17. Mai 2018, 07:00 Uhr

Handball

Nächste Chance gegen geschwächte Magdeburger

Die Fans des abstiegsbedrohten Handball-Bundesligisten TV 05/07 Hüttenberg hoffen am Donnerstagabend auf eine Überraschung. Beim Gegner SC Magdeburg fehlen zwei ganz wichtige Spieler.
17. Mai 2018, 07:00 Uhr
Der Abstiegskampf geht für Mario Fernandes und seinen TV 05/07 Hüttenberg mit dem Spiel gegen den SC Magdeburg weiter. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Drittletzter Spieltag der Handball-Bundesliga und somit auch die drittletzte Chance für Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg, Punkte zu sammeln, um im engen Abstiegskampf am Ende doch noch über dem Strich zu stehen. Gegner in der Sporthalle Gießen Ost ist heute Abend ab 19 Uhr der SC Magdeburg, den personelle Probleme plagen. So fällt die Flügelzange mit Bundesliga-Topscorer Robert Weber und Matthias Musche beim hohen Favoriten aus.

 

Blick zurück: Beim deutschen Meister, den Rhein-Neckar Löwen, ging am letzten Donnerstag eine Serie von 15 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage für den SC Magdeburg zu Ende. Damit hat die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert auf Tabellenplatz vier trotzdem nur einen Punkt Rückstand auf die Füchse Berlin, aber auch drei Zähler Vorsprung auf den THW Kiel und den TSV Hannover-Burgdorf. Es sieht also bestens aus für einen erneuten Europapokalplatz und eine Steigerung zu Rang fünf im Vorjahr.

Hüttenberg durchlitt beim Unentschieden gegen Lemgo am Sonntag wieder einmal eine Berg- und Talfahrt. Erst nach Dreiviertel des Spieles zum Ausgleich gekommen, war man am Ende zweimal in Führung, hätte aber beinahe auch noch den einen Punkt verloren, den Torwart Fabian Schomburg mit einer Siebenmeter-Parade festhielt. »Wir haben auf hohem Niveau verteidigt. Vorne war es schwer für uns gegen diese großgewachsene Abwehr. Da fehlen uns dann ein, zwei einfache Tore. Aber das ist nach dem Ausfall von Vladan Lipovina nicht mehr möglich«, blickt TVH-Trainer Emir Kurtagic zurück.

 

Was war gut – was muss besser werden? Erst ab der 40. Minute hatte man am Sonntag das Gefühl, dass die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim die notwendige Entschlossenheit an den Tag legten – ohne die sie keine Chance im Konzert der Großen haben. Zudem war Dominik Mappes in der ersten Hälfte ungewohnt wirkungslos, und Ragnar Jóhannsson hatte eine hohe Fehlerquote, die man sonst so nicht vom Isländer kennt. »Seine Würfe waren gute Chancen, die er sonst auch reinmacht«, hadert Kurtagic. Gut, dass die Routiniers Tomáš Sklenák und Christian Rompf eine starke Partie spielten und treffsicher waren. Und die beiden Torhüter Matthias Ritschel und Fabian Schomburg sollten aus der guten Leistung der zweiten Halbzeit Selbstbewusstsein für den Endspurt ziehen.

 

Auf wen muss man bei Magdeburg besonders achten? Die Gäste sind auf allen Positionen vorzüglich besetzt. Spielmacher Marko Bezjak ist einer der besten der Liga, kann aber jederzeit gleichwertig durch Christian O’Sullivan ersetzt werden. Der Halblinke Michael Damgaard und Kreisläufer-Kante Zeljko Musa sind ebenso Gründe für den zweitbesten Ligaangriff. Aber auch das Torhüter-Gespann Dario Quenstedt/Jannick Green ist eine Bank. »Die beiden kommen im Schnitt auf 20 Paraden pro Spiel«, weiß Kurtagic. Allerdings wird den Leipzigern die gefährliche Flügelzange Weber/Musche fehlen, die vor allem im Tempogegenstoß kaum zu stoppen ist. »Robert Weber bleibt nach seiner Verletzung der rechten Schulter (Prellung, Bandschädigung) zu Hause. Er wird intensiv in Magdeburg behandelt. Matze Musche (Fersenprellung) kommt mit, wird aber nicht spielen und vor Ort weiter vom Physio behandelt«, wird SCM-Trainer Wiegert auf der Homepage des Vereins zitiert.

 

Reichen die vier Tage Pause für den TVH? »Wir haben nur noch drei Spiele, in denen wir alles raushauen müssen. Daher schonen wir uns nicht. Auch gegen Lemgo haben wir gezeigt, dass wir nicht einbrechen«, sieht Kurtagic seine Mannschaft dennoch gut gerüstet für eine weitere große Herausforderung.

 

Ist Hüttenberg nicht im Magdeburger Fokus? Der SCM hat am Wochenende zu Hause das EHF-Final4 vor der Brust. »Im Umfeld sprechen alle über die Finals. Wir im Training nicht. Unser nächstes Spiel ist Hüttenberg. Da ist es wichtig, eine gute Leistung zu zeigen und zwei Punkte mitzunehmen«, erklärt SCM-Spielmacher Marko Bezjak auf der Vereinshomepage.

 

Was sagt SCM-Trainer Wiegert über den TVH? »Dort wird Abstiegskampf pur zelebriert. Ich habe sehr großen Respekt vor der Mannschaft. Was sie in jedem Spiel an Herz und Leidenschaft reinhaut, ist ganz ehrlicher Handball. Dementsprechend werden wir gut vorbereitet ins Spiel gehen. Ohne respektlos zu sein, bin ich überzeugt, dass wir die Aufgabe gegen Hüttenberg meistern.«

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