04. September 2018, 17:58 Uhr

Oberliga als starkes Pflaster

04. September 2018, 17:58 Uhr
Der Gießener SV startet mit folgendem Tischtennis-Kader in die neue Oberliga-Saison (v. l.): Christian Güll, Johannes Linnenkohl, Jan Limbach, Dieter Buchenau, Michael Merkel und Samuel Preuss. (Foto: Brübach)

Es ist so weit: Am Wochenende fällt der Startschuss zur neuen Tischtennis-Saison. Und nun wird sich zeigen, ob sich die mühen der Vorbereitung gelohnt haben. Die klassenhöchsten Teams sind weiterhin in der Oberliga mit dem Gießener SV und dem NSC Watzenborn-Steinberg beheimatet. In der letzten Saison schafften zwei Tischtennis-Teams den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse. Der TSV Allendorf/Lumda stieg in die Hessenliga auf, der NSC Watzenborn-Steinberg II schaffte im zweiten Anlauf die Rückkehr in die Verbandsliga. In jene Klasse, in der der Gießener SV II als Aufsteiger den Klassenerhalt sicher geschafft und der TV Großen-Linden im Vorderfeld der Tabelle mitgemischt hatte. In der Oberliga geht der Gießener SV mittlerweile in seine vierte Saison, der NSC Watzenborn-Steinberg hatte nach seinem Wiederaufstieg den Klassenerhalt sicher geschafft.

Das Ziel heißt Klassenerhalt

Die beiden heimischen Oberligisten bekommen es in diesem Jahr unter anderem mit zwei Regionalliga-Absteigern zu tun (Kriftel, Langenselbold). Mit einer stark veränderten und vor allem verjüngten Aufstellung geht der Gießener SV in seiner vierten Oberliga-Saison an die Platte. Mit Gaber Elzaher hat der letztjährige Topspieler das Team verlassen, er wechselte zum Ligakonkurrenten Braunfels. Nach den Visaproblemen in der letzten Saison, hat man beim GSV darauf verzichtet, sich im Ausland nach einer Verstärkung für das vordere Paarkreuz umzuschauen, dafür kommt ein »Doppelpack« vom Regionalliga-Absteiger TTC Wirges. Christian Güll (19 Jahre) spielte im ersten, Jan Limbach (22 Jahre) im zweiten Paarkreuz, beide werden somit nach Elzahers Weggang das neue erste Paarkreuz bilden. Auf die beiden anderen Youngster Johannes Linnenkohl und Michael Merkel kommt in dieser Saison eine Doppelbelastung zu, sie sollen so oft wie möglich in der Verbandsliga-Reserve aushelfen.

Der 26-jährige Kapitän Samuel Preuß gehört so schon zum »alten Eisen«, neben ihm zählt noch Routinier Dieter Buchenau zum Stamm, während Igor Maruk und Xiaoyong Zhu in Notfällen bereitstehen sollen. Samuel Preuß sieht in seinem Team ein großes Entwicklungspotenzial, rechnet aber wegen der noch mangelnden Erfahrung mit diversen Schwankungen. Saisonziel bleibt auch in dieser Spielrunde der Klassenerhalt, der Blick geht wieder eher nach unten, zu den Favoriten zählt Preuß Braunfels, Kassel und Kriftel.

Ohne personelle Veränderungen geht der NSC Watzenborn-Steinberg in seine zweite Oberliga-Saison nach dem direkten Wiederaufstieg. Mit Neuzugang Fabian Moritz vom Regionalligisten Stadtallendorf hatten sie sich im sicheren Mittelfeld platziert, für Kapitän Stefan Harnisch geht es auch in dieser Runde vorrangig darum, am Ende auf einem Nichtabstiegsplatz zu stehen. Als Hauptkonkurrenten macht er dabei den Gießener SV sowie die beiden Aufsteiger Besse und Dreieichenhain aus.

In der Vorrunde sieht er Schwierigkeiten auf sein Team zukommen, frühzeitig für ein Punktepolster zu sorgen, da die Nummer eins Fabian Moritz sowie Dennis Grötzsch nicht an allen Spieltagen zur Verfügung stehen werden. Somit wird einiges davon abhängen, wie oft Florian Müller dabei sein kann. Mit den anderen bewährten Kräften Torsten Kirchherr, Jan Hartmann und Jakob Armbrüster baut Harnisch wieder darauf, dass trotz knapper Vorbereitung der Teamgeist für einige Zähler sorgen kann.

