19. Januar 2018, 17:11 Uhr

Gießen 46ers

Publikumsliebling verlässt Gießen 46ers mit emotionalen Worten an Fans

Das kommt überraschend: Jahenns Manigat verlässt Basketball-Bundesligist Gießen 46ers – trotz eines Vertragsangebots. Die Hintergründe und was nun passieren wird.
19. Januar 2018, 17:11 Uhr
Verlässt die Gießen 46ers: Jahenns Manigat (Foto: mv)

Gießen 46ers


Unerwartete Neuigkeiten bei den Gießen 46ers: Der Basketball-Bundesligist und Guard Jahenns Manigat gehen ab sofort getrennte Wege, wie der Verein am Freitagnachmittag bekanntgab. Der Kanadier besaß in seinem ursprünglich bis Ende Februar laufenden Vertrag eine Ausstiegsklausel, welche er am Donnerstag aktivierte – nicht zuletzt zur Überraschung der Verantwortlichen um Manager Heiko Schelberg.

Die wollten den Publikumsliebling nicht nur bis zum Saisonende, sondern, wie bereits vor zwei Tagen Jeril Taylor, auch darüber hinaus an die 46ers binden. Dass dies allerdings ein schwereres Unterfangen als gedacht werden würde, zeigte allein schon die Dauer der Verhandlungen, die im Hintergrund nun bereits einige Zeit andauerten.

Manigat war vergangene Saison unter dem damaligen Headcoach Denis Wucherer an die Lahn gekommen und hatte alle 33 Saisonspiele absolviert. Nachdem sich die Wege von Verein und Spieler im Sommer bereits getrennt hatten, kehrte der Guard aufgrund der Verletztenmisere auf den kleinen Positionen während der Saisonvorbereitung wieder zurück und spielte insbesondere in den letzten Wochen eine immer größere Rolle im Team von Trainer Ingo Freyer. Seit Anfang Dezember legte er 13,4 Punkte und 4,0 Assists im Schnitt auf, beides gute Werte. Welchem Verein sich Manigat nun anschließen wird, ist noch nicht bekannt.

Dass die 46ers noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden, ist derzeit eher weniger wahrscheinlich: Bis Anfang März stehen nur drei Partien auf dem Spielplan, wobei die Spiele gegen Oldenburg und in Ulm gegen deutlich stärkere Mannschaften sind. Danach könnte Max Landis wieder zur Verfügung stehen, der nach seiner Knie-OP in den USA bereits wieder in der Reha ist.

Nicht zuletzt stellt sich aber auch grundsätzlich die Frage, ob die 46ers nun noch einmal tief in die Tasche greifen sollten: Auch, wenn die Mannschaft gemessen am Budget wie schon in den letzten beiden Jahren sehr gut dasteht, ist eine Playoff-Teilnahme eher unwahrscheinlich. Sollte es doch gelingen, unter die besten Acht Teams nach der Hauptrunde zu kommen, schiene in einer Viertelfinalserie gegen den voraussichtlichen Tabellenführer Bayern München alles außer einem 0:3 und damit einem einzigen Heimspiel ebenfalls unwahrscheinlich. Und tatsächlich noch unwahrscheinlicher ist angesichts von fünf Siegen Vorsprung auf Platz 17 ein Abstieg. Schelberg, Freyer und die Gesellschafter wären deshalb nicht schlecht beraten, die laufende Spielzeit solide zu Ende zu bringen und das gesparte Geld dafür zu nutzen, um Spieler aus dem bestehenden Kader wie beispielsweise Mahir Agva längerfristig an die 46ers zu binden. 

Info

Emotionaler Abschied

Von seinen Fans verabschiedete sich Manigat mit emotionalen Worten: »Ich will, dass ihr wisst, dass ich euch unglaublich dankbar bin für eure Unterstützung, in guten wie in schlechten Zeiten. Bitte unterstützt das Team weiter so gut wie bisher, denn ich bin jetzt auch ein Fan. Ich hatte tolle Mitspieler hier, und es war so schwierig, ihnen diese Nachricht zu überbringen. Es war eine sehr, sehr schwere Entscheidung für mich, Gießen und die 46ers zu verlassen. Aber ich glaube, dass es eine Entscheidung ist, die mich auf lange Sicht weiterbringen wird.«

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