05. März 2018, 17:53 Uhr

Gießen 46ers

Lischka von den Gießen 46ers: »Haben großen Sieg liegen gelassen«

Was für ein Basketball-Spiel! Die Gießen 46ers lieferten sich mit dem Meister aus Bamberg ein Spiel auf Augenhöhe. Was fehlte, war das Happy End.
05. März 2018, 17:53 Uhr
Willensstark: Gießens Powerforward Benjamin Lischka zieht am Bamberger Augustine Rubit vorbei, im Vordergrund 46ers-Center John Bryant. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Die 40 Minuten plus die fünfminütige Zugabe am Sonntagabend in der mit 3752 Zuschauern ausverkauften Osthalle musste man erst einmal sacken lassen. Warum haben es die Gießen 46ers erneut nicht geschafft, den schwächelnden deutschen Basketballmeister aus Bamberg zu schlagen und sind letztlich als 96:105-Verlierer vom Feld gegangen? So schnell fand man keine passende Antwort.

Freyer: Nur Kleinigkeiten fehlen

»Wenn man auf das Spiel und dabei auf jedes Viertel zurückblickt, wird einem erst einmal bewusst, welche Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden«, erklärt Gießens Cheftrainer Ingo Freyer nach einer nicht so angenehmen Nacht.

Wie in jeder Partie der Lahnstädter passieren Fehler. Das ist auch der Spielweise geschuldet. Wer schnell und risikoreich spielt, kann auch schnell den Ball verlieren. Die Turnover hielten sich bei beiden Teams die Waage. Gießen wie Bamberg erzielte Läufe. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 85:85. Vergessen war das Vorher, der 15-Punkte-Rückstand der 46ers, den sie aufgrund einer Zonenverteidigung in einen Ausgleich ummünzten.

Dazu Bambergs Daniel Hackett. Für den Guard war die Ball-Raum-Verteidigung nicht der Grund, warum der Angriff der Franken nicht mehr wie gewünscht lief. »Wir haben uns gute Würfe erarbeitet, aber sie nicht getroffen«, sah er darin den Kern, dass die Gießen 46ers wieder Mut schöpften und die Aufholjagd starteten.

Quartett übernimmt Verantwortung

Diesbezüglich sind vier Namen zu nennen. John Bryant, Austin Hollins, Darwin Davis und Benjamin Lischka übernahmen eine Menge Verantwortung – und führten ihr Team aufgrund ihres Willens, das Spiel unbedingt zu gewinnen, und ihres individuellen Könnens wieder auf die Erfolgsspur. Der Blick in die Augen des Quartetts und auf die Körpersprache verriet, wir können es schaffen! An der Gießener Bande verrichtete Coach Freyer Schwerstarbeit. Bei jeder Gelegenheit holte er sich einen Spieler zur Seite und gab Tipps. Sein »Co« Steven Wriedt war ebenfalls permanent verbal auf Achse.

Die Hoffnung wuchs, als die 46ers anfangs der Extrazeit das Momentum aus ihrem Endspurt hinüberretten konnten. Die beiden Dreier von Davis und Hollins zur 93:89-Führung bei 3,12 Minuten Restspielzeit ließen die Fans schon von der Siegeszeremonie träumen. Doch plötzlich ging nichts mehr. Vier Angriffe der 46ers verpufften im Nichts. Bambergs Go-to-Guy Ricky Hickman spürte die Verunsicherung, führte routiniert Regie und traf von außen oder nach Fouls von der Linie. Bamberg kam mit einem blauen Auge davon, die Gießen 46ers standen mit leeren Händen da – hatten aber insgesamt eine starke Leistung gezeigt.

Fokus auf Spiel in Würzburg

»Wir haben am Ende ein paar blöde Entscheidungen getroffen, obwohl wir geführt haben. Wir haben einen großen Sieg liegen gelassen, der in der Saison geholfen hätte«, sagte Benjamin Lischka. Der starke Powerforward richtete aber den Blick schon wieder nach vorne. Am Montag geht es für die Gießen 46ers nach Würzburg. Erneut ein wichtiges Spiel um den Einzug in die Playoffs. Für Lischka ist diese Partie schon ein »Do-or-die-Spiel«. Derjenige, der gewinnt, bleibt im Playoff-Rennen, wer verliert, scheidet aus.

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