12. September 2018, 17:08 Uhr

Personalsorgen vor dem ersten Spieltag

12. September 2018, 17:08 Uhr
HSG Kleenheim-Langgöns (obere Reihe, v. l.): Dennis Köhler, Micha Wiener, Trainer Matthias Wendlandt, Fabian Hoepfner, Jonas Friedrich; (mittlere Reihe, v. l.): Männerwart Volker Glaum, Christian Keil, Konstantin Wolf, Alexander Faatz, Cedrick Kollmann, Jens Elsner, Jannik Herbel, Jonas Leger, Männerwart Siegfried Köhler, Mannschaftsverantwortlicher Jörg Mayer; (vorn, v. l.): Marc Weller, Joshua Planer, David Straßheim, Manuel Eckhard, Moritz Schäfer, Maximilian Leger, Daniel Schier, Julian Reusch; es fehlt Björn Spieß. (Foto: vk)

Die Messlatte liegt hoch. Matthias Wendlandt, der neue Trainer des Handball-Oberligisten SG Kleenheim, übernimmt eine gestandene und gewachsene Mannschaft, die eine großartige Saison hinter sich hat. Der dritte Tabellenplatz in der vergangenen Saison ist zwar keine Hypothek, doch ob ein solches Ergebnis in diesem Jahr wieder zu erreichen ist, bleibt abzuwarten. Coach Wendlandt gibt sich bei der Nennung der Saisonvorgabe zurückhaltend. »Ziel ist ein Mittelfeldplatz. Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben.«

Zweckpessimismus? Nicht unbedingt. Der promovierte Informatiker nennt auch zwei Gründe für seine Einschätzung: Der eine heißt Torben Weinandt, der andere Jens Elsner. Letztgenannter war in der vergangenen Saison nach Meinung des neuen Coaches einer der stärksten Torhüter der Liga und hat seine Laufbahn beendet. Torben Weinandt ebenfalls ein Leistungsträger, hat bei der HSG Wetzlar U23 in der 3. Liga eine neue sportliche Herausforderung gefunden.

Allerdings weiß Wendlandt auch, worauf er sich eingelassen hat. Denn die HSG Kleenheim-Langgöns genießt einen guten Ruf in Mittelhessen. »Hier herrscht schon eine tolle Kameradschaft«, berichtet Wendlandt und ergänzt: »Man fühlt sich hier einfach wohl.«

Sieht man von Jonas Leger ab, der in der vergangenen Saison für die HSG Wetzlar U23 im Einsatz war, haben die Neuzugänge der HSG in der letzten Runde für unterklassige Mannschaften gespielt. »Wir haben natürlich besonderen Wert darauf gelegt, die Neuzugänge in unser Spiel einzubinden«, nennt der Übungsleiter einen Schwerpunkt in der Saisonvorbereitung. Erleichtert wird die Arbeit dadurch, dass sich in der Mannschaft zahlreiche »Eigengewächse« befinden, die sich auf dem Parkett und auch außerhalb des Feldes gut kennen und verstehen. Und das könnte wieder ein Pfund der »alten SGK« und neuen HSG sein. Selbst ausbilden und dann die Früchte der Jugendarbeit ernten, so heißt das Motto beim heimischen Oberligisten. Das habe bei der SG Kleenheim in der Vergangenheit immer wieder funktioniert. Und darauf setzen die Verantwortlichen auch für die Zukunft.

Der Auftakt

Zum Saisonauftakt genießt die HSG Heimrecht. Zum Derby wird die HSG Pohlheim in der Weidigsporthalle erwartet. Dieses Spiel wird nach guter Tradition am Freitag ausgetragen. Denn um 20 Uhr wird in Mittelhessen die Oberliga-Saison 2018/19 eröffnet. »Mit der HSG Pohlheim erwartet uns eine Mannschaft mit einem der stärksten Kader der Liga«, stellt Wendlandt vor dem Derby fest. »Die Pohlheimer sind sehr wurfgewaltig aus dem Rückraum und haben eine kompakte Abwehr mit zwei guten Torhütern. Leider müssen wir in diesem Derby wahrscheinlich auf zahlreiche Spieler verzichten. Beim letzten Testspiel am vergangenen Samstag hatten wir nur acht Spieler zur Verfügung.«

Verzichten muss der Kleenheimer Coach am Freitag auf jeden Fall auf Dennis Köhler und Jonas Leger. Angeschlagen sind Joshua Planer, Micha Wiener, David Strasheim, Moritz Schäfer, Daniel Schier und Marc Weller. Bei allen ist ein Einsatz fraglich. Bei der HSG Kleenheim-Langgöns herrscht demnach Personalnot bereits vor dem ersten Spieltag.

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