10. September 2018, 17:53 Uhr

Lange Pause für Ivanisevic

10. September 2018, 17:53 Uhr
Tibor Ivanisevic wird für längere Zeit nicht zwischen den Pfosten der HSG Wetzlar stehen können. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Hiobsbotschaft für die HSG Wetzlar: Stammtorhüter Tibor Ivanisevic hat sich am Donnerstag bei der 28:30-Auswärtsniederlage der Grün-Weißen in Stuttgart das Außenband im rechten Knie gerissen und wird dem Handball-Bundesligisten bis zu drei Monate fehlen. Deshalb denken die Verantwortlichen darüber nach, noch einmal auf dem Transfermarkt tätig zu werden.

Der serbische Nationalspieler hat sich die Verletzung nach Angaben der HSG Wetzlar bei einem Zusammenprall mit einem Stuttgarter Angreifer zugezogen, konnte die Begegnung in der Mercedes-Benz-Arena aber noch beenden. »Nach dem Spiel klagte er über leichte Knieschmerzen, die sich über Nacht jedoch drastisch verschlimmerten«, erklärte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. Eine MRT-Untersuchung durch Mannschaftsarzt Marco Kettrukat ergab dann die Diagnose. »Wir waren nach der MRT-Untersuchung über das Ausmaß der Verletzung alle geschockt«, sagte Seipp. Der Torhüter wird den Mittelhessen mindestens zwei bis drei Monate fehlen. In dieser Zeit wird die Verletzung nach Vereinsangaben konservativ behandelt, eine Operation sei nicht notwendig. Dies habe auch eine weitere Nachuntersuchung von Knie-Experte Dr. Frederic Welsch, den Chefarzt der Sportorthopädie der BG-Unfallklinik in Frankfurt, ergeben, teilte die HSG mit.

»Der Ausfall von Tibor trifft uns natürlich sehr hart«, sagte Seipp. Deshalb sind die Verantwortlichen der Grün-Weißen, die nach drei Niederlagen in Folge mit 2:6 Punkten in die Bundesliga-Saison gestartet sind, bereits auf der Suche nach einem weiteren Keeper, was zu diesem Zeitpunkt alles andere als leicht ist. »Der Markt ist enorm schwierig, vor allem auf der Torhüterposition«, weiß Seipp. Trainer Kai Wandschneider wird somit dem 20-jährigen Till Klimpke das Vertrauen schenken. »Er hat eine tolle Vorbereitung absolviert und verfügt auf jeden Fall über die nötige Qualität«, meint Seipp. Als zweiter Torhüter rückt bereits für das Hessenderby am Donnerstag (19 Uhr) gegen die MT Melsungen Jane Cvetkovski in den Kader, der normalerweise für die zweite Mannschaft der Grün-Weißen in der 3. Liga spielt und sich nach den Worten Seipps »erst noch Bundesligaformat aneignen« muss.

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