05. Mai 2018, 20:23 Uhr

Blackout

Pokalträume der HSG Wetzlar beerdigt

Im Hamburger Halbfinale verliert die HSG Wetzlar 19:24 gegen TSV Hannover-Burgdorf. Damit ist der Pokaltraum ausgeträumt.
05. Mai 2018, 20:23 Uhr
Joao Ferraz: Am Boden zerstört wie die Wetzlarer Pokalträume. (Foto: Bergmann)

HSG Wetzlar


Im Hamburger Final Four hat die Angst die Wetzlarer Seele aufgegessen. Mit einem desaströsen 19:24 (4:15) gegen die TSV Hannover-Burgdorf wurden die Pokalträume am Samstagabend vor 13200 Zuschauern in der Barclaycarena brutal beerdigt.
Nach der schwächsten Angriffsleistung in der gesamten Saison waren die so hoffnungsvollen Grün-Weißen ab dem Olsen-14:4 per Kempa nur noch um Schadensbegrenzung bemüht. Kein Selbstvertrauen, kein Mut, keine Überzeugung.
Burgdorfs Keeper Martin Ziemer mit stets falschen Abschlussentscheidungen bei 19 Paraden berühmt geworfen, die Kreise von TSV-Spielmacher Morten Olsen nicht eingeengt und die eigenen Konzeptionen nicht zu Ende gespielt – da hieß es in den zweiten 30 Minuten allein noch Moral und Charakter zeigen.
Mit der Hereinnahme von Niko Weber, Alexander Hermann und Stefan Kneer stabilisierte sich das Spiel der Mittelhessen etwas, ergebnismäßig gab es über das 10:20 (44.) wenigstens etwas Besserung. Beim 19:24 (4:15) hatten sich die Mirkulovski und Co. dennoch ihre schwächste Leistung der letzten Jahre gerade für das Pokal-Halbfinale aufgehoben. Umso größer waren Frust und Enttäuschung, zumal die Truppe von Trainer Carlos Ortega ab der 45. Minute spürbar Kräfte für das Finale am Sonntag gegen die Rhein-Neckar Löwen sparte. Die angeschlagenen Pawel Atman und Sven-Sören Christophersen wurden ganz geschont.
 
Löwen beißen zu
 
Das erste Halbfinale war eine einzige Machtdemonstration des Deutschen Meisters. Die Rhein-Neckar Löwen nahmen den SC Magdeburg beim 31:24 (16:10) nach allen Regeln der Kunst auseinander.
Andy Schmid gewann das Duell der Spielmacher gegen Marko Bezjak um Längen, Mikael Appelgren brachte die SCM-Werfer mit zwei Dutzend Glanzparaden schier zur Verzweiflung und Alexander Petersson ließ im Verbund mit dem nachrückenden Hendrik Pekeler Magdeburgs Wurfass Michael Damgaard nicht zur Entfaltung kommen. Über das 10:5 (17.) und Pausen-16:10 waren die Löwen-Weichen früh auf Sieg gestellt, beim Gegenstoß-30:20 (52.) von Gudjon Sigurdsson die Entscheidung lange gefallen.
Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen kann nunmehr am Sonntag im Finale im elften Anlauf endlich den ersten nationalen Pokal-Triumph realisieren. Den Magdeburgern verhalfen auch die 12/8 Treffer von Rechtsaußen Robert Weber zu keinem Hoffnungsfunken; bei den Rhein-Neckar Löwen trafen Mads Mensah Larsen und Hendrik Pekeler mit je sechs Tore am besten.

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