12. September 2018, 17:11 Uhr

Lumdatal Titelfavorit

12. September 2018, 17:11 Uhr

Wie im vergangenen Jahr dominieren auch diesmal Mannschaften aus dem Kreis Gießen in quantitativer Hinsicht die Handball-Bezirksoberliga. So haben mit der HSG Hungen/Lich, der HSG Pohlheim II, der MSG Linden II, der HSG Kleenheim II, der HSG Großen-Buseck/Beuern und der HSG Lumdatal sechs Teams ihre Heimspielstätte in den Gemeinden des Kreises Gießen. Drei Teams aus dem Lahn-Dill-Kreis – TV Wetzlar, HSG Dilltal, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III – gehören der Liga an. Dazukommen mit der MSG Florstadt/Gettenau, der HSG Mörlen und der HSG Wettertal drei Mannschaften aus dem Wetteraukreis. Das 14er-Feld komplettieren mit Aufsteiger HSG Marburg/Cappel und dem TSV Kirchhain zwei Vertretungen aus dem Kreis Marburg/Biedenkopf.

Im Vorjahr hatten die Kenner der Liga einen Zweikampf um den Titel zwischen der TG Friedberg und den TSF Heuchelheim vorausgesagt. Und so kam es auch. Meister wurde Heuchelheim, »Vize« die TG, die aber auch den Aufstieg in die Landesliga schaffte. Ein Zweikampf wird in dieser Saison allerdings nicht erwartet. Dazu scheint die HSG Lumdatal zu stark besetzt zu sein. Die Handballer aus Mainzlar und den nördlich davon liegenden Ortschaften im Lumdatal haben in der Rückrunde der letzten Saison bärenstark aufgespielt, erreichten am Ende den dritten Platz und wären ohnehin als Titelanwärter Nummer eins in die Runde gegangen. Nun hat sich Lumdatal mit den beiden oberligaerfahrenen Max Kühn und Marcel Köhler verstärkt, dazu ist Trainerfuchs Clemens Bukschat dem Team erhalten geblieben.

Wer soll diesem Team den Titel streitig machen? Genannt wurde unter anderem die HSG Dilltal. Doch deren Trainer Peter Küster würde sich freuen, wenn seine Mannschaft die Platzierzung des Vorjahres erreichen würde. In der vergangenen Saison erlitt die HSG immer wieder Rückschläge durch Verletzungen, belegte am Ende noch den fünften Platz. »Aus dem ausgeglichenen Mittelfeld stechen mit der HSG Hungen/Lich und der HSG Dilltal zwei Mannschaften hervor«, vermutet Micha Wiener, Coach der SG Kleenheim II. Doch sein Kollege aufseiten der HSG Hungen/Lich wiegelt ab. »Bei den vielen Abgängen und Verletzungen müssen wir uns erst einmal finden«, mahnt Carsten Schäfer und prophezeit: »Wir werden mehr Spiele verlieren als im letzten Jahr, trotzdem peilen wir einen sicheren Mittelfeldplatz an.« Und dann lehnt sich Schäfer ein bisschen aus dem Fenster: »Meister wird Lumdatal – und das verlustpunktfrei. Ich denke, Platz zwei und 14 werden weniger als 14 Punkte trennen.« Das heißt: Der Abstiegskampf wird es in sich haben. »Die Überraschung der Saison werden die Aufsteiger HSG Großen-Buseck/Beuern und MSG Linden II sein, die locker einstellig platziert werden.«

Das hört man sicherlich gern bei den beiden Neulingen. »Gekommen, um zu bleiben« titelt Lindens Trainer Conrad Melle denn auch die Ambitionen seiner Mannschaft. Auch wenn der Klassenerhalt als ein Ziel genannt wird, gibt es noch etwas anderes bei der MSG: »Die Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers hat höchste Priorität, damit ein möglicher Sprung in die erste Mannschaft so klein wie nur möglich gehalten wird«, hebt der Coach hervor. Mit den Lindenern schaffte die HSG Buseck/Beuern den Sprung aus der Bezirksliga A in die Bezirksoberliga. Über 30 Jahre nachdem der TV Großen-Buseck mit dem damaligen Trainer Arno Jung den Aufstieg in die Oberliga geschafft hatte, steigen die Busecker, diesmal an der Seite eines Partners, in die höchste Klasse auf Bezirksebene auf. Das Saisonziel nennt Trainer Mario Foss, der den Aufsteiger in der zweiten Saison betreut, mit einer verständlichen Zurückhaltung: »Klassenerhalt.« Für den Coach stehen Lumdatal, Dilltal, Linden II und Dutenhofen/Münchholzhausen III am höchsten im Kurs. Diese Einordnung findet bei Torben Wegner, dem Trainer der »Dritten«, keine ungeteilte Zustimmung. Beim letztjährigen Sechsten will man sich aus dem Abstiegskampf heraushalten. Das sollte gelingen, zumal die Mannschaft weitgehend zusammengeblieben ist und mit Luca Weimer sowie Luca Kaiser zwei Spieler aus der eigenen Jugend in ihrem Kader aufgenommen hat

Ganz besonders schnell hat sich bei der SG Kleenheim II das Wechselkarussell gedreht. Zwei erfahrene Spieler haben den Verein verlassen, mehrere Akteure sind in das Oberligateam aufgerückt bzw. können altersbedingt nicht mehr frei zwischen der ersten und zweiten Mannschaft wechseln, ohne sich festzuspielen. »Dem stehen zehn Neuzugänge gegenüber«, freut sich Trainer Micha Wiener. Auch bei der SGK sei es ein »zentrales Anliegen, die jungen Spieler in der individuellen Entwicklung weiter voranzubringen«. Ähnlich gelagert dürfte das Vorhaben bei der HSG Pohlheim II sein, die mit Christian Schäfer einen wichtigen Mann verloren hat. Einen Wechsel hat es auf der Trainerbank gegeben: Für Jan Wüst steht nun Michael Zehner in der sportlichen Verantwortung. Seine Aufgabe dürfte es auch sein, die zumeist jungen Spieler in ihrer handballerischen Entwicklung zu fördern.

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