09. September 2018, 20:47 Uhr

SCW schafft Sensation

09. September 2018, 20:47 Uhr
Nicolas Strack (r.) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für den SC Waldgirmes. Dahinter müssen Marcel Wilke und Markus Auer (20) den Rückstand verkraften. (Foto: ras)

Mit einer starken Vorstellung hat der SC Waldgirmes für eine große Überraschung in der Fußball-Hessenliga gesorgt: Den FC Bayern Alzenau, der zuvor alle seine sieben Ligaspiele gewonnen hatte, bezwangen die Lahnauer am Samstag mit 3:1 (1:0). Und leisteten so ganz nebenbei dem Spitzenreiter FC Gießen Nachbarschaftshilfe. SCW-Trainer Daniyel Bulut freute sich nach dem Heimsieg vor 400 Zuschauern gegen den Tabellenzweiten: »Du musst in dieser Liga punkten, die Teams unten machen es auch. Deshalb bin ich einfach nur froh.«

Die Waldgirmeser zeigten gegen eines der Topteams der Liga nach zuvor drei Niederlagen in Serie eine starke läuferische und kämpferische Leistung und leisteten sich in Vergleich zu den vorangegangenen Begegnungen keine Aussetzer in der Defensive. Bulut hatte seine Mannschaft um- gebaut und in der Abwehr diesesmal nicht auf eine Fünfer-, sondern auf eine Viererkette gesetzt. Dafür rückte Nicolas Strack aus der Defensive in den Sturm und dankte es seinem Trainer mit dem Treffer zum 1:0. Strack verwertete in der 35. Minute nach einer schnellen Kombination eine feine Hereingabe von Geller zur Führung. Schon kurz zuvor hatte Tolga Duran eine gute Möglichkeit für die Gastgeber vergeben, als er von der Strafraumgrenze abzog, sein Schuss aber zu zentral platziert war. Und was war vom hohen Favoriten zu sehen? Wenig bis gar nichts. Die Bayern hatten in den ersten 45 Minuten nicht eine hochkarätige Möglichkeit. Das lag auch an der guten Defensiv-Einstellung der Lahnauer. »Sicherheit war nach den letzten Partien erst einmal am wichtigsten«, sagte Bulut.

Alzenau kam dann aber schwungvoller aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich – der fiel auch nur 120 Sekunden nach Wiederanpfiff, als ein zweiter Ball im Strafraum zu Patrick Kalata kam, der zum 1:1 einschob. Der FC wollte mehr und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. In der 56. Minute schien es dann so weit zu sein: Einen Seitfallzieher von Alzenaus Salvatore Bari wehrte Torhüter Jan Michael Duehring noch ab, der Nachschuss per Dropkick von Carmelo Quartuccio klatschte an die Latte. So blieb es also beim 1:1, und auf der anderen Seite wäre beinahe das 2:1 für die Waldgirmeser gefallen, als nach einem Konter der eingewechselte Lucas Hartmann auf Duran passte, der aus fünf Metern die Kugel über das Gehäuse setzte. Insgesamt gab es im zweiten Abschnitt mehr Torraumszenen, für den nächsten Treffer musste aber eine Standardsituation herhalten: In der 69. Minute brachte FC-Keeper Ioannis Takidis Strack im Strafraum zu Fall, und Volkan Öztürk verwandelte den Elfmeter zum 2:1 für die Waldgirmeser.

Auf der Gegenseite verpasste Marcel Wilke mit einem Kopfball den neuerlichen Ausgleich für die Gäste, die kurz zuvor vehement einen Foulelfmeter gefordert hatten. Duran war es, der in der 83. Minute nach einem Konter mit dem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung zugunsten der Waldgirmeser sorgte. »Heute können wir endlich wieder gut schlafen«, sagte Bulut augenzwinkernd. Anders hingegen sein Alzenauer Kollege Angelo Barletta: »Das Spiel war von Anfang an sehr zäh. Wir hatten in der ersten Halbzeit keine Torchance. Nach dem Ausgleich hätten wir in Führung gehen müssen«, analyiserte der FC-Trainer, der nüchtern bilanzierte: »Wir haben es durch unsere mangelnde Einstellung nicht verdient, zu gewinnen.«

Waldgirmes: Dühring; Schmidt, Strack (ab 79. Schmitt), Golafra, Öztürk, Azizi (ab 45. Hartmann), Duran, Geller, Schneider, Cost (ab. 77 Fries), Ciraci.

Alzenau: Takidis; Kaiser, Wörner, Calabrese (ab. 85 Sejdovic), Ljubicic, Bari, Quartuccio (ab 63. Cetin), Selishta, Kalata, Auer, Wilke.

Im Stenogramm: SR: Vogel (Frankfurt). – Zuschauer: 400. – Tore: 1:0 (35.) Strack, 1:1 (47.) Kalata, 2:1 (69.) Öztürk (FE), 3:1 (83.) Duran.

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