14. August 2018, 18:13 Uhr

Mit weißer Weste in die Oberliga

14. August 2018, 18:13 Uhr
Oberliga-Aufsteiger GC Winnerod (v. l.): Betreuer Torsten Steinmüller, Alexander Oppermann, Niklas Oppermann, Andreas Hölzl, Luca Haller, Mike Hopper, Kapitän Andreas Haller, Julius Weber, Tim Steinmüller, Jonas Wack, Marlon Kapitanidis, Max Steinmüller. Es fehlen: Nico Kumst, Sascha Michele, Tim Gorr, Lothar Schneider, Christian Hetfleisch, Johannes Gärtner. (Foto: ria)

Ein voller Erfolg wurde der diesjährige Auftritt der drei hiesigen Teams in der Deutschen Golf-Liga. Die Winneröder Herren holten sich in der Landesliga am vierten Spieltag den vierten Tagessieg und sicherten sich souverän den Aufstieg in die Oberliga. In der Gruppenliga reichte den Herren des Licher GC ein zweiter Platz der Tageswertung zum Gruppensieg und Wiederaufstieg in die Landesliga. Eine Überraschung schafften die Damen des Licher GC, die am letzten Spieltag beim Tabellenführer im Stechen den Tagessieg holten, mit der zurückeroberten Tabellenführung ebenfalls den Landesligaaufstieg feierten und so mit den Herren das Jubiläumsjahr ihres Clubs krönten.

Landesliga Herren / Der Titelgewinn war den Winnerödern, die an den bisherigen drei Spieltagen jeweils den Tagessieg erzielt hatten, bei drei Punkten Vorsprung und Heimvorteil eigentlich nur noch rechnerisch zu nehmen. Kapitän Andreas Haller, dessen Konzept, die Jugendspieler verstärkt zum Einsatz zu bringen, erneut voll aufging, leistete sich den Luxus, auf einige erfahrene Leistungsträger zu verzichten. Mit Mike Hopper war nur ein Spieler der älteren Garde vertreten, mit den Brüdern Tim und Max Steinmüller sowie Luca Haller und Debütant Marlon Kapitanidis waren vier Nachwuchsakteure aufgeboten, die addiert auf das gleiche Alter kamen wie der Senior und denen in der Woche schon fünf Golfrunden in den Knochen steckten. Dazu gingen Jonas Wack und das zweite Brüderpaar Niklas und Alexander Opermann ans Tee. Hopper lag lange unter Par, patzte aber auf den Schlussbahnen und notierte schließlich eine 76, ebenso wie Max Steinmüller, Tim Steinmüller hatte einen Schlag weniger benötigt. Die beste Einzelrunde notierte Jonas Wack mit 73 Schlägen, Niklas Oppermann war mit einer 83, Alexander Oppermann mit einer 86 im Clubhaus. Marlon Kapitanidis musste seiner Nervosität Tribut zollen, der Dreizehnjährige zeigte aber, »dass in Zukunft mit ihm zu rechnen ist« und erntete wie seine Kollegen das Lob seines Kapitäns. Am Ende hielten die Winneröder mit einem Gesamtergebnis von 48 Schlägen über Par und einem Vorsprung von 18 Schlägen vor Bad Vilbel erneut einen klaren Tagessieg und feierten den Oberligaaufstieg mit weißer Weste, Vizemeister wurde Friedberg, das sich am letzten Spieltag erstmals mit Rang drei der Tageswertung begnügen musste. »Wir werden auch 2019 eine junge Mannschaft ins Rennen schicken. Wenn wir unsere Jugendlichen halten können, ist das Ende unseres erfolgreichen Weges noch nicht abzusehen«, freute sich Kapitän Andreas Haller, der in sein Lob auch Mitbetreuer Torsten Steinmüller, das Team des Golfparks und die Trainer mit einschloss.

