23. April 2018, 17:31 Uhr

Post-SV souverän in Wißmar

23. April 2018, 17:31 Uhr
Vorentscheidung im Titelkampf: Fabian Büttner (am Ball) und Michael Morsch bringen den Post-SV an die Bezirksliga-Spitze. (Foto: ras)

»Post war heute einfach besser«, erkannten die Wißmarer die Überlegenheit des Post-SV Gießen neidlos an. Der Abonnementmeister verlängerte dieses also nochmals um ein Jahr und wird sich aller Voraussicht nach in der kommenden Runde in der Bezirksoberliga versuchen. Man revanchierte sich zudem für die im Heimspiel der Vorrunde durch den TTC Wißmar erlittene erste Niederlage nach über zwei Jahren.

Auch der Abstiegskampf bleibt bis zum letzten Spieltag spannend: Da sich der VfB Ruppertsburg erfolglos gegen die 6:9-Niederlage bei den Sportfreunden Oppenrod stemmte und die TTG Eberstadt/Muschenheim beim ersatzgeschwächten Gießener SV III zu einem knappen 9:7-Auswärtssieg kam, findet sich der VfB jetzt auf dem zweiten Abstiegsplatz wieder. Die Entscheidung über Abstieg und/oder Relegation fällt nun vor allem im direkten Aufeinandertreffen des VfB und der TTG zum Saison-Kehraus.

TTC Wißmar – Post-SV Gießen 4:9: Die Wiederholung des Coups vom Hinspiel gelang den Wißmarern nicht. Dazu hätte man wieder mit zwei Doppelsiegen starten müssen, aber Timo Geier/Michel Seibert unterlagen Andreas Schmalz/Henning Bartkowiak glatt mit 0:3 und Alec Metsch/Marc Henkel holten gegen Andreas und Marco Morsch nur den dritten Durchgang. Gunter Penzel/Moritz Schreiber lagen gegen Fabian Büttner/Michael Morsch mit 0:2 hinten, bekamen mit 11:4, 12:10 und nochmals 11:4 die Kurve und verhinderten ein totales Doppeldesaster.

Im vorderen Paarkreuz bezwang ein erneut überragender Alec Metsch in den Spitzenduellen A. Morsch und Schmalz mit jeweils 3:1. Geier unterlag Schmalz nach starkem Beginn (12:14) mit 0:3, besiegte Morsch aber sicher mit 3:0. Dass die TTR-Zahlen für die Realität doch etwas hergeben, belegen dann die Spielausgänge auf den Positionen drei bis sechs. Da war nach den Mannschaftsaufstellungen des Abends eine Überlegenheit der Schwarz-Gelben zu erwarten. Marco Morsch und Fabian Büttner (jeweils 2) sowie Henning Bartkowiak ließen denn auch nichts anbrennen. Allein Schreiber hatte gegen Michael Morsch noch einen TTC-Zähler auf dem Schläger, verlor jedoch den zweiten Durchgang mit 10:12 knapp. Mit 11:6 und 11:9 schaukelte der Postler den 3:2-Sieg ebenfalls nach Hause.

TSV Klein-Linden II – SV GW Gießen 9:4: Die bessere Doppelbilanz hatte das Stadtderby in der Vorrunde zugunsten der Grün-Weißen mit 9:7 entschieden. Diesmal kam es anders, aber obwohl die Gäste mit vier Ersatzleuten aufgelaufen waren, wurde es ein langer Abend in der Kleinlindener Sporthalle. Neun der 13 Begegnungen gingen über vier bzw. fünf Durchgänge – und der Ersatz schlug sich wacker. Gianluca Eller/Axel Heckner besiegten Christian Jung/Dirk Eschenburg mit 3:1, das Match zwischen Tim Birkenhauer/Nils Keune und Willi Zampedri/Christian Fensterer war in allen vier Sätzen eng. Mit zweimal 11:9 und 12:10 ging es aber an die Gastgeber. Auch Fabian Silber/Jacky Duong hatten den Sieg auf dem Schläger, Matthias Zörb/Ingo Eißer bekamen im vierten Satz mit 13:11 jedoch knapp die Kurve und siegten im Entscheidungssatz mit 11:8. Vorn war Zampedri der überragende Akteur mit Erfolgen über Keune und Birkenhauer, die beiden Grün-Weißen bezwangen allerdings Zörb. Fensterer musste einiges aufbieten, um Heckner in fünf Sätzen in Schach zu halten, Jung unterlag Eller. Eißer und Eschenburg zeigten sich nun Duong und Silber überlegen. Neben Zampedri zeichnete sich Fensterer zweimal im Einzel aus, und Jung besiegelte das GW-Schicksal an diesem Abend mit einem 3:0 über Heckner.

