Lokalsport

Neuer Name, neuer Schwung bei der HSG

Vorjahresmeister HSG Kleenheim-Langgöns hat sich für die neue Handball-Saison in der 3. Liga mit der Schwedin Stina Karlsson verstärkt und will »ins obere Drittel kommen«
12. September 2018, 16:00 Uhr
Volkmar Köhler
HSG Kleenheim-Langgöns vor der neuen Saison 2018/19 in der 3. Liga Ost der Frauen (hintere Reihe, v. l.) Teammanager Oliver Schuch, Kim Winkes, Tanja Schorradt, Sina Rühl, Elena Schuch, Carolina Fischer, Nele Barnusch, Trainer Manuel Silvestri; mittlere Reihe (v. l.) Stina Karlsson, Lisa Marie Kiethe, Madeleine Buhlmann, Katharina Wagner Ann-Sophie vom Hagen; vorne (v. l.): Co-Trainerin Christiane Bork-Werum, Emely Nau, Janina Langenbach, Nina Hess und Mannschaftsverantwortlicher Andreas Schnelle. Es fehlt Torhüterin Kune Jetishi.	(Foto: vk)
HSG Kleenheim-Langgöns vor der neuen Saison 2018/19 in der 3. Liga Ost der Frauen (hintere Reihe, v. l.) Teammanager Oliver Schuch, Kim Winkes, Tanja Schorradt, Sina Rühl, Elena Schuch, Carolina Fischer, Nele Barnusch, Trainer Manuel Silvestri; mittlere Reihe (v. l.) Stina Karlsson, Lisa Marie Kiethe, Madeleine Buhlmann, Katharina Wagner Ann-Sophie vom Hagen; vorne (v. l.): Co-Trainerin Christiane Bork-Werum, Emely Nau, Janina Langenbach, Nina Hess und Mannschaftsverantwortlicher Andreas Schnelle. Es fehlt Torhüterin Kune Jetishi. (Foto: vk)

Neuer Name – neue Saison. Die SG Kleenheim startet ab der neuen Spielzeit unter dem Namen HSG Kleenheim-Langgöns. Für die ranghöchsten Mannschaften sei dies in erster Linie eine Orientierung für die Sponsoren, denn Langgöns gibt es, Kleenheim freilich nicht auf der Landkarte. Beim Frauen-Drittligisten HSG Kleenheim-Langgöns (Staffel Ost) wurde das »Drei-Trainer-Jahr« mit der Meisterschaft in der Ost-Gruppe abgeschlossen und mit Manuel Silvestri ein würdiger Nachfolger gefunden.

Der 36-jährige Lehrer für Mathematik und Sport in Reinheim, der in Darmstadt wohnt und aus Meißenheim bei Offenburg stammt, studierte in Freiburg und kam vor elf Jah-ren nach Darmstadt. Nun hat er im Sommer die Trainingsleitung bei den Kleenheimerinnen übernommen. Mit Christiane Bork-Werum ist eine frühere Spielerin als Co-Trainerin dabei, und Andreas Schnelle ist seit Jahren als Mannschaftsverantwortlicher unverzichtbarer Bestandteil des Teams.

In der ersten Phase hat die Mannschaft viel im athletischen Bereich gearbeitet, viele Laufeinheiten absolviert und bei der Hitze im Sommer kam Schwimmen im Freibad Linden sehr gut an. In der zweiten Phase galt der Schwerpunkt der Abwehrarbeit, dem Umschalten auf Tempospiel und verschiedenen Spielsystemen. »Da haben wir gute Fortschritte gemacht, die Mannschaft spielt ein gutes Tempo«, zeigte sich Silvestri durchaus angetan.

Interessante Mischung

Natürlich befindet sich der neue Trainer noch in der Kennenlernphase mit der Mannschaft. »In der Detailarbeit ist noch einiges zu verbessern, wir müssen die Chancen noch besser nutzen und die Anzahl der technische Fehler minimieren, wir sind aber auf einem guten Weg«, erläutert der neue Trainer. Die Mischung innerhalb der Mannschaft zwischen erfahrenen und jungen, talentierten Spielerinnen stimme. Allerdings verletzt sich beim Testspiel in Kirchhof Sina Rühl erneut (Kreuzband, Innenband) und wird die gesamte Runde ausfallen, nachdem sie nach der Verletzung der Vorsaison wieder in die Mannschaft zurückgefunden hatte. Der Ausfall der 26-Jährigen ist sicher eine Schwächung der Kleenheimerinnen, die zudem Rückraumspielerin Tamara Heinzelmann (beruflich nach Leipzig) verloren haben.

Starker Neuzugang

Mit der 24-jährigen Schwedin Stina Karlsson, die zuletzt für den Bundesligisten TuS Metzingen spielte, wurde allerdings ein in jeder Weise adäquater Ersatz gefunden. Die junge 19-jährige Torhüterin Anne Mack hat Kleenheim dagegen verlassen und wechselt zum Studium nach Kiel. Mit der jungen Außenstürmerin Jacqueline Fink (beruflich nach Köln) ist noch eine dritte Spielerin ausgeschieden. Mit der groß gewachsenen 19-jährigen Nele Barnusch gehört noch ein vielversprechendes Talent aus dem eigenen Nachwuchs dem Kader an, das wie noch andere Spielerinnen (Kiethe, vom Hagen, Nau, Schuch) auch in der zweiten Mannschaft spielen kann. Zudem sollen auch einige A-Jugend-Spielerinnen langsam an das Team herangeführt werden.

Mit Karlsson, die in das Spiel immer besser eingebunden wird, haben die Kleenheimerinnen eine starke, torgefährliche und abwehrstarke Spielerin dazugewonnen, die mit den Leistungsträgerinnen wie Katharina Wagner, Tanja Schorradt, Nina Hess, Kim Winkes oder Janina Langenbach das Spiel der Mittelhessen lenken kann. »Wir versuchen, uns in der Breite weiterzuverbessern, haben schon eine gewisse Qualität, unser Ziel ist es, ins obere Drittel zu kommen«, schaut der Trainer voraus, für den Leipzig und Ober-Eschbach, der erste Gegner am Samstag, die Meisterschaftsanwärter sind. »Wie wir bisher gearbeitet haben, damit bin ich sehr zufrieden, die Mannschaft wird sich weiterentwickeln«, schaut Silvestri optimistisch in die Zukunft.