Abschlusstabelle (Punkte/Schläge über Par): 1. Winnerod 20/181; 2. Friedberg 15/263; 3. Bad Vilbel 12/300; 4. Aschaffenburg 9/345; 5. Rosenhof zurückgezogen.

Gruppenliga Herren / Mit einem eigentlich beruhigenden Vorsprung von zwei Punkten reisten die Licher Herren nach Idstein, mussten aber mit Karsten Gail, Jochen Kaiser und Dermot Ryan ausgerechnet auf die drei Spieler verzichten, die zusammen am letzten Spieltag mit vier über Par maßgeblich zum Tagessieg beigetragen hatten. Doch der Kader, den Kapitän Jannik Motzko auf die Runde schickte, zeigte keinerlei Nervosität. Gerhard Jung notierte mit 76 Schlägen die zweitbeste Einzelrunde des Tages. Markus Brückel (79) und Andreas Labahn (80) kamen in der Einzelwertung ebenfalls unter die besten zehn, Jannik Motzko (82), Janis Erll (83). Kim Backhaus (85) und Christoph Saure (86) komplettierten das Teamergebnis. Am Ende fehlten zwar drei Schläge auf Verfolger Bachgrund, doch die übrige Konkurrenz hatten die Licher klar auf Distanz gehalten. »Wahnsinn, dass wir mit einem Start-Ziel-Sieg unser Ziel Wiederaufstieg verwirklicht haben«, jubelte Motzko anschließend. »Alle haben solide Leistungen gezeigt, sodass unser Polster trotz der fehlenden Spieler gereicht hat. Und dass in dem Jubiläumsjahr unseres Clubs die Damen mit aufgestiegen sind, ist einfach phänomenal.

Abschlusstabelle (Punkte/Schläge über CR): 1. Lich 21/358,9; 2. Bachgrund 20/382,9; 3. Idstein 13/483,9; 4. Weilrod 13/502,9; 5. Georgenthal 8;562,9.

Gruppenliga Damen / Eigentlich hatte am letzten Spieltag der Tabellenführer aus Praforst mit einem Punkt Vorsprung und Heimvorteil alle Trümpfe in der Hand, zumal sie an den letzten drei Spieltagen die Licher Damen jeweils hinter sich gelassen hatten. Doch diese waren nicht gewillt, ihre Aufstiegsambitionen vorzeitig zu begraben, und lieferten den Favoritinnen einen harten Kampf. Kati Vosmer notierte mit einer 77 schlaggleich mit Praforsts Toppspielerin die beste Einzelrunde des Tages und setzte so das erste Ausrufezeichen. Christina Behringer benötigte für ihre Runde 84 Schläge. Bei Silvia Kuhl stand am Ende eine 88 auf der Scorekarte, Sacha Jongenburger und Nicole Frey kamen mit einer 92 ins Clubhaus. Es wurde fieberhaft gerechnet, beide Teams hatten am Ende mit einem Gesamtergebnis von 65 Schlägen über CR schlaggleich die beste Saisonleistung geschafft und auch die beiden Streicher, Cigdem von Nessen mit 94 Schlägen, hatten das gleiche Ergebnis gespielt. So musste der Tagessieger über die Einzelergebnisse ermittelt werden, von oben beginnend. Und auch hier gab es mit Kati Vosmer und Praforsts Bester erneut einen identischen Score. Die Entscheidung fiel durch Christina Behringer, die ihre Kontrahentin um zwei Schläge unterboten hatte. »Unsere Erwartungen waren nach dem Verlust der Tabellenführung sehr verhalten, da wir wussten, dass uns nur ein Sieg helfen würde«, gestand Kapitänin Kati Vosmer, »aber jetzt sind wir überglücklich über unseren ersten Aufstieg.«

Abschlusstabelle (Punkte/Schläge über CR): 1. Lich 21/384,5; 2. Praforst 21/396,5; 3. Bad Nauheim 14/431,5; 4. Waldeck 13/437,5; 5. Fulda 6/597,5.

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