Sportfreunde Oppenrod – VfB Ruppertsburg 9:6: Die drei Niederlagen in den Doppeln waren letztlich eine zu hohe Hypothek für den Gast, der bei den Einzelbegegnungen einen 6:6-Gleichstand erkämpfte. Daniel Kozy/Michael Hahn und Alexander Kozy/Benedikt Vogeltanz führten gegen Sebastian Steinbrecher/Carsten Schmidt bzw. Jürgen Fieser/Manuel Ruschig 2:0 bzw. 2:1, standen jedoch abschließend wie Julian Vogeltanz/Patrick Strack nach dem 0:3 gegen Waqar Ahmad-Osswald/Markus Henrich mit leeren Händen da. Schmidt bezwang sowohl D. Kozy als auch Hahn, Steinbrecher unterlag den beiden Ruppertsburgern. In der Mitte war Fieser der starke Mann mit zwei Siegen, A. Kozy ging leer aus. Das gleiche Bild ergab sich hinten, da hatten die Ruppertsburger dank B. Vogeltanz (2) und Strack, der zum Ende der ersten Einzelrunde Ruschig besiegt hatte, ein Übergewicht. Henrich führte im letzten Einzelmatch gegen Strack mit 2:0, der VfBler konterte jedoch zum 2:2-Ausgleich. Nach der 6:11-Niederlage müssen die Ruppertsburger jetzt gegen Eberstadt/Muschenheim alles in die Waagschale werfen.

SV Odenhausen/Lumda – TV Großen-Linden II 2:9: Das Hinspiel war nur knapp an den TV gegangen. Diesmal ließen die Lindener keinen Zweifel am Gesamtsieg aufkommen. Allein die beiden Matches mit Beteiligung des TV-Ersatzes (aus der vierten Mannschaft) Ingo Holland-Nell konnten vom SV erfolgreich bestritten werden. Steffen Groß/Sebastian Haupt gewannen gegen Daniel Schmidt/Holland-Nell ebenso mit 3:0 wie Marko Benner später gegen Holland-Nell im Einzel siegte. Benner/Tino Magel hatten sich mit Thomas Krämer/Rafael Romero Gutierrez ein Fünfsatzmatch mit dem besseren Ausgang für die Gäste geliefert, zudem hatten sich Steffen Pohl/Simon Frodl-Dietschmann gegen Steffen Kühnel/Michael Groß mit 3:1 behauptet. Pohl musste gegen St. Groß und Haupt über die volle Distanz zum 3:2-Erfolg, die übrigen Einzel gingen allesamt deutlicher an die Gästeakteure.

Gießener SV III – TTG Eberstadt/Muschenheim 7:9: Die Gießener starteten mit einer 0:3-Hypothek in diese gegen den Abstieg wichtige Begegnung. Christian Prell war nicht spielfähig und Ersatzmann Timo Bäuerlein konnte erwartungsgemäß nichts Zählbares beitragen. Da waren bereits fünf Zähler weg – trotzdem konnten die Schwimmer die Begegnung offen gestalten, man führte zwischenzeitlich mit 4:3 und zuletzt 7:6. Philipp Horvath/Karsten Ott besiegten zunächst Pejman Khameghir/Robin Kehr und glichen damit die Niederlage von Norbert Paulsen/Michael Gilbert gegen Julio Cordero/Matthias Heickmann aus. Horvath wiederholte seine Einzelsiege über Heickmann und später gegen Cordero. In der Mitte gingen Gilbert und Ott gegen Khameghir und Kehr leer aus, genauso erging es den Gießenern aber auch im hinteren Paarkreuz. Im Schlussdoppel lagen Cordero/Heickmann gegen Horvath/Ott 0:2 im Rückstand, schienen aber glücklich mit 13:11 und 11:4 die Kurve zum erhofften Unentschieden zu bekommen. Der Entscheidungssatz ging jedoch klar mit 11:5 an das jubelnde TTG-Duo.

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