02. Juni 2018, 20:15 Uhr

Showdown

Minichance für Hüttenberg

Der TV 05/07 Hüttenberg muss am Sonntag bei den Füchsen Berlin die letzte mögliche Ausfahrt der Saison nutzen, um den Erstliga-Abstiegsgleis doch noch zu verlassen.
02. Juni 2018, 20:15 Uhr
Noch einmal 60 Minuten Hochspannung für die Bank des TV 05/07 Hüttenberg: TVH-Trainer Emir Kurtagic und sein Team wollen bei den Füchsen Berlin das Unmögliche möglich machen. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Am Sonntag wird zur einheitlichen Anwurfzeit um 15 Uhr der letzte Spieltag der Saison 2017/18 in der Handball-Bundesliga angepfiffen. Sowohl die Frage nach dem kommenden deutschen Meister wie auch den Absteigern ist noch immer nicht beantwortet. Somit hat auch Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg noch immer eine, wenn auch minimale Chance, sein Handball-Märchen fortzuschreiben.

Die Ausgangslage – Die Mittelhessen haben es nicht mehr alleine in der Hand. Nach der bitteren 22:23-Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach am letzten Sonntag ist man auf Schützenhilfe angewiesen. Die verbliebenen Konkurrenten und Mitaufsteiger TuS N-Lübbecke und Eulen Ludwigshafen müssen in Lemgo bzw. zu Hause gegen Erlangen leer ausgehen, zudem muss der TVH in Berlin gewinnen. Verliert Lübbecke mit mehr als sechs Toren Differenz und punkten die Eulen nicht, reicht den Blau-Weiß-Roten ein Unentschieden. Was schwer genug wird. Berlins vage Hoffnung auf die Meisterschaft wurde am letzten Spieltag mit der Niederlage in Melsungen zerstört. Die Hauptstädter werden aber auf alle Fälle die Saison auf einem starken dritten Platz abschließen.

Psyche – Die Füchse sind bereits über den Saisonhöhepunkt hinaus. Am vorletzten Wochenende holte man sich trotz etlicher Ausfälle in Magdeburg den EHF-Pokal. Ob das allerdings zum Spannungsabfall führt, bezweifelt TVH-Trainer Emir Kurtagic. »Sie werden sich im letzten Saisonspiel mit einem Sieg von ihren Fans abfeiern lassen wollen.« Die bittere Niederlage am Sonntag gegen den Mitkonkurrenten hat beim TVH natürlich viele Hoffnungen zerstört. Entsprechend leer waren die Blicke und fehlten nach dem Schlusspfiff die Worte bei den Spielern. Jannik Hofmann hatte als einer der ersten den Kopf wieder hoch genommen. »Wir haben vorher schon gesagt, wenn wir am letzten Spieltag in Berlin Punkte brauchen, werden wir sie holen«, lautete seine trotzige Ansage.

Aufgeben kennt man beim TVH nicht, zumal die Konstellation ein wenig an den Aufstieg vor einem Jahr erinnert, als der TVH den ersten Matchball bei der DJK Rimpar vergab, dann aber als Tabellenvierter am letzten Spieltag noch den Sensationsaufstieg realisierte. Hüttenbergs Aufstiegstrainer Adalstein Eyjolfsson mit seinem HC Erlangen könnte am Sonntag sein Ex-Team unterstützen.

Kraft – Das ist momentan bei beiden Teams der neuralgische Punkt. »Wir haben in diesem Spiel und der gesamten Saison viel Kraft gelassen«, musste Daniel Wernig am letzten Wochenende eingestehen, dass den wenigen Vielspielern zum Ende der Saison die Körner ausgehen. Die fehlenden Wechseloptionen der Rückrunde könnten die entscheidenden Punkte kosten. Doch auch die Füchse kriechen auf dem Zahnfleisch. Was zur Niederlage in Melsungen führte, dem siebten Spiel im Mai und dem 52. Pflichtspiel der Saison. Schon länger beklagt man die verletzungsbedingten Ausfälle der Rückraumakteure Steffen Fäth und Marko Kopljar sowie Kreisläufer Ignacio Jimenez Plaza. In Melsungen fehlten zudem noch Stipe Mandalinic und Mattias Zachrisson. Trainer-Fuchs Velimir Petkovic kann aber auch mit starken jüngeren Spielern den Kader um die deutschen Nationalspieler Silvio Heinevetter, Fabian Wiede und Paul Drux sowie den »ewigen« Hans Lindberg ergänzen.

Welche Chancen sieht TVH-Trainer Emir Kurtagic ? – »Theoretisch keine, aber die werden wir versuchen zu nutzen. Berlin ist mit Weltklassespielern besetzt und hat eine tolle Saison gespielt«, weiß natürlich auch der 37-Jährige. »Trotzdem bin ich positiv. Ich habe das Spiel nicht abgeschrieben. Das Spiel beginnt bei 0:0. Wir müssen alle unser oberes Limit erreichen und über uns hinaus wachsen. Das war leider gegen Gummersbach nicht so. Aber das ist kein Vorwurf an niemanden. Vielleicht ist es ja in Berlin anders.«

Kurtagic macht eine eigene Rechnung auf. »Wir drehen den Spieß um. Berlin verliert in Melsungen, wir gewinnen dort«, macht Kurtagic die Gleichung für einen Sieg auf. Geschäftsführer Lothar Weber befürchtet allerdings. »In Berlin hängen die Trauben höher als gegen Gummersbach.« Das weiß natürlich auch Kurtagic, der aber auch guter Dinge ist, dass seine Jungs noch einmal alles geben werden. »Im Training sind alle sehr fokussiert.«

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