Drei Grohmanns in Hessenliga

Souverän mit einer bärenstarken Rückrunde (nur ein Minuspunkt), hatte sich der TSV Allendorf/Lda. den Titel in der Verbandsliga gesichert und konnte gleich einen Neuzugang vermelden. Marco Grohmann vom Regionalligisten Stadtallendorf macht das Familientrio komplett und soll dafür sorgen, dass im ersten Paarkreuz auch in der höheren Liga wichtige Punkte gesammelt werden.

Für die neue Saison gab es dann aber auch weniger gute Nachrichten zu verkraften: Asen Asenov, der als Nummer eins nur ein Spiel verlor, wird dem Team kaum, Nico Grohmann berufsbedingt nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen, Michal Kuternozinski wird so des Öfteren im ersten Paarkreuz an der Platte stehen. Als weiteren Neuzugang konnte Arvid Volkmann vom letztjährigen Ligakonkurrenten Großen-Linden gemeldet werden, der mit Manfred Krupenkow das mittlere Paarkreuz bilden und vor allem seine Doppelstärke in die Waagschale werfen soll. Die »Schwäche« des Teams bleibt somit wie im Vorjahr das hintere Paarkreuz (Walter Grohmann, Lukas Moser). Trotzdem hofft Kapitän Walter Grohmann, dass ein Platz im gesicherten Mittelfeld angestrebt werden kann.

Trio in der Verbandsliga

In der Verbandsliga sind neben den heimischen Vertretungen aus Gießen und Watzenborn-Steinberg noch zwei weitere Reserven am Start, sodass in diesen Begegnungen viel davon abhängen wird, ob diese Teams an den Spieltagen von oben verstärkt oder nach oben geschwächt auflaufen.

Der TV Großen-Linden hatte in der letzten Saison mit einer starken Rückrunde überrascht und sich am Ende noch auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben. Kapitän Uwe Schreiber sieht für die neue Saison gute Chancen, wieder dort zu landen, weiß aber auch um die Schwankungen in seinem Team: »Es kann wie in den letzten Jahren auch für uns sowohl um den Abstieg als auch um den Aufstieg gehen.« Thomas Krämer hat das Team in Richtung zweite Mannschaft verlassen, mit Arvid Volkmann (zum frischgebackenen Hessenligisten Allendorf/Lda.) verlor man einen wichtigen Doppelakteur. Dafür wurde als Neuzugang Andrius Preidzius (vom Hessenligisten Hagenburg) vermeldet, der auf Position eins sowie im Doppel für viele Punkte sorgen soll, dazu rückt Simon Frodl-Dietschmann aus der zweiten Mannschaft auf. »Mit Andrius sind wir in allen Paarkreuzen sehr ausgeglichen besetzt und unser Altersdurchschnitt wurde gesenkt«, sieht Schreiber der Saison optimistisch entgegen.

Die Reserve des Gießener SV hatte im Jahr nach seinem Aufstieg sicher die Klasse gehalten und strebt auch in diesem Jahr frühzeitig einen sicheren Mittelfeldplatz an. »Dann möchten wir gern aus einer sicheren Position heraus sehen, ob noch mehr geht«, formulierte Kapitän Markus Geissler die Zielsetzung. Domingo Cordero, der im letzten Jahr einige erfolgreiche Auftritte im Oberliga-Team hatte, als Nummer eins bildet mit Jürgen Boldt, Markus Geissler und Ratislav Michalko das Gerüst, mit Philipp auf dem Brinke (vom Verbandsligisten TTV Richtsberg) kommt ein Neuzugang, dem Geissler großes Entwicklungspotenzial bescheinigt. Dazu sollen Johannes Linnenkohl und Michael Merkel aus dem Oberliga-Kader aushelfen und mit Cordero Domingo auf den vorderen Positionen punkten.

Die Reserve des NSC Watzenborn-Steinberg hat im zweiten Anlauf als Vizemeister die Rückkehr in die Verbandsliga geschafft. Kapitän Thomas Domicke sieht auf sein Team eine spannende Runde zukommen: »Ziel kann nur der Klassenerhalt sein, und das wird schwer zu erreichen sein.« Einiges wird davon abhängen, wie oft Dennis Grötzsch (Oberliga-Kader) und Janosch Schäfer nach seiner langen Verletzungspause an der Platte stehen können. Mit Youngster Tim Neuhof, Felix Stallmach und Martin Richter konnten mehrere Akteure bereits in der Ersten Oberliga-Luft schnuppern, David Malaika und Bernd Commerscheidt komplettieren den Kader.

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