02. Mai 2018, 22:13 Uhr

RSV will die europäische Krone

02. Mai 2018, 22:13 Uhr
Sie sehen sich beim Final Four in Hamburg im Halbfinale wieder – so wie in der Endspielserie um die deutsche Meisterschaft: Lahn-Dills Brian Bell (M.) sowie Mattew David Scott Bulls (l.) und Jitske Visser (r.) von den Thuringia Bulls. (Foto: ras)

Es ist der Saisonhöhepunkt für den RSV Lahn-Dill, die Chance auf den zweiten Titel in dieser Saison – den des Champions-League-Siegers. Mannschaft und Fans der Mittelhessen fiebern dem Turnier am Freitag und Samstag in der diesjährigen WM-Stadt Hamburg entgegen. Die Hansestadt wird dabei fest in mittelhessischer Hand sein, denn am Wochenende bestreitet Handball-Bundesligist HSG Wetzlar in Hamburg das Final Four um den DHB-Pokal.

In den Halbfinals in der edeloptics-Arena im Stadtteil Wilhelmsburg stehen sich am Freitag zunächst um 17.30 Uhr Titelverteidiger Ilunion Madrid und der letztjährige Finalist Cantu gegenüber, anschließend steigt ab 20 Uhr das Bundesliga-Duell zwischen dem frischgebackenen deutschen Meister RSB Thuringia Bulls und dem deutschen Pokalsieger RSV Lahn-Dill. Am Samstag steigen das Spiel um Platz drei (17 Uhr) sowie das Endspiel der europäischen Königsklasse (19.30 Uhr).

Der RSV Lahn-Dill hat mit der Qualifikation für das Final Four in Hamburg sein vor der Saison gestecktes Ziel bereits erreicht – nun soll das Sahnehäubchen folgen. »Für uns ist nach dem großen Umbruch im letzten Sommer das Erreichen der Runde der letzten vier ein großer Erfolg, den wir zwar angestrebt haben, der aber auch keine Selbstverständlichkeit ist«, freut sich RSV-Manager Andreas Joneck über den Auftritt auf der international großen Bühne. Die Mittelhessen haben dabei in den vergangenen 15 Jahren eine Leistungskonstanz an den Tag gelegt, wie noch kein anderer Verein zuvor in der 43-jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs. Mit Ausnahme von Platz sieben im Jahr 2013 stand der RSV am Ende stets unter den Top drei des Kontinents, erreichte dabei zehnmal das Endspiel der Königsklasse – und gewann sechsmal die Champions League.

Mit den Thuringia Bulls trifft der RSV allerdings schon im Halbfinale auf den Favoriten des diesjährigen Final Four und hat damit einen ganz dicken Brocken auf dem Weg ins Endspiel vor der Nase. »Wenn man in einem europäischen Halbfinale steht, dann will man natürlich auch ins Endspiel. Wir haben das Zeug dazu, auch wenn es ein ganz hartes Stück Arbeit werden wird«, schätzt Joneck die Lage im Vorfeld ein. Dass der RSV das Potenzial dazu hat, steht außer Frage, denn bereits in der RBBL-Hauptrunde Ende Januar und im Halbfinale um den DRS-Pokal gelang dem Team ein Erfolg gegen die Thüringer, die ihrerseits die Endspielserie um den nationalen Titel eindrucksvoll gegen die Hessen gewannen.

Der Weg nach Hamburg war dabei für den RSV ein langer – am Wochenende bestreitet der RSV die Pflichtspiele Nummer 36 und 37 der laufenden Saison. Die Konkurrenz konnte teils deutlich Kraft sparen. Vor allem die beiden letztjährigen Finalisten Unipol Briantea 84 Cantu aus Italien und der spanische Meister CD Ilunion Madrid waren aufgrund der Endspielteilnahme im Vorjahr direkt für das Viertelfinale qualifiziert und durften dieses zu Hause bestreiten. Ein Spiel weniger wie die Hessen bestritten die Thüringer.

CD Ilunion Madrid träumt von Titel-Hattrick, nachdem die Spanier bereits 2015 im Endspiel dem RSV Lahn-Dill unterlagen und in den beiden Folgejahren den Titel gewannen. Mit je 16 nationale Meisterschaften und Cup-Erfolgen sowie dem britischen Europameister Terry Bywater, dem Australier Bill Latham oder aber dem spanischen Zwillingen Alejandro und Pablo Zarzuela im Kader, sind die Madrilenen in der Vergangenheit wie heute einer der schillerndsten Namen in der europäischen Szene.

Unipol Briantea 84 Cantú stand im vergangenen Jahr erstmals in einem Champions-League-Endspiel. International für Furore konnten die Norditaliener aber bereits in den Jahren 2001, 2005 und 2013 sorgen, als sie den damaligen André-Vergauwen-Cup, die heutige EuroLeague 1, gewannen. Einst trug RSV-Center Brian Bell das Trikot des sechsmaligen italienischen Meisters, heute sind der Brite Ian Sagar, der Argentinier Adolfo Berduhn oder Filippo Carossino die Stars im Team. Die Thuringia Bulls konnten bereits in den Jahren 2014 und 2016 mit dem Triumph im André-Vergauwen-Cup international ein Ausrufezeichen setzen. Mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft im Rücken will die Mannschaft um die beiden US-Boys Matt Scott und Jake Williams nun auch in der europäischen Königsklasse überzeugen.

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