03. Februar 2018, 07:00 Uhr

RRollstuhlbasketball

RSV-Auftakt nach Maß

Zwei Spiele, zwei Siege. Der RSV Lahn-Dill hat in der Qualifikation zum Viertelfinale der Champions League einen großen Schritt gemacht. Am Samstag stehen für die Gastgeber zwei weitere Spiele an.
03. Februar 2018, 07:00 Uhr
Thomas Böhme vom RSV Lahn-Dill lässt sich von den Oldham-Spielern Gregg Warburton (l.), Martin Edwards (Nr. 26) und Jack Perry (r.) nicht aufhalten. (Foto: ras)

Dem 65:47 gegen die Briten aus Oldham Owls vom Nachmittag folgte am Freitagabend das 67:38 gegen die Franzosen CS Meaux vor rund 800 Zuschauern. Damit belegt das Rollstuhlbasketball-Bundesliga-Team von Cheftrainer Ralf Neumann den zweiten Platz im Fünferfeld hinter der führenden Mannschaft von Galatasaray Istanbul. Auf das Starensemble vom Bosporus trifft der RSV am Samstag um 15 Uhr in der Niedergirmeser August-Bebel-Halle, ehe am Abend um 19.30 Uhr die letzte Partie des »Quali«-Turniers gegen die Sarden aus Porto Torres ansteht. Die ersten beiden des Tournaments ziehen ins Viertelfinale der Königsklasse ein.

RSV Lahn-Dill - Oldham Owls 65:47 (13:10, 14:12, 17:16, 21:9): »Es war das erwartet schwere Spiel«, sagte RSV-Cheftrainer Ralf Neumann. Und sein Powerforward Brian Bell fügte hinzu: »Es hat ein bisschen Zeit gebraucht, bis wir unseren Rhythmus gefunden haben.« Die Briten, gespickt mit U23-Nationalspielern, die erst kürzlich Gold bei der WM in ihrer Altersklasse holten, waren unbequem, nahmen das Tempo heraus und machten mit fünf Mann die Zone zu.

Damit luden sie das RSV-Team um den erneut überragenden Kapitän Michael Paye (Triple-Double mit 19 Punkten, elf Rebounds und 13 Assists) zum Werfen ein. Aber die Würfe waren nicht immer vom Erfolg gekrönt, sodass Geduld gefragt war. Stockte es im Angriff, lief es in der Verteidigung umso besser für die Rollis aus Wetzlar. »Oldham unter 50 Punkte zu halten, zeugt von unserer guten Defense«, bestätigte Neumann die gute Arbeit seines Teams beim Körbeverhindern.

Mit zunehmender Zeit fanden Paye, Hiroaki Kozai, Bell und Thomas Böhme ihr Händchen aus der Distanz, sodass zur Pause ein 27:22 von der Anzeigetafel leuchtete. Eine kurze Schwächephase hatte der RSV mit einem 10:0-Lauf beantwortet. Da die Mittelhessen nach der Halbzeit nun vermehrt im Umschaltspiel auf die Tube drückten, gesellten sich einfache Punkte durch Fastbreaks dazu. Der Vorsprung wuchs – und mit ihm wich die Nervosität.

»Wir haben alle einige leichte Punkte liegen gelassen«, erklärte Böhme, der bei seinen Schüssen wenig Glück hatte, aber dennoch eine starke Partie ablieferte. Wie die von der Bank kommenden Nico Dreimüller und Jan Haller. Letztgenannter zeichnete in einer schwierigen Phase für wichtige Punkte verantwortlich. »Zum Schluss hat unsere Defense gegriffen, auf die ist Verlass. Vorne haben wir noch Steigerungspotenzial«, bilanzierte Neumann und war froh über den gelungenen Start in das Turnier.

Lahn-Dill: Paye (19/1 Dreier), Kozai (18), Bell (11), Böhme (9), Haller (6), Dreimüller (2), Breuer, Huber, Häfeli (n.e.), Kind (n.e.), Köhler (n.e.), Schell (n.e.).

Oldham: Perry (16), Warburton (10), Bridge (9/1), Edwards (4), Finbow (4), Frasier (2), Pullen (2), Dawson, Dunn, Williams, Craig (n.e.), Love (n.e.).

RSV Lahn-Dill - CS Meaux 67:38 (23:11, 17:10, 9:8, 18:9: Der RSV legte zu Beginn ein fast-and-furios-Tempo vor, dem die Franzosen nicht folgen konnten. Der stark aufspielende Thomas Böhme (11 Punkte) traf nach Belieben, und so führten die Mittelhessen um die ebenfalls hochprozentig treffenden Brian Bell und Hiroaki Kozai nach dem ersten Viertel mit 23:11.

Es ging konzentriert weiter: Die Neumann-Truppe fuhr Fastbreak auf Fastbreak – und brachte die Franzosen damit gehörig ins Grübeln. Das 36:17 nach 16 Minuten sprach Bände. Doch nicht nur das schnelle Spiel klappte bei den Gastgebern. Im Setplay bewegten sie den Ball unheimlich zügig und präzise, sodass die Schützen immer einen freien Wurf hatten. Die 40:21-Halbzeitführung war eine Vorentscheidung. In Hälfte zwei wechselte Neumann durch. An der Dominanz änderte sich nichts. »Wir haben einfach gut gespielt. Das war Hochgeschwindigkeitsbasketball. Jetzt müssen wir noch ein Spiel gewinnen, dann sind wir im Viertelfinale«, so der zufriedene Neumann.

Lahn-Dill: Kozai (10), Paye (9), Haller, Dreimüller (2), Bell (19), Huber, Häfeli (2), Kind (2), Breuer, Böhme (19), Schell (4), Köhler. / Meaux: Christophe (2), Hardouin (2), Poggenwisch (20), Goutali (8), Bellers (4), Pone (2), Cayol, Gaye.

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