11. März 2018, 21:12 Uhr

Playoff-Rennen für Gießen 46ers noch nicht vorbei

11. März 2018, 21:12 Uhr

Gießen 46ers


Ungewohnte Zeit, aber der Auftrag hat sich für die Gießen 46ers nicht geändert: Der Kampf um den Einzug in die Playoffs geht für den Basketball-Bundesligisten weiter – am Montag um 19 Uhr (live unter Telekombaskteball.de) beim direkten Konkurrenten s. Oliver Würzburg.

Die knappe Niederlage nach Verlängerung beim Wahnsinnsspiel gegen Meister Brose Bamberg ist verarbeitet. »Wir haben die Fehler angesprochen. Wir hatten aber auch eine Menge Pech«, analysiert Cheftrainer Ingo Freyer. Recht hat er damit. Letztlich waren es Winzigkeiten, die fehlten, um einen weiteren Großen in der Basketball-Bundesliga zu schlagen.

Status Quo: Zwölf Spiele stehen noch auf dem Programm der Hauptrunde. Es sind für die Gießen 46ers alles »Endspiele«, um das gewünschte Ziel Playoffs zu erreichen. Es geht eng zu im Kampf um die Plätze. Während die ersten vier vergeben scheinen, ist der Run auf die nachstehenden bis Rang acht entbrannt. Sieben Teams streiten sich um diese. Den Fünften bis zum Elften trennen zwar acht Punkte – und die 46ers nehmen letztgenannten Platz ein, wobei sie aber zwei Partien weniger bestritten haben als Bonn.

Der Gegner: Das Hinspiel ging mit 86:80 an die Würzburger, die den Gießenern damit den Auftakt ins neue Jahr verdarben. »Die Würzburger haben damals verdient gewonnen. Sie waren am Ende einfach besser«, erinnert sich 46ers-Coach Freyer noch gut an die Heimniederlage. Das Team von Trainer Dirk Bauermann hat danach keine großen Sprünge mehr gemacht, weist einen Sieg mehr auf als die Gießener, hat aber auch eine Begegnung mehr auf dem Konto.

Die Schlüsselspieler: Wie schon im Hinspiel müssen die Gießener besonders auf Robin Benzing und Kresimir Loncar aufpassen. Das kongeniale Duo zeichnete letztlich in der Crunch-Time verantwortlich für den Sieg. Vor allem Benzing hat sich in den Jahren in München und in Spanien wahrlich zu einem Leader entwickelt. »Er ist ein absoluter Führungsspieler«, sagt Freyer. Sein Spiel vom Lowpost aus hält internationalem Vergleich aus. Der 2,08-m große Loncar indes ist jenseits der 6,75-m-Linie eine Bank, was er in Gießen eindrucksvoll bewies, als er insgesamt 20 Punkte erzielte – und davon einige von ganz weit draußen.

Das Lazarett: Toi, toi, toi. Dem 46ers-Trainer stehen am heutigen Montag alle Profis zur Verfügung – und alle sechs Amerikaner. Auch Max Landis, der nach seiner Knie-OP langsam ins Mannschaftstraining integriert wurde und schon im Fünf-gegen-Fünf mitmachen konnte.

Das sagt Trainer Freyer: Mit den Erfahrungen aus dem Hinspiel werden wir die Partie in Würzburg angehen. Wir werden versuchen, Benzing und Loncar die Stärken zu nehmen. Es wird sicher ein schönes Spiel, da es offen sein wird. Wir können mittlerweile gegen Mannschaften wie Oldenburg, Ulm und Bamberg mithalten.

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