das Spiel ausgeht. Dementsprechend hat ganz Mittelhessen Bock auf dieses Spiel. Insofern ist das eine wichtige Nummer für die Region. Wenn ich jetzt nur drüber schwätze, kriege ich Gänsehaut, das ist einfach geil. Von mir aus kann alle zwei Wochen mal ein Derby sein, weil es einfach Spaß macht. Deshalb wäre es natürlich sensationell, wenn der TVH die Liga halten könnte.

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