08. November 2018, 07:00 Uhr

Handball

Petkovic, der Anhänger von Till Klimpke

Nach dem Big-Point-Spiel in Gummersbach hat die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga heute (19 Uhr) die Füchse Berlin zu Gast. Gelingt der Truppe von Trainer Kai Wandschneider erneut ein Sieg?
08. November 2018, 07:00 Uhr

HSG Wetzlar


Doch da hat der 59-Jährige eine klare Meinung: »Wir sind auch gegen eine stark ersatzgeschwächte Mannschaft aus Berlin Außenseiter.«

Die Ausbildungsvereine – Bei den Füchsen landen regelmäßig Spieler aus der Jugend in der Bundesliga. »Hier in Berlin wird eine überragende Jugendarbeit geleistet, da ist das normal«, ist Coach Velimir Petkovic begeistert. »Es ist viel schwieriger in einem Verein mit großen Ambitionen, junge Spieler zu integrieren.« Paul Drux und Fabian Wiede sind nur zwei Beispiele, die es in jüngster Vergangenheit aus der Füchse-Jugend in die Nationalmannschaft geschafft haben. Auch Wetzlar blickt auf eine glänzende Jugendarbeit zurück und hat mit Torhüter Till Klimpke momentan ein heißes Eisen im Feuer. »Die Leistung, die er in den letzten beiden Spielen gebracht hat, haben viele vom Talent Klimpke erwartet«, so Petkovic, der von 1998 bis 2004 als Trainer bei der HSG tätig war. »Ich mag ihn und seine Familie sehr. Sie haben mir in meiner Zeit in Wetzlar viel geholfen. Deswegen bin ich ein richtiger Klimpke-Fan – vor allem von Till jetzt.« Der HSG haben vor allem die Auftritte in der Abwehr Hoffnung gegeben, die in den letzten beiden Partien bärenstark agiert hat. »Das wiederum hängt auch mit der guten Entwicklung von Till zusammen, der gerade auch in den beiden letzten Spielen konstant auf einem richtig guten Niveau gehalten hat. Das brauchen wir beides auch gegen Berlin«, erklärt Wandschneider.

Die Rollenverteilung – Platz zwölf gegen Platz sechs, Europapokal gegen Klassenerhalt-Anwärter. Auf den ersten Blick eine klare Sache für die Gäste. Aufgrund der Verletztenmisere reisen die Berliner arg dezimiert und mit einigen Jugendspielern nach Mittelhessen. Sind zwei Punkte für die Füchse Pflicht? »Wenn ich mit so einem Kader komme, ich bin ein erfahrener Trainer, sage ich nicht, das ist Pflicht«, stellt Petkovic klar. »Mir fehlen fünf, sechs Leistungsträger, Top-Spieler. Wir sind vor der Saison Geheimfavorit auf die ersten drei Plätze gewesen, aber mit diesem Kader kann mir niemand kommen mit Pflicht. Pflicht ist für jeden Spieler im Trikot von Berlin, sein Maximum zu geben, und dann sehen wir, was kommt.« Der TVB Stuttgart hat in Berlin die Gunst der Stunde genutzt. »Wir sind zwar nicht Stuttgart«, meint Kai Wandschneider. »Aber auch wir haben in jedem Spiel eine Chance, gegen jeden Gegner.«

Die Lazarette – In Wetzlar gab Geschäftsführer Björn Seipp ein Update zur Verletzungsfront. »Wir sind ganz zufrieden mit der Entwicklung. Kristian Björnsen und Tibor Ivanisevic machen gute Fortschritte. Bei Kristian rechnen wir damit, dass er Ende November, Anfang Dezember zurückkommen könnte. Bei Tibor und Lars Weissgerber wird es noch dauern.« Die Füchse ereilte einen Tag vor der Partie bei der HSG Wetzlar die nächste Hiobsbotschaft. Torhüter Malte Semisch wird mit einem Bandscheibenvorfall die nächsten vier Wochen ausfallen. Für ihn springt zunächst Petr Stochl ein, der seine Karriere Ende letzter Saison beendet hatte. Marko Kopljar, Stipe Mandalinic, Kevin Struck, Fabian Wiede, Paul Drux, Simon Ernst, Mattias Zachrisson, Fredrik Genz und Christoph Reißky heißen die anderen Ausfälle. Zehn Mann, mit denen man eine eigene Mannschaft auf die Platte schicken könnte. »Berlin hat viele verletzte Spieler, aber trotzdem noch eine sehr starke Mannschaft«, warnt Wandschneider. (Foto: ov)

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