11. September 2018, 20:02 Uhr

Handball / Champions League

Nur Flensburg und die Löwen im Geschäft

11. September 2018, 20:02 Uhr

Was steht an? In der Champions League der Handballer kämpfen 28 Teams um die Krone – und um viel Geld. Insgesamt werden rund 3,5 Millionen Euro an Prämien ausgeschüttet. Der Sieger wird eine Garantieprämie von 635 000 Euro an Einnahmen einstreichen. Ein Batzen Geld, um den sich erstmals seit 15 Jahren nur ein deutsches Duo bemüht. Neben Meister SG Flensburg/Handewitt sind einzig die Rhein-Neckar Löwen als Vizemeister dabei.

Wie ist der Modus? Die 28 Teilnehmer verteilen sich auf vier Vorrundengruppen – den stark besetzten Gruppen A und B mit jeweils acht Startern sowie die »2. Liga Europas« in den Staffeln C und D mit je sechs Teams. Die Sieger der ersten beiden Gruppen, in denen die beiden deutschen Klubs spielen, ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Teams auf den Plätzen zwei bis sechs qualifizieren sich für das Achtelfinale. Von der zweiten Garde dürfen die besten zwei Mannschaften an der K.o.-Runde teilnehmen. Ziel der Teams ist das Finalturnier der besten vier am 1./2. Juni 2019 in Köln. Titelverteidiger ist Montpellier HB.

Wer gewinnt? Topfavorit ist mal wieder die Weltauswahl von Paris St. Germain. Nach zuletzt drei erfolglosen Final-Four-Teilnahmen hintereinander will das Team um Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer und Superstar Nikola Karabatic in der Königsklasse endlich nach ganz oben. Zudem werden Rekordsieger FC Barcelona (8 Titel) und der von Ex-Bundesliga-Coach Ljubomir Vranjes trainierte ungarische Spitzenklub KC Veszprem gehandelt.

Und die deutschen Starter? Nach zwei Finalturnieren mit deutscher Beteiligung steht die nach eigener Definition »stärkste Liga der Welt« definitiv in der Bringschuld. Im EHF-Ranking liegt Deutschland (130,33 Punkte) nur noch auf dem zweiten Platz hinter Frankreich (146,67).

Wie stehen die Chancen auf eine deutsche Renaissance? Ein Selbstgänger wird das Unterfangen Final-Four-Teilnahme keinesfalls. Nur wenn die deutschen Vertreter ohne großes Verletzungspech durch die harte Bundesliga-Saison kommen, besteht in den K.o.-Spielen eine realistische Chance gegen die finanzkräftigen Konkurrenten. Montpellier, Skopje, Kielce, Barcelona – so hießen die Königsklassen-Champions zuletzt. Flensburg gewann die Trophäe als letztes deutsches Team 2014.

Was ist das größte Thema vor dem Start? Die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Teams. Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen und Weltklasse-Linksaußen Gensheimer fanden unmittelbar vor dem Start deutliche Worte. »In der Spitze ist die Bundesliga nicht mehr die beste Liga der Welt«, sagte Jacobsen dem »Mannheimer Morgen«. Und Gensheimer meinte via »Handballwoche« angesichts der großen Belastung in der Bundesliga: »Immer mehr Stars in Europa entscheiden sich dagegen, in Deutschland zu spielen. Die Handball-Bundesliga muss sich deshalb sehr genau hinterfragen, warum das so ist.«

Sind die Sorgen berechtigt? Ja. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Teams aus den anderen europäischen Topligen deutlich ausgeruhter in die Königsklassen-Spiele gehen. In Frankreich streiten lediglich 14 Klubs um den Titel – in Deutschland sind es 18. Das sind über die gesamte Saison acht Spiele mehr in den Knochen der Spitzenspieler, die am Ende den Unterschied ausmachen können. Zudem ist die Leistungsdichte in der HBL deutlich größer, sodass die Profis häufiger an ihr Limit gehen müssen.

Wer zeigt die Spiele? Der Bezahlsender Sky überträgt alle deutschen Spiele live. Als Experten sind Stefan Kretzschmar, Heiner Brand und Martin Schwalb dabei.

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